• aktualisiert:

    Handthal

    Ehrenamt steigert die Qualität des Standorts

    Landrat Florian Töpper (links) zeichnete 48 ehrenamtlich engagierte Bürger gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Peter Seifert und Christine Bender (rechts) im Steigerwaldzentrum aus. Foto: Norbert Finster

    Ganz in den Süden des Landkreises hatte Landrat Florian Töpper für den Landkreis Schweinfurt 48 herausragende Ehrenamtliche eingeladen, um ihre Leistung zu würdigen. Im prächtig dekorierten Steigerwaldzentrum bei Handthal erhielten sie Urkunde und Weinpräsente und erlebten einen schönen Abend.

    "Ehrenamtliches Engagement ist unerlässlich für die Standortqualität", sagte Landrat Florian Töpper. Die Würdigung von ehrenamtlich tätigen Menschen dürfe sich nicht in Sonntagsreden erschöpfen, begründete der Landrat den Empfang des Landkreises. Ehrenamtliche Leistung sei ein Geschenk an die Gesellschaft, und durch das Ehrenamt könne man auch sagen, "dass wir heutzutage im sozialen Bereich das Beste haben, was bisher auf deutschem Boden praktiziert wurde."

    Vieles könnte durch bezahlte Arbeit nicht ersetzt werden. Exemplarisch nannte Töpper hier die Feuerwehren. Viel Ehrenamt bleibe auch im Verborgenen, andere Leistungen erstreckten sich über Generationen hinweg. Für die Bürgermeister sei es angesichts der Vielfalt des Ehrenamts kein Leichtes, dem Landrat die Kandidaten für die Ehrung zu nennen. Alle anderen Ehrenamtler, die nicht dabei sind, sollten sich aber keineswegs herabgewürdigt sehen.

    Je nach Größe der Landkreisgemeinden können die Bürgermeister der 29 Landkreisgemeinden dem Landrat einen bis drei Ehrenamtliche mit herausragenden Leistungen vorschlagen. Alle zwei Jahre lädt der Landkreis verdiente Bürger zum Empfang ein. Diesmal begleiteten auch fast alle Gemeindeoberhäupter ihre Geehrten nach Handthal. Den Abend gestaltete die Heimatkapelle Michelau unter Leitung von Marco Wolf mit.

    Die Geehrten und ihre Leistungen

    Dieter Rößner (Hambach): Leitet seit 2015 die Dittelbrunner Nachbarschaftshilfe "Nachbar schafft Hilfe".

    Johannes Krüger (Euerbach): seit 1994 Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Obbach, Leiter des Posaunenchors sowie der evangelischen Jugendgruppe, Mitglied des Arbeitskreises "Unser Dorf im Wandel", organisiert Erzählabende und Sonntagsspaziergänge zur Dorfgeschichte, Gästeführer in Euerbach, Initiator des Friedenswegs, des "Kultur-achters", des kulturhistorischen Rundwegs und des Friedensdenkmals.

    Karl-Heinz Stöcklein (Frankenwinheim): über viele Jahre Schiedsrichter, Jugendleiter, Trainer und Voritzender des SV Frankenwinheim, aktives Mitglied im Gesangsverein Frankenwinheim, für die Gemeinde seit über 35 Jahren im Frankenwinheimer Wald Betreuung von mehr als 120 Vogelhäuschen, seit über 13 Jahren Mesner in der katholischen Kirche, Übernahme von Hausmeistertätigkeiten rund um das Kirchengebäude.

    Otmar Christ (Geldersheim):  seit über 20 Jahre Küster und Verantwortlicher für alles, was rund um die Kirche zu erledigen ist.

    Gisela Erhard (Geldersheim): langjährige Schriftführerin des katholischen Frauenbundes und ehrenamtliche Betreuerin im Altenheim, Lesepatin in der Grundschule Geldersheim.

    Horst Kollinger (Rügshofen): seit 34 Jahren Mitglied bei der Feuerwehr und seit 31 Jahren im Sportverein von Rügshofen, seit 1999 in der erweiterten Vorstandschaft des Sportvereins als Abteilungsleiter Fußball, sorgte für die Verbindung des Vereines mit dem FV Dingolshausen, mit dem eine Spielgemeinschaft besteht, aktive Mitwirkung des Vereins an der Gestaltung des Dorflebens, Organisator des Maibaumfests und des Osterrappelns, Ansprechpartner für die Dorfjugend und maßgeblicher Garant für die Eigenständigkeit des kleinen Sportvereins von Rügshofen.

