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    WERNECK

    Erlenweg wird verkehrsberuhigter Bereich

    Vor einem Jahr stand der Erlenweg in der Wernecker Binsen-Siedlung auf dem Prüfstand einer Verkehrsschau. Anlass war der Antrag der Anwohner, den Weg als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen, weil der Durchgangsverkehr (Abkürzung zwischen Waigolshausen und Ettleben) deutlich zugenommen habe. Die Behörden sahen dafür aber keinen Grund, da bei der schmalen Straße ohne Gehsteige nicht mal 30 gefahren werden könne. Eine anschließende Geschwindigkeitsmessung ergab, dass 98,4 Prozent der Fahrzeuge maximal mit Tempo 30 unterwegs waren.

    Der von den Anwohnern daraufhin erneut gestellte Antrag war jetzt Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nach Rücksprache mit Polizei und Landratsamt empfahl die Verwaltung nun die Ausweisung als verkehrsberuhigter Bereich. Als Grund angeführt werden insbesondere Wege gleicher Bauart, die bereits als verkehrsberuhigt ausgeschildert sind. Auch sei aufgrund der örtlichen Gegebenheiten bereits Tempo 30 für die Sicherheit der vielen dort lebenden Kinder zu schnell. Das sah auch der Gemeinderat so, der bei einer Gegenstimme dem Wunsch der Anwohner nachkam.

    Die Errichtung einer baulichen Barriere zur Geschwindigkeitsreduzierung hatte die Vereinsgemeinschaft Eckartshausen an der Gemeindeverbindungsstraße nach Vasbühl auf Höhe des Friedhofeingangs im März letzten Jahren beantragt. Die Ergebnisse einer einsehbaren sowie einer verdeckten Geschwindigkeitsmessung zeigten laut Baumgartl, dass sich der Großteil der Fahrer an die erlaubten 50 Stundenkilometer hält. Abgewartet werden soll nun, ob nach dem in Kürze beginnenden barrierefreien Umbau des Friedhofseingangs noch Handlungsbedarf besteht. Dem schloss sich der Gemeinderat einstimmig an.

    Im Rahmen des Städtebauförderprogramms zur Wernecker Ortskernsanierung hatte der Gemeinderat für zwei Anwesen in der Schönbornstraße und der Meininger Straße Zuschüsse für private Sanierungsmaßnahmen in Aussicht gestellt. Diese betrafen zum einen die Sanierung von Sandsteinsockeln. Hier stimmte der Rat der Auszahlung von 1537 Euro Förderung zu, was 30 Prozent der Gesamtkosten entspricht. Beim zweiten Anwesen wurde die Außenfassade für 21 170 Euro instandgesetzt. Zur Auszahlung kommen aber nicht die üblichen 30 Prozent, sondern nur 2631 Euro. Gewährt wurden nämlich 2012 für andere Arbeiten bereits 9869 Euro Fördermittel. Die Höchstförderung pro Anwesen ist auf 12 500 Euro gedeckelt.

    Im Zuge des Rathaus-Umbaus sind auch Abbrucharbeiten im Keller und im Obergeschoss erforderlich. Dazu zählen laut Baumgartl Deckendurchbrüche und der zeitintensive Abbruch von Betonstützen im Foyer. Als günstigster von zwei Anbietern bekam die Firma Swobada aus Bad Kissingen für 110 815 Euro den Auftrag für die Arbeiten.

    Mehrheitlich folgte der Rat der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses, seitens der Gemeinde keinen Wegehobel anzuschaffen, da der Bauhof hierfür keinen Bedarf sieht. Beantragt hatte die gut 10 000 Euro teure Anschaffung Gemeinderat Jochen Klein. Die Jagd- und Flurbereinigungsgenossenschaften Egenhausen, Schleerieth, Ettleben und Zeuzleben seien bereits mit Wegehobeln ausgestattet, sagte Baumgartl. Im Hinblick auf den Anschaffungswunsch der Jagdgenossenschaft Mühlhausen käme allenfalls eine zehnprozentige Bezuschussung in Erwägung. Bei drei Gegenstimmen befürwortete der Rat, mit den Genossenschaften das weitere Vorgehen abzuklären.

    Grünes Licht gab der Rat für die dringend erforderliche Beschaffung eines neuen Mulchgeräts für circa 65 000 Euro. Es soll das über 20 Jahre alte und stark reparaturbedürftige Gerät im Bauhof ersetzen.

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