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    Werneck

    Dr. Gerald Zöller: Arzt mit Leidenschaft und Freude am Beruf

    Seit 40 Jahren steht der stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Gerald Zöller (Vierter von rechts) im Dienst der Wernecker Bezirksklinik. Zum Jubiläum gratulierten (von links) Verwaltungsdirektor Bernd Pallasch, leitender Pflegedirektor Christian Knittel, Oberarzt Marius Biberger, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Hans-Peter Volz, der Geschäftsleiter der Krankenhäuser und Heime Bezirk Unterfranken Jürgen Oswald und Personalrat Stefan Zehe. Foto: Gerald Gerstner

    Eigentlich könnte Dr. Gerald Zöller schon im Ruhestand sein. Demnächst wird er 66 und hat die Regelarbeitszeit bereits hinter sich. Doch der stellvertretende Ärztliche Direktor des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck arbeitet auf eigenen Wunsch noch bis Ende dieses Jahres in Vollzeit.

    Zum Jahresbeginn stand nun ein zumindest für Ärzte besonderes Dienstjubiläum an, wie Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel bei einer Feierstunde feststellte: Zöller arbeitet seit 40 Jahren in der Bezirksklinik und sei damit "eines der Urgesteine im Haus". Nur drei Prozent der Akademiker würde ein solches Dienstjubiläum überhaupt erreichen. "Darauf dürfen sie stolz sein", sagte Dotzel. Er charakterisierte Zöller als einen allseits anerkannten Facharzt, der seinen Beruf mit Leidenschaft und Freude ausübe. Vielleicht sei das der Grund, warum ihm weder das Alter noch die 40 Arbeitsjahre anzumerken seien, wie nicht nur Dotzel befand.

    Geboren in Dorfprozelten am Untermain studierte Zöller nach dem Abitur in Würzburg Medizin und erhielt 1979 seine Approbation als Arzt. Am 1. Januar 1980 trat er als 25-Jähriger seinen Dienst in Werneck an. 1987 promovierte Zöller und wurde bereits 1993 stellvertretender Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Klinik. Als 2001 die Nachfolge des langjährigen Klinikleiters Dr. Albrecht Schottky anstand, bewarb sich auch Zöller. Neuer Ärztliche Direktor wurde aber Prof. Dr. Hans-Peter Volz.

    Erfahren habe er von Zöllers Bewerbung erst viel später, sagte Volz. Das lag auch daran, dass ihm Zöller mit großer Souveränität den Einstieg und die Erschließung des komplexen Krankenhauses ermöglichte. Für diese Anfangszeit dankte Volz "noch einmal besonders". Wie Zöller menschliche Begegnungen gestalte, gehöre zu seinen großen Stärken, ebenso seine "ungeheure Vernetzung". Er kenne die Region, das Krankenhaus und die Menschen wie kein anderer. Zudem zeichne ihn ein hohes Maß an Gelassenheit aus, so Volz. Nur wenige Krankenhäuser hätten das Glück, einen solchen Arzt zu haben. Für die fast 20 gemeinsamen Jahre sei er "zu allergrößtem Dank verpflichtet".

    Für die ärztliche Kollegenschaft gratulierten Oberarzt Roland Schaumann dem Dienstjubilar sowie Stefan Zehe im Namen der Personalvertretung. Bezirkstagspräsident Dotzel hatte für Zöller einen Tag dienstfrei, ein Jubiläumsentgelt und eine Ehrenurkunde als Dank und Anerkennung für die geleisteten Dienste im Gepäck.

    Von Anfang an begeistert und an das Haus gebunden habe ihn die tolle Atmosphäre und Aufbruchstimmung, die in Werneck zu spüren war, sagte Zöller. Er sprach von einem Teamspirit, bei dem über alle Berufsgruppen hinweg immer die Patienten im Mittelpunkt stehen. Früh habe er auch die Möglichkeit bekommen, Verantwortung zu übernehmen und mitzugestalten. 1993 zog er nach Werneck. In der Klinik, der er auch für die Zukunft diesen Teamspirit wünschte, arbeite er bis heute sehr gerne.

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