    Rita Gießübel (Grafenrheindeld):  seit Jahrzehnten im katholischen Frauenbund , seit 30 Jahren in der Vorstandschaft, seit 20 Jahren Schatzmeisterin und seit 24 Jahren Verteilerin der Verbandszeitschriften, 30 Jahre Engagement bei der Seniorenarbeit, Helferin seit unzähligen Jahren im Familienkreis bei der Gestaltung der Blumenteppiche zu Vereinsfesten.

    Herlinde Heinisch (Grafenrheinfeld):  seit 1986 im Schützenverein (Gründungsmitglied), bis heute  Dienst im Wirtschaftsbetrieb, außerdem fünf Jahre Mitglied im Gemeinderat und sechs Jahre als Lesepatin an der Theresia-Gerhardinger-Grundschule, im katholischen Frauenbund und in der Seniorenarbeit in der Vorstandschaft engagiert, ausgebildete Gästeführerin, im Asylhelferkreis als Lesepatin aktiv und Arzthelferin in der medizinische Versorgung im Ankerzentrum der Conn Barracks.

    Dieter Hofmann (Grettstadt): jahrelang im Vorstand im TSV Grettstadt, Unterstützer des wirtschaftlichen Bereichs des Vereins, Entwickler neuer Ideen und Aktionen wie zum Beispiel die Tanzmeisterschaften im Gardetanz, die auch überregionale Teilnehmer nach Grettstadt ziehen, Organisator überregionaler Übungsleiterlehrgänge.

    Rolf Mauder (Grettstadt):  Hat mit der "Kapelle Mauder" seine eigene Musikkapelle gegründet, leitet diese und tritt auf sämtlichen Veranstaltungen, Festen, Geburtstagen, Beerdigungen wie auch Ehrungen auf, Organisator regelmäßiger Wirtshaussingen im Gasthaus Straub, zu denen sangesfreudige Bürger aus dem gesamten Landkreis den Weg nach Grettstadt finden.

    Christina Schömig (Zeilitzheim): von 2010 bis 2013 Weinprinzessin in Zeilitzheim, seit etwa 15 Jahren  in der örtlichen Kirchweihjugend, davon seit über zehn Jahren an vorderster Stelle Organisatorin und Moderatorin der Maibaumfeiern und des Kolpingfaschings, Mitglied im Festausschuss des Sport-Clubs Zeilitzheim und Helferin bei allen Dorffesten.

    Adolf Weissenseel (Stammheim):  seit mehr als zehn Jahren Bastler von Sternen, spendet Erlöse aus dem Verkauf an soziale Einrichtungen, Mitglied im örtlichen Sportverein, seit 1954 Mitglied im Gesangverein und seit 1967 im Musikverein, von 1983 bis 1994 in der Kirchenverwaltung, im Winzerverein  längere Zeit zweiter Vorsitzender und und Mitinitiator der Weinbergswanderung.

    Otmar Haubenreich (Lülsfeld): Seit fast zwei Jahrzehnten Vorstandsmitglied der Lülsfelder Feuerwehr, seit zwölf Jahren im Gemeinderat, erstellt das Lülsfelder Amtsblatt. Seit vielen Jahren Leiter und Darsteller der Laienspielgruppe, zu deren Mitbegründer er auch zählt. Initiator der Stimmungsband "Frankenbläser", seit 36 Jahren Kirchenpfleger und Wallfahrtsleiter.

    Hanne Kranz (Niederwerrn): von 2000 bis 2008 Mitglied im Gemeinderat, zusätzlich aktiv in der SPD-Arbeitsgemeinschaft "60Plus" und dem SPD-Kreisverband, Vorstandsmitglied des VdK Ortsverbands Niederwerrn/Oberwerrn und im Siedlerverein Niederwerrn, engagiert auch im Förderverein - und dort ebenfalls in der Vorstandschaft- in der internationalen Gemeindepartnerschaft mit Ifs/Calvados .

    Edgar Schug (Niederwerrn): Symbolfigur Niederwerrns, Hugo von Trimberg, Mitglied im Eigenheimerverein Niederwerrn und in der Europa-Union Unterfranken, seit 14 Jahren bis vor Kurzem Vorsitzender der CSU-Senioren Schweinfurt-Land , engagiert im Förderkreis für internationale Gemeinde-Partnerschaft (Gründungsmitglieder), Dolmetscher insbesondere den Treffen mit der Partner-Gemeinde Ifs/Calvados dank seiner Französischkenntnisse.

