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    Forst

    Ein Büttendebütant und kleine Punks in der Prunksitzung

    Sie ernteten Lachsalven: Die feine Dame Kerstin Keller (links) und Bauersfrau Gerhard Zängerlein beim Schminken.
    Sie ernteten Lachsalven: Die feine Dame Kerstin Keller (links) und Bauersfrau Gerhard Zängerlein beim Schminken. Foto: Rita Steger-Frühwacht

    "Mit der Jugend an der Angel, spürt man keinen Nachwuchsmangel". So ein launiger Reim von Alexander Tollkühn, der als Sitzungspräsident das Narrenschiff der Forster Karnevalsgesellschaft Prunksitzung mit lustigen oder auch zum Nachdenken anregenden Verse mit der Schlussfolgerung "Soweit warn mer noch nie" navigierte. Mit Recht konnte er auf die zahlreichen jugendlichen Akteure hinweisen, die beim Forster Fasching als Büttenredner oder in den Tanzformationen auftraten. Die Große Garde eröffnete die Sitzung mit einem Marschtanz und die Kleine Garde zeigte nach der Pause ihr tänzerisches Können.

    Der erst zehnjährige Büttendebütant Anton Dusel frotzelte als Heinz Erhard: "Es ist leicht, den Mund zu halten". Unterstützt wurde er bei seinem Auftritt von Justin Hümpfer. Einen der größten Disney-Erfolge brachte die Purzelgarde mit dem Tanz "Die Schöne und das Biest" auf die Bühne des Pfarrheims. In flottem Tempo präsentierten die beiden Tanzmariechen Jana Spörlein und Lilly Sachs zu Marschklängen Spagat und Räderschlagen. Die Jugendgruppe Wirbelwind rockte als Punks mit grellbunt gefärbten Haaren in fetziger Kleidung den Saal mit den Hits "We will rock you" und "Radio Ga Ga" der Kultband Queen.

    Jedes Jahr sind die Showtänze bei der Forster Karnevalsgesellschaft eine Augenweide und zeigen facettenreich das Dorfleben. So kamen die Damen der Showtanzgruppe Pfarrsaalperlen als Einbrecher in das Pfarrheim, mussten sich dann aber als Putzfrauen enttarnen, die auch die Notfälle in der Herrentoilette zu beseitigen hatten. Stilecht in Dirndl und Lederhose gekleidet nahm das Dreamteam die Narren zu einem Kirchweihfest mit.

    Zu fränkischen Rundtänzen aber auch zu "Hulapalu" von Andreas Gabalier legten die fünf Tanzpaare eine kesse Sohle aufs Parkett. Die zehn Mädels der Großen Garde schickten Jasmine Howe und Sarah Werner im lässigen Army-Look zum Showtanz Militär auf die Bühne. Die Stimmung im Saal zum Kochen brachte das Männerballett mit einem Charlestontanz zu "Moulin Rouge", "Hit the road jack" und "Everybody needs somebody".

    In die Bütt stieg Alexander Klusch als Mönch und verkündete, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel aufhören wolle. Das kostenlose Verteilen von Kondomen verkündete er als News aus Frankreich. Mächtig über die Männer zog Doris Schneider als Forscherin her. Schnarchende Ehemänner nahm sie ebenso aufs Korn, wie Männer, deren Figur nicht ganz den Idealen der Bodybuilder entspricht.

    Probleme mit den Frühlingsgefühlen ihres Mannes hatte Ursula (Horst Schubert). Günter Ludwig hatte als Hausmeisterservice sogar bei Trump in USA den Garten in Ordnung gebracht. Günter Ludwig brillierte auch noch als Übersetzer für den Amerikaner Ron Mihalko. Besonders spitzten die Narren die Ohren, als der Gemeindediener alias Gerhard Zängerlein das Dorfgeschehen glossierte.

    Ganz ohne Worte brachten die feine Dame (Kerstin Keller) und die Bäuerin (Gerhard Zängerlein) das närrische Publikum zum Lachen. Denn beide schminkten sich, aber bei der Bäuerin musste Mehl das Puder und Erdbeermarmelade den Lippenstift ersetzen.

    Die nächste Prunksitzung der Forster Karnevalsgesellschaft steigt am Samstag, 9. Februar, um 19 Uhr im Pfarrheim.

    Die Jugendtanzformation Wirbelwind entpuppte sich als Punks.
    Die Jugendtanzformation Wirbelwind entpuppte sich als Punks. Foto: Rita Steger-Frühwacht
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