• aktualisiert:

    Werneck

    Ein Maßnahmenplan für jeden Friedhof

    Ettleben zählt zu den Friedhöfen, bei denen die bauliche Umsetzung der geplanten Maßnahmen erst mittelfristig ansteht. Foto: Gerald Gerstner

    13 Friedhöfe gibt es im Markt Werneck. Für jeden einzelnen weist das Friedhofsentwicklungskonzept einen Maßnahmenplan aus, bei dem auch die Bevölkerung der Ortsteile gehört wurde.

    Maßnahmenplan für Werneck (bauliche Umsetzung dringend): Gegenüber der ersten Konzeptvorstellung gibt es kaum Veränderungen. Im Erweiterungsteil wird versucht, die sehr großen Gräber zu verkleinern. Freie Buchten könnten als pflegefreie Erdgräber ausgewiesen werden. Vorgesehen ist auch ein Platz für eine Urnengemeinschaftsanlage. Die Möglichkeit zur Baumbestattung wird im nordwestlichen Mauerdreieck sowie an der östlichen Grenze geschaffen.

    Ein Neubelegungsstopp in den Abteilungen I bis IV soll langfristig eine Umgestaltung im alten Friedhofsteil ermöglichen. Eine zusätzliche Urnenwand wurde 2018 aufgestellt, zwei weitere sind noch möglich. Angelegt wurden auch Fundamente für neue Urnen-Erdgräber. Geprüft wird eine Baumbestattung in der Abteilung II.

    Maßnahmenplan für Schraudenbach (dringend): Trotz der Enge und der starken Belegung wünscht die Bevölkerung keine Erweiterung, sondern eine Entwicklung im Bestand. Auch zusätzliche Erdgräber als Grabkammern sind nicht gewünscht. Stattdessen ist die Bereitschaft da, Gräber nach der Ruhefrist zurückzugeben. Geplant ist jetzt eine Neuanlage von Urnenerdgräbern an der Kirche, in Ecken und auf freien Grabflächen sowie eine Erweiterung der Urnenwand. Die Wege sollen neu gepflastert und die Zufahrt auf der Westseite verbreitert werden. Weil die Wurzeln der erhaltenswerten Linde beim Eingang Stolperstellen verursachen, soll der Bereich neu gestaltet werden, wofür Ledermann zwei Lösungsvarianten vorschlägt, die mit den örtlichen Gemeinderäten besprochen werden.

    Maßnahmenplan für Stettbach (dringend): Dringend erforderlich ist die Erweiterung der Urnen-Erdgräber. Eingeplant sind im neuen Friedhofsteil auch eine Erweiterung der Urnenwand und ein Bereich für Urnensäulen. Bei den großen Grabstätten soll eine Verkleinerung der Beetflächen angegangen werden. Im Friedhofsteil neben der Kirche werden keine neuen Gräber mehr vergeben. Bei der Friedhofsmauer wird ein Baum für Baumbestattungen gepflanzt. Für die Mauer wird eine einfache Absturzsicherung aus Metall gewünscht. Eingeplant sind außerdem die Sanierung der Wege und zwei Sitzbänke.

    Maßnahmenplan für Ettleben (Umsetzung kurzfristig): Für Baumbestattungen bieten sich die großen Bäume westlich der Leichenhalle an. Der Vorplatz der Halle wird verkleinert und sinnvoll gestaltet, die Bodenplatten gegen eine wassergebundene Decke ausgetauscht und die Mauer beim Kriegerdenkmal verkürzt. Pflegefreie Erdgräber sollen im Nordosten angelegt werden. Im alten Friedhofsteil wird nichts verändert, da Grabverkürzungen nicht gewünscht sind. Lediglich ein Durchgang zur Parkanlage wird geschaffen. Doppelstämme sollen zur besseren Entwicklung der Bäume gefällt werden. Angemerkt wurde von Jürgen Niesner die sanierungsbedürftige Deckschicht bei den Wegen.

    Maßnahmenplan für Schnackenwerth (kurzfristig): Im oberen Friedhofsteil werden pflegefreie Erdgräber angeboten und die Urnen-Erdbestattung erweitert. Eine Baumbestattung kann erst im Zuge der geplanten Umgestaltung des Leichenhausplatzes integriert werden. Entstehen soll dann auch eine Pergola mit Sitzplatz. Im alten, sehr gut gestalteten Teil bei der Kirche werden – wie in vielen anderen Friedhöfen – nur die ausgelichteten Thujahecken durch Eiben ersetzt.

