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    WASSERLOSEN

    Dorothee Bär und ihre Pionierarbeit im neuen Ministerium

    Mit Wind hat die CSU so ihre Erfahrungen, in jüngster Zeit vor allem mit dem Gegenwind, der ihr gemessen an den Umfragewerten vor der Landtagswahl im Oktober entgegen weht. Mit dem Wind hatten zunächst auch die Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Wasserlosen zu kämpfen. An den Sportplatz hatte man geladen, die frischgebackene Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, hatte sich angesagt aus Berlin und aus ihrem neuen Ministerium zu berichten.

    Das Problem mit dem Wind der über das Sportgelände fegte und immer wieder die blau-weißen-Papiertischdecken hinwegzufegen drohte, war schnell gelöst. Einfach ein bisschen mehr Sand aus dem benachbarten Beachvolleyballfeld in die Einmachgläser mit den Windlichtern und die weißblaue Standfestigkeit war wieder hergestellt. Ganz so einfach ist es wahrscheinlich nicht im Hinblick auf die Wahlen. Rückenwind dafür erhoffte man sich vom Besuch der Staatsministerin. Bär kam gemeinsam mit Bundestagskollegin Anja Weisgerber in den „schwarzen Fleck ihres Wahlkreises“, wie letztere Wasserlosen lobend bezeichnete. Immerhin liefert die Gemeinde zuverlässig CSU-Ergebnisse, die auch in München und Berlin wohlwollend registriert werden.

    Klimaveränderungen ganz konkret spürbar

    Für Weisgerber und Bär also ein Heimspiel vor Getreuen – knapp 50 waren gekommen – die nicht mehr von der Qualität christlich-sozialer Politik überzeugt werden mussten. Weisgerber, seit 2013 Klimabeauftragte der Fraktion, betonte, dass man dem Klimawandel noch entschiedener entgegentreten müsse. Bis 2100 eine vier Grad höhere Durchschnittstemperatur in Bayern, so die Prognose, lassen nur einen Schluss zu „Wir müssen da was tun“. Wie der Klimawandel jetzt schon aussieht, hat sie selbst miterlebt bei den Starkregen-Ereignissen in ihrer Heimatgemeinde Schwebheim. Die Wetterveränderungen seien plötzlich ganz nah, wenn man selbst mit dem Eimer in der Hand den Keller leer schöpfen helfe.

    Dorothee Bär berichtete vor allem vom neuen Amt und dem neuen Ministerium, das sie seit dem 14. März als Staatsministerin für Digitalisierung leitet. Ein Amt, das sie selbst jahrelang gefordert habe und das helfen soll die Digitalisierung innerhalb des Kanzleramtes besser zu steuern. Doch jedem Neuanfang wohnt nicht nur ein Zauber inne, sondern es ist auch eine Menge Pionierarbeit zu leisten. Da müssen die Fäden zusammenlaufen, Grundstrukturen hergestellt werden, und doch sei man auf einem guten Weg. Digitalisierung, das sei so viel mehr als nur der Breitbandausbau. Die Digitalisierung werde wesentlichen Einfluss darauf haben, wie wir künftig leben und arbeiten. Bär brachte Stichworte wie „künstliche Intelligenz“ ins Spiel. Die werde Einflüsse auf viele Lebensbereiche haben, zum Beispiel auf das Wohnen im Alter, wenn beispielsweise ein mit Sensoren ausgestatteter Teppich meldet, das der in der Wohnung lebende Senior gestürzt ist und Hilfe braucht.

    Der ländliche Raum wird profitieren

    Nanopartikel in der Blutbahn werden künftig helfen Krebszellen im Körper aufzuspüren, bevor die Krankheit ausgebrochen ist, miteinander vernetzte Maschinen werden völlig neue Möglichkeiten eröffnen. „Der ländliche Raum wird Gewinner der Digitalisierung sein“, betonte Bär, denn das digitale Angebot sei die Voraussetzung für hochwertige Arbeitsplätze und gleichwertige Lebensverhältnisse. Dennoch müsse man darauf achten dass bei allen technischen Innovationen der Mensch im Mittelpunkt stehe und nicht wie beispielsweise in China, die neuen Technologien auch dazu verwendet werden die eigenen Bürger zu überwachen.

    Der lockere Abend mit Parteifreunden und Bratwurst endete beim „1 zu 1-Talk“ mit den Bürgern. Da wurde Dorothee Bär zum Beispiel gefragt, wie das denn so sei als Talk-Show-Gast im Fernsehen. Die Live-Sendungen seien ihr die Liebsten, ließ Talk-Profi Bär durchblicken, die ein wenig aus dem Nähkästchen plauderte, wie es so bei Anne Will oder Maybrit Illner zugeht.

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