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    Erinnerung an ausgewählte Dichterinnen

    Polarlichter und Mitternachtssonne, stille Wälder und glasklare Seen, magisches Winterwunderland in Lappland: Die finnisch-deutsche Journalistin Tarja Prüss zeigt ihr ganz persönliches Finnland. Foto: Tarja Prüss
    Ausgewählte Dichterinnen

    Sa., 1. Juni, 19.30 Uhr Zum Abschluss der dreiteiligen Sonderausstellung unter dem Titel „Sappho in Deutschland – Deutsche Frauen der Feder“ wird in Wort und Lied nochmals an ausgewählte Dichterinnen erinnert: Sophie von La Roche, Annette von Droste-Hülshoff, Bettina von Arnim, Johanna Schopenhauer und Sybille Schwarz. Bekannte und weniger bekannte Namen von Frauen, die sich mutig gegen Traditionen und Konventionen stellten. Hans Driesel rezitiert aus Werken der zum Teil streitbaren Dichterinnen, kommentiert und erzählt Geschichten und Anekdoten. Erna Rauscher und Jutta Müller-Vornehm stellen Vertonungen von Ludwig van Beethoven, Carl Maria von Weber, Franz Schubert und Wolfgang Rihm nach Gedichten von Sophie Mereau, Marianne von Willemer, Helmine von Chezy, Karoline Pichler und Karoline von Günderrode vor.

    Sauna, Salmiak und Sisu

    Do., 6. Juni, 17 Uhr

    Finnland? Das ist doch da ganz im Norden, wo die Winter dunkel und kalt, die Sommer dafür kühl und mückenverseucht sind. Und die Finnen? Die sich im Luftgitarrespielen messen, einem guten Tropfen nie abgeneigt und trotzdem oder gerade deswegen melancholisch und schweigsam sind. Pustekuchen! Die finnisch-deutsche Journalistin Tarja Prüss zeigt ihr ganz persönliches Finnland: Polarlichter und Mitternachtssonne, stille Wälder und glasklare Seen, magisches Winterwunderland in Lappland. Die Autorin mehrerer Finnlandbücher gibt Einblick in traumhafte Landschaften abseits der Tourismuspfade, aber auch in das vielfältige finnische Kultur- und Alltagsleben. Etwa, was es mit Sauna, Salmiak und Sisu auf sich hat. Tauchen sie ein in das Land der hunderttausend Seen, der magischen Nordlichter und der Menschen mit sympathisch-verrücktem Tiefgang. Tarja Prüss pendelt zwischen Deutschland, Finnland und Österreich. Sie liebt Kaffee, Finnischen Tango und Tretschlitten.

    Ungleiches Brüderpaar

    Do., 13. Juni, 16 Uhr

    Johan Bargum: Nachsommer: Dieses schmale Buch, das in den skandinavischen Schären spielt, hat mehr zu sagen als so manch „dickes“. Es geht um ein ungleiches Brüderpaar, das sich nach vielen Jahren im Sommerhaus der Eltern wieder begegnet, um von der kranken Mutter Abschied zu nehmen. Der jüngere Bruder Carl, immer charmant, sehr selbstbewusst und zielstrebig ist auch ihr Liebling. Olof, der ältere und Erzähler dieser psychologisch fein ausgeleuchteten Familiengeschichte, ist ein Träumer und Zauderer, der sogar die Chance auf seine große Liebe verpasst. In einer sehr präzisen Sprache skizziert der Autor eine eindringliche Natur- und Seelenlandschaft, die lange im Kopf nachwirkt.

    Finn-tastischer Jazz

    Fr., 21. Juni, 19.30 Uhr

    Mitternächtliche Sonne und wochenlange Dunkelheit, strahlend hell und voller Lebensfreude, dämmriger Halbschatten und zarte Melancholie – das eine schwingt bei der sympathischen finnischen Sängerin und Wahlmünchnerin immer schon als Erinnerung im anderen mit. Tuija Komi ist ein Kind dieses großartigen Licht-und-Schatten-Theaters. Sie präsentiert Songs aus ihrer Heimat Finnland und dem Nachbarland Schweden, Eigenkompositionen und Lieder ihrer Lieblingssängerinnen Carol King und Abbey Lincoln. Selbst die stärkste Frau der Welt, der freche Rotkopf Pippi Langstrumpf, kommt zu Wort. Mit leichter Hand und gewaltiger Stimme kann sich Tuija Komi mit Stephan Weiser (Flügel), Peter Cudek (Kontrabass) und Martin Kolb (Schlagzeug, Perkussion) auf eine Band verlassen, die wie ein perfekt aufeinander eingestimmter Klangkörper so sensibel wie selbstbewusst dieser Powerfrau folgt.

    Seelenverwandte Künstler

    Do., 27. Juni, 19.30 Uhr

    Im Jahr 1853 besucht der junge Johannes Brahms Clara und Robert Schumann. Euphorisch stellt Schumann seiner Frau den noch unbekannten Komponisten vor: „Hier sollst du Musik hören, wie du sie noch nie gehört hast.“ Clara ist begeistert. „Da ist wieder einmal einer, wie eigens von Gott gesandt“. Von der ersten Begegnung an verbindet die drei romantischen Künstler eine tiefe Seelenverwandtschaft. Sie inspirieren sich zu Werken von weitreichender Bedeutung und stehen einander in ihren von extremen Höhen und Tiefen gezeichneten Künstlerleben bei. Micael Gelius und Alexander Wagner nähern sich den herausragenden Künstlern und ihren Werken mit großem Einfühlungsvermögen. Drei der bewegendsten Künstlerbiografien des 19. Jahrhunderts werden so lebendig. Der Pianist Micael Gelius und der Schauspieler und Autor Alexander Wagner entwickeln gemeinsam mit der Regisseurin Micaela Czisch seit 2002 einzigartige musikalisch-literarische Programme, in denen Texte und Töne gekonnt verwoben werden.

    Tuija Komi präsentiert Songs aus ihrer Heimat Finnland und dem Nachbarland Schweden, Eigenkompositionen und Lieder ihrer Lieblingssängerinnen Carol King und Abbey Lincoln. Foto: Tuija Komi

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