    Alfred Weidinger (Oberwerrn): Mitglied im Pfarrgemeinderat Niederwerrn/Oberwerrn und in der dortigen Indienpartnerschaft Vorsitzender, Mitwirkung bei Sprachkursen, ebenso bei der Integration von Asylbewerbern, tätig auch im Sportverein Oberwerrn und bei gemeindlichen Veranstaltungen, so bei der Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen der Einheitsgemeinde Niederwerrn im Jahr 2018.

    Oswald Geck (Handthal): seit über 50 Jahren aktiv für die Feuerwehr, hält die Tradition der Alarmierung durch das Blasen des Signalhorns aufrecht, 60 Jahre aktiv in der Steigerwaldkapelle, beschildert Wanderwege im Steigerwald und baut Sitzgarnituren für Wanderer.

    Manfred Breitenbach (Pfersdorf): seit vielen Jahren Seniorenbeirat Poppenhausen, organisiert jährlich Senioren-Tagesausflüge, rief den gemeindlichen Seniorenbus ins Leben, initiierte die Einführung der Nachbarschaftshilfe, Informationsveranstaltungen, Seniorenmesse und Rollatoren-Training.

    Erhard Weck (Kronungen): Kirchenpfleger in Kronungen und für die Pfarreiengemeinschaft St. Jakobus der Ältere in Poppenhausen, bis vor kurzem Vorsitzender der Eigenheimervereinigung, einige Jahre Schriftführer bei der Feuerwehr sowie im Vorstand der Kreisgruppe Schweinfurt des BUND, gehörte zur Gründungsinitiative für den Förderverein "Waldorfkindergarten Schweinfurt", begleitet einen blinden Mitbürger auf Spaziergängen in der Natur.

    Elke Lanz (Hirschfeld): Übernahm verschiedene Ämter beim TSV Röthlein, seit 2008 Mitglied des Gemeinderates, seit 2003 Ortsvorsitzende des Sozialverbandes VdK Röthlein und 2003 bis 2014 Beisitzerin im Kreisverband des VdK.

    Gerhard Öchsner (Hirschfeld): seit 2010 Mitglied der Kirchenverwaltung und Mesner und seit 2013 auch Kirchenpfleger, von 2009 bis 2015 Vorsitzender des Feuerwehrvereins Hirschfeld und von 1994 bis 1998 in gleicher Funktion beim Musikverein, zwölf Jahre Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Heidenfeld-Hirschfeld inne, seit 20 Jahren Gerätewart im Gartenbauverein.

    Christina Keicher (Waldsachsen): seit 2006 Schriftführerin im Verein für Gartenbau und Landespflege, zudem seit 2018 als Bereichsvertreterin für die Großgemeinde Schonungen im Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Schweinfurt und dort seit 2019 im Arbeitskreis Jugend, seit 2004 Lektorin in der Pfarrei Waldsachsen und Kommunionhelferin seit 2009, Näherin der Dreikönigsgewänder.

    Reinhard Barth (Schwanfeld): verantwortlich  für den gemeindlichen Häckselplatz, Mitorganisator und Helfer beim alljährlichen Jahrmarkt, führt kleinere Maurer- und Pflasterarbeiten im öffentlichen Bereich aus, Grillen und Stockbrot-Angebot im Museumsbereich.

    Hedwig Seifert (Schwebheim): Seit langem aktiv in der evangelischen Kirchengemeinde in Schwebheim, 1991 Gründungsmitglied und später erste Vorsitzende des ortsgeschichtlichen Arbeitskreises, seit 1996 Gemeinderätin und dort Integrationsbeauftragte.

    Klaus Metzner (Sennfeld): viele Jahre Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes, zudem von 1982 bis 1986 Mitglied im katholischen Pfarrgemeinderat und Kirchenchorleiter, Sprecher des Senioren- und Behindertenbeirats, organisiert Seniorenausflüge und besucht die Sennfelder Bewohner in Pflegeheimen.

    Monika und Edgar Fritz (Oberlauringen): beide aktiv im Schützenverein, Monika Fritz bei der Seniorenbetreuung, Edgar Fritz war vier Jahre erster Sportleiter, zwei Jahre zweiter Schützenmeister und zwölf Jahre erster Schützenmeister (Neubau des Schützenhauses), über viele Jahrzehnte aktiver Feuerwehrmann. Monika Fritz betreut mit weiteren Damen aus Oberlauringen auch die Seniorennachmittage.

