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    Donnersdorf

    Eck wirft Knoblach persönliche Verunglimpfung vor

    Zwischen Paul Knoblach und Gerhard Eck kracht es schon wieder. Auslöser ist diesmal die Kritik Knoblachs im Rahmen der Feier zum 60. Geburtstag des Staatssekretärs.
    Der CSU-Innenstaatssekretär Gerhard Eck wehrt sich gegen Angriffe des Grünen-Abgeordneten Paul Knoblach.
    Der CSU-Innenstaatssekretär Gerhard Eck wehrt sich gegen Angriffe des Grünen-Abgeordneten Paul Knoblach. Foto: Daniel Karmann

    Anlässlich seines 60. Geburtstags hatte Innenstaatssekretär Gerhard Eck, wie berichtet, zu einer privaten Feier nach Donnersdorf eingeladen. Auch Ministerpräsident Markus Söder und weitere Mitglieder des Kabinetts mischten sich unter die Gäste. Söder ließ in seiner launigen an Eck gewandten Grußadresse auch den Satz fallen "Solange Du alles im Griff hast, gibt es unter keinen Umständen einen Nationalpark im Steigerwald".

    Der Landtagsabgeordnete der Grünen, Paul Knoblach, war zur Feier in Ecks Heimatgemeinde nicht eingeladen, hatte den Satz Söders aber der Berichterstattung der Main-Post entnommen. In einer von seinem Büro verbreiteten Presseerklärung sprach Knoblach von einer "Geburtstagsjubelrede" für Eck, wo der doch einer "der größten Gegner klimaschützender Notwendigkeiten" sei. Eck werde zudem als "eine Art Feudalherr" dargestellt, "von dessen persönlicher Gefühlslage in unserer Region Entscheidungen abhängen".

    Auf die jüngsten Angriffe Knoblachs hat nun das Büro Eck reagiert: "Die Äußerungen des Grünen-Politikers stellen auf peinliche Weise klar, wie er seine bisher schon  fragwürdige Öffentlichkeitsarbeit in Zukunft fortsetzen will", heißt es in der Stellungnahme. "Zu den bisher schon verbreiteten Fehl- und Falschinformationen kommt jetzt noch die persönliche Verunglimpfung politisch Andersdenkender hinzu."

    Überhaupt kein Interesse an Fakten

    Gerhard Eck sei den Menschen weit über den Landkreis hinaus bekannt als bodenständiger Macher, der die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger mit hoher Durchsetzungsfähigkeit vertrete. Die Arbeit des Staatssekretärs als "Feudalherr" zu umschreiben, sei deshalb vollkommen abwegig und liefere den Nachweis, dass Knoblach überhaupt kein Interesse an Fakten habe. "Das war in der Vergangenheit schon in Sachfragen spürbar und gilt auch in diesem Fall."

    Der Abgeordnete Knoblach greife dort, wo Argumente und Fakten nicht mehr ausreichen, zu den plumpen Mitteln der Polemik. Er müsse seine eigene verbohrte Meinung unbedingt hinausposaunen, "auch wenn sie sachlich nicht richtig ist und mit der Realität hinten und vorne nicht übereinstimmt".

    Es bleibe bei der Zusage, dass Gerhard Eck jede Falschinformation durch Knoblach sofort mit einer objektiven Information und Richtigstellung erwidern werde. Auf abwertende Anmerkungen werde der Staatssekretär künftig aber nicht mehr antworten. "Die richtige Einordnung solcher Pöbeleien überlässt er künftig dem sicheren Urteilsvermögen der Öffentlichkeit", heißt es aus seinem Büro.

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