• aktualisiert:

    Röthlein

    Diskussionen über Wasserentnahmen für das KKG

    An dieser Stelle ist für das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld das Kühlwasser aus dem Main entnommen worden. Foto: Josef Schäfer

    Bis Ende November muss die Gemeinde Röthlein zum eingereichten wasserrechtlichen Antrag der Preußen Elektra GmbH Stellung nehmen; das sorgte jetzt für Diskussionen im Gemeinderat. Der Antrag dient der Versorgung des Kernkraftwerkes mit Wasser und warf einige Fragen auf.

    Maximal 80 000 Kubikmeter sollen jährlich entnommen werden aus dem Main – zu Kühlzwecken und als Brauchwasser und aus zwei Grundwasserbrunnen für die Brachwasserversorgung, sowie für die Einleitung von Kühl- und Abwasser in den Main - so der Antrag - und das bis 2037.

    Warum so lange, wunderte sich Oliver Schmitt, und wofür diese Mengen, fragte Martin Weth, dem sich Wolfgang Weller anschloss und eine  Begründung verlangte. Auch Florian Kress fiel es "schwer, dem Antrag zuzustimmen", und begründete das mit der aktuell vieldiskutierten Grundwassersituation. Er plädierte dafür, alle Bedenken in die Stellungnahme aufzunehmen und forderte die Wasserentnahmemenge so zu reduzieren, dass lediglich das "Notwendigste zur Sicherstellung der Betriebssicherheit" gewährleistet ist, auf die vorab Peter Gehring hingewiesen hatte.

    Andreas Hetterich schlug vor, die Vorgehensweise auch mit den anderen Gemeinden im Umkreis abzustimmen. Einstimmig votierten die Gemeinderäte dann für die Abgabe der Stellungnahme inklusive der Bedenken.  

    Neuer Bautechniker

    Seit Oktober im Amt, stellte sich Igor Schander als neuer Bautechniker im Bauhof vor. Seine erste Aufgabe im Gemeinderat: Sinn und Nutzen von öffentlichen WLan-Hotspots in der Großgemeinde.  Von der EU hat die Gemeinde dafür einen Gutschein über 15 000 Euro gewonnen; Knackpunkt nur: Es müssten zehn Hotspots eingerichtet werden, den Unterhalt zahlt dann die Gemeinde, teilweise, wie bei den neuen Heidenfelder Dorfplätzen, werden dafür sogar noch Tiefbaumaßnahmen nötig.

    Wie Schander aufzeigte, wird der öffentliche Hotspot in der Bibliothek eher wenig genutzt - zehn weitere, so der allgemeine Tenor im Rat, also überdimensioniert, auch wenn Andreas Hetterich darauf hinwies, dass Hotspots gerade bei der Jugend - auch auf den Gemeinderatslisten für die nächsten Wahlen - ein Thema sind. Letztendlich entschieden die Gemeinderäte, auf Einrichtungen mit öffentlichem WLAN (Sportheime, Gaststätten) zuzugehen und einen Hotspot dort nach abgeschlossener Nutzungsvereinbarung zuzuschalten, natürlich gegen einen Obolus; das wird jetzt geprüft.  

    Tür für die Kinderkrippe

    Bürgermeister Albrecht Hofmann informierte das Gremium über die Anschaffung einer neuen Tür für die Heidenfelder Kinderkrippe. Andreas Hetterich berichtete über das neue Solar- und Gründachkataster für den Landkreis Schweinfurt - ein Angebot vom Landratsamt, das unkompliziert und kostenlos online die Eignung von Dächern für PV-Anlagen oder Gründächer ermittelt. Gleichzeitig Hetterich schlug vor, in diesem Bereich als Gemeinde aktiver zu werden, gegebenenfalls auch mit informativen Bürgerveranstaltungen.

    Simon Stock freute sich, dass einige seiner Anträge umgesetzt wurden, lobte in diesem Zusammenhang den Bauhof, plädierte aber auch dafür, dass ein Bauhof-Verantwortlicher in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Projektstand informiert, dazu bat Stock, die Hirschfelder Ortseinfahrt gefälliger zu gestalten.    

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!