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    SCHONUNGEN

    Ein Zuhause für unsere Vögel

    Weithin war das Hämmern der Kinder beim Ferienspaß „Nistkastenbau” zu hören. Foto: Rita Steger-Frühwacht

    Lautes Hämmern dringt aus dem Werkraum des Förderzentrums der Lebenshilfe in der Schonunger Bachstraße. Zwölf Kinder montieren unter Anleitung von Betreuern die vorgefertigten Teile eines Dreieckskastens zusammen, um den Nistkasten später mit nach Hause nehmen zu können. So soll den heimischen Vögeln in den Schonunger Gärten Zuhause zum Nisten gegeben werden. Eingeladen zu dieser Aktion im Rahmen des gemeindlichen Ferienspaßes hatte der Verein für Gartenbau und Landespflege in Zusammenarbeit mit dem Schweinfurter Vogelschutzverein.

    „Wir wollen etwas für die Kinder anbieten und sie gleichzeitig an die Natur heranführen“, erklärt Vorsitzender Rene Dietlein. Deshalb entschloss sich der Verein zu dieser Veranstaltung, die Vorstandsmitglied Florian Stark angeregt hat.

    Naturschutzbeirat Udo Kossowski informierte zu Beginn über die Brutgewohnheiten der Vögel. Lerche und Enten nannte er als Beispiele für Bodenbrüter. Als Freibrüter stellte er den Buchfink vor, der in einer Astgabel an einem Baum ein Nest manchmal anlegt. Mit Blick auf die Höhlenbrüter wie Spatzen, Kohl- oder Blaumeisen erklärte Kossowski: „Der Wald ist zu gut ausgeputzt, es fehlt an Totholz.“ Die Vögel fänden keine Wohnung mehr in alten abgestorbenen Baumstämmen. Auch Spatzen, die gerne in Dächern von Gebäuden nisten, kommen wegen der guten Abdichtung nicht mehr an solche Nistmöglichkeiten.

    „Das Schöne bei dieser Veranstaltung ist die Zusammenarbeit zwischen zwei Vereinen, dem Vogelschutzverein Schweinfurt und dem Schonunger Verein für Gartenbau und Landespflege“, betont Rene Dietlein. Beide Vereine stellten Betreuer, da das Hämmern, Bohren und Zusammensetzen der Einzelteile für einen Nistkasten von den erst sechs- bis zwölfjährigen Kindern viel Geschick erforderte. Die vorgefertigten Bausätze stellte der Vogelschutzverein zur Verfügung und die Kosten dafür übernahm der Schonunger Verein.

    Zufriedene Gesichter gab es bei den Betreuern und allen teilnehmenden Kindern als diese stolz ihre Nistkästen mit nach Hause nehmen durften um sie im elterlichen Garten aufzuhängen.

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