• aktualisiert:

    Oberschwarzach

    Eiserne Hochzeit im Hause Barth

    Gemeinsam mit ihrer großen Familie feierten Frieda und Franz Barth ihre Eiserne Hochzeit Foto: Gudrun Theuerer

    So wie es einst Wencke Myhre sang, so lernten sich auch Frieda und Franz Barth kennen: "Ich stand im Tor und sie dahinter" so beschreibt es der Jubilar mit einem Schmunzeln, wenn er von dieser ersten Begegnung spricht. Er spielte damals als 18-jähriger im Tor des neu gegründeten Vereins "Sportfreunde Kolping Oberschwarzach", später dann DJK Oberschwarzach. Franz Barth, der nach dem Krieg aus seiner Heimat, dem Egerland im heutigen Tschechien, vertrieben worden war, und zu dieser Zeit mit seiner Familie in Wiebelsberg wohnte, verguckte sich nach immerwährenden Begegnungen am Sportplatz in die Tochter der Eheleute Baptist und Babette Weiniger aus Oberschwarzach. Nur wenige Jahre nach ihrem ersten Kennenlernen heirateten sie im November 1954. Und nach nun 65 Jahren konnten die rüstigen Jubilare nun ihre Eiserne Hochzeit feiern.

    Das Paar wohnte mit Friedas Familie in Oberschwarzach bis der Jubilar, der Buchdrucker gelernt hatte, die Chance erhielt, in der Haßfurter Druckerei zu arbeiten. Zuvor hatte er schon in verschiedenen anderen Druckereien gearbeitet. Die zu der Zeit schon vergrößerte Familie bekam durch den Einsatz des Druckerei-Inhabers eine Wohnung in Haßfurt. Diese konnte aber nur ein Jahr genutzt werden, denn aufgrund des Unfalltods von Friedas Bruder zog die Familie wieder zurück nach Oberschwarzach zu Friedas Eltern.

    In Oberschwarzach wurden beide nun aktiv. Franz stieg wieder bei der DJK ein und besetzte in der Folgezeit verschiedene Posten. Unter anderem war er acht Jahre lang erster Vorstand. Auch die Jubilarin war in der DJK aktiv. Ihre Tätigkeitsfelder lagen in der Frauengymnastik und der Sauna. 18 Jahre lang war Franz Barth im Gemeinderat aktiv und in weiteren gemeindlichen Institutionen. Bei all ihren ehrenamtlichen Engagement waren die beiden immer für ihre Kinderschar, die erheblich gewachsen war, da.

    Nach all den Jahren sind nach den Kindern nun auch die 16 Enkel und sieben Urenkel nicht aus den Augen zu verlieren. So sammelte sich zur Feier eine große Schar um die Jubilare. Auch die Ebrach-Großgressinger Musikanten waren für ein Ständchen gekommen, als Dirigent dabei ihr Sohn Manfred.

    Seit dem Ruhestand genießen die beiden ihren großen Garten mit Bäumen, Rebstöcken und Pflanzen wo Frieda Barth mit ihren grünen Daumen ein wahres Gartenparadies geschaffen hat. Außerdem geht das Paar gerne auf Reisen. So auch gemeinsam mit den Enkelkinder, mit denen sie bereits im Bayerischen Wald und in Thüringen gewesen sind. Beide Reisen waren Geschenke zum jeweils 85. Geburtstag. Natürlich ist auch die nächste Reise schon geplant. Und wie der Jubilar sagt: "Altershalber könnten wir schon noch einiges erleben. Der Herr im Himmel muss uns nur weiterhin gut gesonnen sein!"

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!