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    Stadtlauringen

    Dreschfest und Schlepper-Ausstellung in Stadtlauringen

    Wenn die Worfelmaschine rotiert, trennt sich die Spreu vom Weizen. Foto: Uwe Eichler

    Eine Zeitreise zurück in die gute alte Zeit erleben Besucher am Wochenende in Stadtlauringen: Die örtliche Dreschgemeinschaft veranstaltet am 24. und 25. August ihr traditionelles Dreschfest zusammen mit einer Oldtimer-Schlepper-Ausstellung bis Baujahr 1965.

    Wie in den vergangenen Jahren findet das Fest, das sich auch überregional großer Beliebtheit erfreut, am Reitplatz statt. Der Samstag beginnt um 13 Uhr mit der Anreise der ersten Teilnehmer und ihrer historischen Fahrzeuge. Der Vorglühabend bietet ab 19 Uhr ein Abendessen sowie diverse Aktivitäten, zum Beispiel einen Schrauber-Wettbewerb und das Bulldogwettziehen, Um 22.30 Uhr beginnt der Höhepunkt des Abends, das spektakuläre „Vorglühen“ der Lanz Bulldogs, bei dem die Nacht vom Feuerschein der Bunsenbrenner erhellt wird. Mit der Flamme werden die Glühköpfe an den Motoren zum Glühen gebracht. Erst dann lassen sich die Traktoren durch das Drehen an der Kurbelwelle starten.

    Rundfahrt der Oldtimer-Schlepper

    Der Festsonntag beginnt frühzeitig mit einem Oldtimer-Frühstück um 8.30 Uhr. Ab 9 Uhr können weitere Teilnehmer ihre Oldtimer-Schlepper anmelden. Um 10 Uhr gibt es einen Frühschoppen und ab 11 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, ihr Mittagessen einzunehmen. Um 13 Uhr starten die Motoren der Oldtimer-Schlepper zu einer Rundfahrt durch die Straßen und den historischen Ortskern des Marktes Stadtlauringen.

    Zurück am Festplatz stehen zahlreiche interessante Vorführungen auf de Programm. Um 14 Uhr wird die Getreideernte mit einem Fahr Getreidebinder den Besuchern präsentiert. Gelebte Geschichte erleben die Gäste um 15 Uhr, wenn die Dreschsirene aus dem Maschinenwagen von 1934 den Beginn einer Dreschvorführung aus Zeiten von anno dazumal ankündigt. Das Dreschen mit dem Dreschflegel beginnt um 16 Uhr und wird von der Dreschgruppe der Dreschgemeinschaft Stadtlauringen anschaulich demonstriert.

    Mühsame Arbeit mit dem Dreschflegel

    Der Dreschflegel war ein Gerät, um Getreide zu dreschen. Damit die Getreidekörner aus den Ähren herausfielen, schlug man mit einem Holzschlegel kräftig darauf. Dieser war mit einem Stück Leder an einem Handgriff befestigt. Der Dreschflegel wurde vor ungefähr 2000 Jahren erfunden und bis etwa 1940 benutzt. Zu dieser Zeit wurde die Dreschmaschine entwickelt, die den Dreschflegel dann nach und nach verdrängte, weil mit ihr schneller und effizienter gedroschen werden konnte.

    Zu sehen sein wird im Rahmen des Dreschfests auch das Geschicklichkeitsfahren über eine Wippe mit einem Traktor. Die Dreschgemeinschaft bietet den Besuchern zusätzlich an beiden Tagen die Möglichkeit, mit Helikopter-Rundflügen das Festgelände von oben zu erleben. Außerdem steht eine Fotobox bereit. Für das leibliche Wohl ist am Samstag und Sonntag gesorgt. Infos: www.dreschfest.de

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