    Erich Rößner (Alitzheim): seit 1986 Naturschutzwächter des Landkreises, Durchführung von Ferienspaßveranstaltungen, Vorstandsmitglied in der Dorferneuerung, Grünflächenberater für die Gemeinde und alle privaten Gartenbesitzer, Naturvorträge im Gipsinformationszentrum und an der Volkshochschule Gerolzhofen, Vorsitzender der Bund Naturschutz Ortsgruppe Gerolzhofen, Feldgeschworener.

    Anna Staat (Waigolshausen): seit über 20 Jahren Lektorin in der St.-Valentinus-Kirche und viele Jahre im Pfarrgemeinderat und in der Vorstandschaft des Valentinusvereins, seit 2015 Seniorenbeauftragte der Gemeinde, organisiert die monatlichen Seniorennachmittage und "Tanzen im Sitzen", oft auch "Taxi" für Senioren.

    Robert Weiß (Waigolshausen): Mitbegründer der Tischtennis-Abteilung des TSV Waigolshausen, seit 1986 deren Abteilungsleiter und Jugendleiter von 1985 bis 2013, 28 Jahre Tischtennis-Kreisjugendwart, sechs Jahre als Schriftführer und zwei Jahre zweiter Vorsitzender, seit 2006 Mitglied des Pfarrgemeinderats und Mitglied des Bauausschusses "Neubau Kirche Sankt Jakobus" von 2012 bis 2015, Kommunionhelfer.

    Armin Stühler (Brebersdorf): 26 Jahre Vorsitzender der DJK, aktiv in 800 Fußballspielen, Organisator und Initiator vieler Veranstaltungen und Feste, bei den Eigenheimern von 2008 bis 2018 Schriftführer und seit 2018 Revisor, zehn Jahre stellvertretender Chorleiters im Musik- und Gesangverein, ab 2019 die Chorleiter.

    Josef Schneider (Greßthal): seit 2014 gemeindlicher Jugendbeauftragter und Organisator des Ferienspaßprogramms sowie zahlreicher Vereinsausflüge, Initiator der Aktion "Walking-Bus", bei der die Schüler zur Schule laufen anstatt mit dem Bus gefahren zu werden.

    Kerstin Heil (Rundelshausen): von 2016 bis 2019 zweite Vorsitzende des Musikvereins, wirkt im „Helferkreis Asyl" im Markt Werneck mit, ebenso in der Kirchengemeinde, engagiert bei Dorffesten, im Vereinsleben und in der Pflege öffentlicher Flächen sowie bei der Renovierung der alten Schule und im Kindergartenverein.

    Sonja Popp (Ettleben): Seit 25 Jahren Mitarbeit beim Ferienspaß des Marktes Werneck. Mitglied im Vorstand des St.-Johannesvereins Werneck, im Elternbeirat und im Bayerischen Roten Kreuz Schweinfurt, Mithilfe im Kindergarten Werneck (der Zufahrtsweg im Kindergarten heißt "Sonja´s Allee"), desweiteren Gründungsmitglied der Schulweghelfer, aktive Mitarbeit in der Pfarrgemeinde Werneck, singt im Chor "Sometimes" und in der Musikgruppe "Klangtastisch", betreut und unterstützt Asylbewerber und ist als Tagesmutter tätig.

    Werner Pfriem (Wipfeld):  seit vielen Jahren Betreuer der Zehntgraflaube und des Zehntgrafenweinwegs, pflegt die Streuobstbäume und Waldsäume in den Wipfelder Weinbergen und übernimmt Verantwortung bei der Organisation und Durchführung der Straßenweinfeste, Weinbergswanderungen und Promenadenweinfeste.

    Leon Wintersieg (Ebertshausen): Ministrant und Oberministrant, seit 2012 Mesner, seit 2014 Organist und seit zwei Jahren für die Ministranten der Pfarrei verantwortlich, regte Sie an, "Notfallpredigten" für Wortgottesdienste in der Sakristei zu lagern, falls kurzfristig ein Gottesdienstleiter ausfällt, ebenso vielfältig organisiert in der Feuerwehr.

    Nicht zur Ehrung kommen konnten: Jens Hart (Garstadt), Alois Kämmerer (Dingolshausen), Alfred Markert (Dittelbrunn), Thomas Guck (Euerbach), Anita Rösch, Joachim Tschorn (beide Gerolzhofen), Ricky Ditzel (Michelau), Thomas Eberl, Holger Stumpf (beide Schonungen), Elisabeth Vogt (Werneck) und Rosa Maria Ried (Üchtelhausen).

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!