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    HANDTHAL

    Edmund Bayer ist neuer „El Präsidento“

    Nach der Kirchweihpredigt stellten sie sich zu einem gemeinsamen Foto: (von links) Kirchweihprediger Philip Römer, der „Ex-El Präsidento” Ernst Nöth, der neue „El Präsidento” Edmund Bayer, „Bischof” Thomas Bayer sowie Neumitglied bei den „Handtler Hünd” Thorsten Kämmerer

    Viel zu Feiern gab es für die Handthaler am Kirchweihwochenende. Nachdem man am Freitag, nach dem Festgottesdienst, die Aufnahme des Ortes unter die „100 Genussorte” Bayern gebührend gefeiert hatte, begann das Fest am Sonntag mit einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück. Danach stimmte Prediger Philip Römer die Anwesenden auf die folgende Kirchweihpredigt mit den Worten “Bei uns is ordentlich viel Malör passiert, des wird euch jetzt mal präsentiert.” ein. Bevor es aber um die kuriose, lustige und interessante Geschichten aus dem Ort ging, wurde dem amtierenden „El Präsidento” Ernst Nöth mit einem Schluck aus dem bereitstehenden heiligen Gral gehuldigt.

    Dann berichtete der Kirchweihprediger über die Geschehnisse des vergangenen Jahres und stellte gleich zu Beginn fest: „Handl is überall bekannt, jetzt durch das Fernsehen im ganzen Land”. Die Rede war vom Besuch der Landfrauenküche im beschaulichen Steigerwaldort. Zum Glück hat es aber am Ende für die örtliche Teilnehmerin nicht zum ersten Platz gereicht. “Stellt euch mal vor sie hötte gewonnen?! Dann hätte der Wahnsinn seinen Lauf genommen.”, so die Feststellung. „Wohnst in Handl, kannst gut koch und hast den besten Wei, dann kehrn die Leut echt gern bei Dir ei. Doch je berühmter man wird, des is immer ein anstrengender Schritt.” so die Moral von der Geschichte.

    Für einen anderen Handthaler Bürger hatte Philip Römer dagegen folgenden Spruch parat: „Männla, eins müssen wir dir sagen, Bier wegschütten können wir nicht ertragen.” Der Mann hatte nämlich nach seiner Geburstagsfeier den Inhalt seines 30-Liter-Bierfasses auch nach einigen Tagen nicht leer bekommen und daher den Rest heimlich hinter dem Haus ausgegossen. Das wurde aber doch beobachtet. Der Rat der “Handtler Hünd” war daher an ihn: „Wir möchten dich nicht anklagen, beim nächsten Mal kannst du uns gerne fragen”.

    Bevor dann schließlich der neuer „El Präsidento” gekürt wurde, gab es noch eine Überraschung für anderen Handthaler. Neubürger Thorsten Kämmerer wurde nämlich feierlich in die Gruppe der “Handtler Hünd” aufgenommen. Eigens dafür angereist war der „Handtler Bischof” Thomas Bayer, der unter dem Beifall der Zuschauer die feierliche Taufe des neuen “Handtler Hund” übernahm.

    Dem scheidenden „El Präsidento” Ernst Nöth wurden natürlich auch einige Reime in der Kirchweihpredigt gewidmet mit denen sich die Dorfjugend bei ihm für das vergangene Jahr bedankte. „Ernst, es war uns eine Ehre, wir gingen gerne bei dir in die Lehre. Sein Motto is stets frei, Schörli schenkt mer nur in Mäßli ei.“

    Auch wenn die Wahl des nächsten Präsidenten aufgrund der vielen Bewerbungen nicht einfach gewesen sei, so konnte man sich doch am Ende für einen Kandidaten entscheiden der die Kriterien bestens erfüllt, berichtete Philip Römer. Und so fiel die Wahl in diesem Jahr auf Edmund Bayer der mit den Worten „Liebe Leut dud es kund, unser neuer Präsident is - El Edmund” vorgestellt wurde. Er darf die Handtler Hünd nun bis zur nächsten Kirchweih begleiten und dafür sorgen, dass es immer etwas zu trinken gibt, getreu dem Motto “A Handtler Hund darf niemals haben nen trockenen Schlund”.

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