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    Sennfeld

    Eine halbe Million Euro für Containerlösung

    Schräg gegenüber des Spielplatzes im Rempertshag sollen auf vier Grundstücken der Gemeinde während der Bauzeit des evangelischen Kindergartens die Container für die Kinder aufgestellt werden.
    Schräg gegenüber des Spielplatzes im Rempertshag sollen auf vier Grundstücken der Gemeinde während der Bauzeit des evangelischen Kindergartens die Container für die Kinder aufgestellt werden. Foto: Silvia Eidel

    Ab Herbst wird die evangelische Kindertagesstätte in Sennfeld abgerissen und neu gebaut. In der Bauphase müssen die Kinder an einem anderenn Ort betreut werden. Für eine Containerlösung, für die der Evangelische Gemeindeverein Sennfeld bei der Gemeinde bereits einen Zuschussantrag stellte, muss die Kommune tief in die Tasche greifen. Einen Zuschuss von 90 Prozent für den Kauf der Container hatte der Kindergartenträgerverein bei der Gemeinde beantragt. Der Gemeinderat beschloss, analog zur Förderung des katholischen Kindergartens 80 Prozent zu fördern.

    Wenn Regel- und Kleinkinder in Containern untergebracht werden sollen, so Bürgermeister Oliver Schulze in der Gemeinderatssitzung, dann betragen die Kosten der Unterkünfte 627 130 Euro. Hinzu kämen noch Erschließungskosten von etwa 80 000 Euro. Von den 707 130 Euro Gesamtkosten gewährte der Gemeinderat dem Evangelischen Gemeindeverein 565 704 Euro Zuschuss.

    Wenn die Kinder dann in ihren neuen Kindergarten umgezogen sind, muss der Trägerverein die Container in Zusammenarbeit und mit Zustimmung der Gemeinde wieder verkaufen. Vom Erlös bekommt die Gemeinde 80 Prozent zurück.

    Container kommen ins Baugebiet Rempertshag

    Aufgestellt werden die Container schräg gegenüber des Spielplatzes im Baugebiet Rempertshag. Die Gemeinde stellt dem Verein die Grundstücke dort kostenfrei zur Verfügung. Warum jetzt auch für die Kleinkinder eine Containerlösung geplant sei, fragte Gemeinderätin Janka Wozny nach. Wie Schulze erklärte, sollten die Krippenkinder während der Bauphase eigentlich im alten Gebäude bleiben. Etliche Eltern seien allerdings auf ihn zugekommen und baten um eine Verlegung. Entscheiden müsse darüber allerdings der Bauherr, der Evangelische Gemeindeverein.

    Angesichts der Corona-Krise müsse man künftig mehr aufs Geld schauen, wandte Peter Knieß ein und fragte nach, ob nicht die Container an der Dachsgrube für die Kita-Kinder genutzt und die dortige Schulkindbetreuung zurück ins Schulgebäude verlagert werden könnte. Schon wegen der steigenden Betreuungszahlen der Schulkinder reiche dort aber der Platz nicht, so der Bürgermeister. Der Containerkauf sei notwendig, aber nur temporär.

    Schulze informierte die Gemeinderäte auch, dass die Wasserentnahme am See fertiggestellt und die Einfahrt mit Rasengittersteinen bestückt ist.

    Er gab die Anregung der nicht anwesenden Grünen-Fraktionsvorsitzenden Helga Jurisch weiter, dass sich die Sennfelder am Freitag, 28. März, zwischen 20.30 und 21.30 Uhr an der weltweiten Aktion "Earth Hour" beteiligen sollen. Dabei wird als Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz für eine Stunde lang das Licht ausgeschaltet.

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