• aktualisiert:

    Werneck

    Edeltraud Baumgartl: Ein halbes Jahrhundert im Einsatz

    Das 50. Dienstjubiläum von Wernecks Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl feierten mit: (von links) Landrat Florian Töpper, Altbürgermeister Paul Heuler, Personalratsvorsitzender Armin Pfeuffer, Jürgen und Edeltraud Baumgartl, zweiter Bürgermeister Stephan Schäflein und dritte Bürgermeisterin Roswitha Ziegler. Foto: Silvia Eidel

    Dass eine amtierende Bürgermeisterin ein halbes Jahrhundert im Einsatz für die Gemeinde ist, kommt äußerst selten vor. Gefeiert wurde das besondere Dienstjubiläum im Rathaus Werneck, in dem Edeltraud Baumgartl seit 50 Jahren wirkt: ab 1969 als Verwaltungsangestellte, seit 2008 als Bürgermeisterin.

    Sie verkörpere das Zusammenwachsen des Marktes Werneck, mit 13 Gemeindeteilen größte Kommune im Landkreis, wie kein(e) andere(r), meinte Landrat Florian Töpper, als er Edeltraud Baumgartl zum seltenen Dienstjubiläum gratulierte. Viel Energie habe sie für ihre Gemeinde freigesetzt, unmittelbar und authentisch sei sie in ihren Ortsteilen und für ihre Ortsteile präsent.

    Sie könne stolz darauf sein, was sie als Bürgermeisterin und in ihren früheren Funktionen – etwa als erste bayerische Gleichstellungsbeauftragte oder in ihrer Schlüsselfunktion im Vorzimmer der früheren Bürgermeister – gemeistert habe. Dank sage er für die vielen Entscheidungen gemeinsam mit ihren Gemeinderatsgremien, Dank sage er auch der Kreistagskollegin für ihren Gestaltungsbeitrag.

    Die "50-jährige Dienstreise" von Edeltraud Baumgartl hatte zuvor zweiter Bürgermeister Stephan Schäflein Revue passieren lassen. Am 18. August 1969 hatte sie nach der Mädchenrealschule ihre Ausbildung als Angestellte im öffentlichen Dienst in der Gemeinde Werneck angetreten. Unter den Bürgermeistern Ludwig Röckelein, Rudolf Reith und Paul Heuler arbeitete sie in der Hauptverwaltung. Dort war sie schließlich stellvertretende Geschäftsleiterin. Von 1985 bis 2008 bekleidete sie zudem das Amt der Gleichstellungsbeauftragten.

    Ihre Pläne zur Arbeitszeitreduzierung 1990 wegen ihrer kleinen Tochter und auch das Vorhaben der Altersteilzeit setzte Edeltraud Baumgartl nicht um, denn es kam anders. Ihre Bereitschaft, mehr Verantwortung zu übernehmen, ihr Wissen und ihre Begabungen für die Gemeinde einzusetzen, mündeten 2008 in die Wahl zur Bürgermeisterin und ihre Wiederwahl 2014.

    Für ihr großes Engagement sprach Schäflein der zielstrebigen "Kämpfernatur" im Namen der Gemeinde seinen Dank aus.

    Die Aufbruchstimmung des Jahres 1969 mit der ersten Mondlandung setzte Personalratsvorsitzender Armin Pfeuffer parallel zu Edeltraud Baumgartls Aufbruch in ihren Arbeitsalltag 1969. Viele Aufgaben waren zu meistern, 1972 die Gebietsreform, dann die Neuaufstellung des Schulverbands, schließlich die Arbeit als rechte Hand des Bürgermeisters.

    Eine schöne Kameradschaft unter den Kollegen, eine gute Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern habe geherrscht, kurz: Als Team habe man alles geschafft. Auch nachdem Baumgartl 2008 "Chefin" geworden sei, "ist sie immer eine von uns geblieben", sagte Pfeuffer. Sie sei stets kollegial und hilfsbereit. Die 39-Stunden-Woche sei für sie aber vorbei gewesen, denn viele Termine warteten.

    An ihren ersten Arbeitstag vor 50 Jahren erinnerte sich die Dienstjubilarin noch gut. Mit einem grünen, selbst genähten Kleid sei sie im Vorzimmer gesessen, habe sich mit dem Telefon, später mit der elektrischen Schreibmaschine und der "Stenorette" angefreundet.

    "Ich bin an den Aufgaben gewachsen", blickte Edeltraud Baumgartl zurück. Sie habe Herausforderungen angenommen, habe auch die Verantwortung in der großen Gemeinde "gern übernommen." Dank für die Unterstützung sagte sie ihrer Familie und vor allem den Rathausmitarbeitern, "ohne die das Erreichte nicht gelungen wäre."

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!