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    Röthlein

    Drehscheibe für europaweiten Versand von Bikes und E-Bikes

    Winora Group bündelt Logistik im neuen Versandzentrum der Schäflein AG. Das Röthleiner Unternehmen investiert dafür 18 Millionen Euro.
    18 Millionen Euro investiert die Schäflein AG für ein neues Logistikzentrum. Es dient dem Fahrradhersteller Winora als Drehscheibe für den europaweiten Versand von Bikes und E-Bikes. Foto: Susanne Mader

    Im Röthleiner Industriegebiet laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Die Schäflein AG baut dort ein neues Logistikzentrum und investiert dafür 18 Millionen Euro. Hauptkunde ist laut Pressemitteilung die Winora Group aus Sennfeld. Das neue Logistikzentrum dient dem Fahrradhersteller als Drehscheibe für den europaweiten Versand von Bikes und E-Bikes.

    Die Zusammenarbeit zwischen dem Sennfelder Fahrradhersteller, der heute Teil der holländischen Accell Group ist, und dem Logistikunternehmen Schäflein mit Hauptsitz in Röthlein besteht bereits seit den 1950er-Jahren. Was damals mit dem Versand einzelner Fahrräder begann, ist heute eine hochkomplexe Bike-Logistik, die aktuell vor neuen Herausforderungen steht. Vor allem durch die steigenden E-Bike-Verkaufszahlen hat sich der Platzbedarf erhöht. Wurden beim unterfränkischen Fahrradhersteller 2012 noch 80 Prozent nicht motorisierte Fahrräder und nur 20 Prozent E-Bikes umgeschlagen, hat sich das Verhältnis 2017 erstmals umgekehrt. Um das Volumen zu bewältigen, waren deshalb zum bestehenden zentralen Versandlager für die Winora Group in Röthlein weitere Außenlager nötig. Diese werden nun im neuen 25 000 Quadratmeter großen Europa-Distributionszentrum der Schäflein AG zusammengeführt.

    Die Winora Group wird nach Angaben der Schäflein AG mit 11 000 Quadratmetern Lagerfläche über 40 Prozent der neuen Anlage belegen. Damit steigere sich die maximale Lagerkapazität im neuen Gebäude von 45 000 auf 72 000 Rädern.

    Um kurze Lieferzeiten zu gewährleisten, setzt Schäflein auf eine optimierte Lagerlogistik mit kurzen Wegen und einem geringen Nachschubaufwand. So werden laut Presseinformation die in Hochregallagern mit bis zu zehn Ebenen untergebrachten Fahrräder immer nur aus der untersten Ebene entnommen. Dabei kommen induktionsgeführte Stapler zum Einsatz, die stets den optimalen Abstand zum Regal halten, damit sich der Kommissionierer ganz auf die Entnahme der Ware konzentrieren kann. Über 20 Ladetore können im neuen Lager dann statt bisher 1400 je 2500 Fahrräder täglich angeliefert beziehungsweise versendet werden.

    Auch beim Bau der Halle sind bereits diverse Automatisierungslösungen der Lagerlogistik 4.0 vorgesehen, verweist die Schäflein AG auf den Einsatz von autonomen Staplern und fahrerlosen Transportsystemen. Voraussichtlich im ersten Quartal 2020 wird das neue Logistikzentrum fertiggestellt.

    Bearbeitet von Irene Spiegel

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