    Maßnahmenplan für Eckartshausen (Umsetzung mittelfristig): Eine Rampe für einen barrierefreien Zugang zum Friedhof ist bereits gebaut. Bestandsbäume in der Abteilung zwei bieten die Möglichkeit für Baumbestattungen mit Namen-Stele und Gesteckablage. Vorgesehen sind pflegefreie Erdgräber, die Ergänzung der Urnengräber und wenn möglich Grabverkürzungen. Bei einer Neugestaltung des Vorplatzes der Trauerhalle soll der Asphalt erneuert und der Zugang barrierefrei werden. Neugestaltet werden soll auch das Umfeld des Hochkreuzes.

    Maßnahmenplan für Egenhausen (mittelfristig): Ein barrierefreier Zugang von der Kirche zum alten Friedhof ist bereits umgesetzt. Auf frei gewordenen Gräbern soll eine Urnengemeinschaftanlage entstehen. Geplant sind außerdem einfache Rampen bei den Treppen der Grabreihen und eine Erneuerung der Deckschicht bei den Wegen. Ansonsten wird der Charakter des alten Friedhofs, der mehrfach ausgezeichnet wurde, nicht verändert. Im Erweiterungsteil sollen hinter der Aussegnungshalle Bäume für Baumbestattungen gepflanzt werden. Fundamente für pflegefreie Erdgräber sind schon da ebenso Platz für spätere Urnensäulen. Eine Stolperstufe zwischen den Friedhofsteilen wird beseitigt.

    Maßnahmenplan für Mühlhausen (mittelfristig): Im südlichen Erweiterungsteil gibt es einen schönen Baumbestand für Baumbestattungen. Im Anschluss sind pflegefreie Erdgräber geplant. Geschaffen werden soll eine Urnengemeinschaftsanlage mit Namenstafeln und die Urnen-Erdbestattung erweitert werden. Hinter der Leichenhalle soll eine Zufahrt mit Rasenrampe geschaffen sowie die bestehende Hauptzufahrt verbreitert und die Container umgesetzt werden.

    Maßnahmenplan für Rundelshausen (mittelfristig): Auch beim kleinsten Friedhof im Markt soll Baumbestattung ermöglicht werden ebenso pflegefreie Erdgräber. Kaum Nachfrage gibt es bezüglich einer Urnengemeinschaftanlage. Neu gestaltet wird das Umfeld des Hochkreuzes um es besser zur Geltung zu bringen.

    Maßnahmenplan für Vasbühl (mittelfristig): Die Gräber vor den sanierungsbedürftigen Kreuzwegstationen werden nicht mehr neu belegt, die Erdgräber in der Abteilung I sollen verkürzt werden. Attraktiver gestaltet wird soll der Vorplatz der Leichenhalle. Die Bäume neben der Halle werden für Baumbestattungen genutzt. Angelegt werden pflegefreie Erdgräber, die Urnen-Erdbestattung erweitert und ein Platz für die von den Bürgern nachgefragten Urnenstelen eingeplant. Beim Eingangsbereich sollen Stolperfallen beseitig und eine Rampe zwischen den beiden Friedhofsteilen geschaffen werden. Außerdem soll der obere Friedhofsteil eine neue Zufahrt bekommen. Wunsch von Hans Spahn war eine Solarlampe beim Eingang.

    Maßnahmenplan für Zeuzleben (mittelfristig): Erdbestattungen sollen im alten Friedhofsteil konzentriert und einige pflegefreie Erdgräber geschaffen werden. Ein Belegungsstopps im neuen Teil soll langfristig Umgestaltungen ermöglichen. Geplant ist einer Erweiterung der Urnen-Erdbestattung. Angeboten werden Baumbestattungen neben der Leichenhalle sowie im Anschluss pflegefreie Erdgräber, alternativ Urnengräber oder Urnengemeinschaftsanlagen eingeplant. Gewünscht wird ein fußläufiger Durchgang zwischen den Friedhofsteilen. Der Vorplatz der Leichenhalle wird neu gestaltet.

    Maßnahmenplan für Eßleben (nur kleine Maßnahmen): Momentan gibt es keine freien Flächen für Umgestaltungen oder die Schaffung von Baumbestattungen. Deshalb sollen zunächst im westlichen Friedhofsteil bei den Reihen acht bis elf keine Neuvergabe von Gräbern mehr erfolgen. Um Platz für weitere Urnengemeinschaftsanlagen zu bekommen unterbleiben im östlichen Teil Neuvergaben neben frei gewordenen Gräbern. Eingeplant ist eine Erweiterung der Urnen-Erdbestattung. Im Anschluss daran werden pflegefreie Erdgräber angeboten. Eine neue Urnengemeinschaftsanlage könnte auf den Grabstätten 94 bis 97 angelegt werden. Wunsch der Bevölkerung war ein Vordach bei der Leichenhalle.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!