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    BERGRHEINFELD

    Erste Ladestation für Elektroautos in Betrieb

    Die erste öffentliche Ladestation für Elektroautos in Bergrheinfeld wurde auf dem gemeindlichen Parkplatz in der Gartens... Foto: Horst Fröhling

    Die erste öffentliche Ladestation für Elektroautos in Bergrheinfeld wurde auf dem gemeindlichen Parkplatz in der Gartenstraße in Betrieb genommen.

    Die Kosten der Anlage betragen 12 000 Euro. Einen Zuschuss in Höhe von 3800 Euro erhält die Gemeinde aus dem Programm „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern“ des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Der gemeindliche Bauhof unter der Regie von Leiter Walter Zeißner sorgte für eine attraktive Gestaltung des Ladeplatzes und für die auffallenden Hinweisschilder „E-Ladestation“ an der Schweinfurter Straße sowie für die eindeutige Beschriftung der dafür vorgesehenen Parkflächen.

    Wie ein Ladevorgang funktioniert, wie die Abrechnung erfolgt und wie hoch die anfallenden Kosten für den „Stromtanker“ sind, erläuterte Marco Keller von der Überlandzentrale Lülsfeld. So dauere der Ladevorgang an dieser Säule zwischen 30 Minuten und einer Stunde bei einer Leistung von 22 kW/h. Abrechnen könne man mit der ÜZ-Kundenkarte sowie wie jeder Kundenkarte anderer Anbieter. Ohne Karte funktioniere dies auch mit einer App.

    Als nächsten Schritt zum Ziel Klimaschutz stehe in den kommenden Jahren die Ausstattung des gemeindlichen Fuhrparkes mit Elektrofahrzeugen an, erklärte Bürgermeister Ulrich Werner. Er freue sich über die Offenheit im Gemeinderat bei dieser zukunftsfähigen Technologie und bei Investitionen in den bisherigen Klimaschutz.

    Die Veränderungen des Klimas mit lang anhaltenden Hitzeperioden, Dürre, Stürmen und Starkregen-Ereignissen seien in diesen Monaten augenscheinlich. Es würden in der Öffentlichkeit viele Vorschläge zur Verbesserung des Klimaschutzes eingebracht. Die Gemeinde sei nach Ansicht des Bürgermeisters Vorbild für ihre Bürger. Die Einrichtung von Ladeinfrastruktur zähle nicht als eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Gemeinde, aber diese solle eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz übernehmen und konkrete Schritte gehen.

    Die Gemeinde Bergrheinfeld habe vergangenen Herbst eine Bioheizkraftanlage für das Areal von Grundschule, Rathaus und Zehnthof in Betrieb genommen hat. Dazu komme eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung auf dem Rathaus, die im März 2018 in Betrieb gegangen ist, erklärte Werner.

    Auf dem Gemeindegebiet Bergrheinfeld mit seinem Ortsteil Garstadt seien im vergangenen Jahr insgesamt 32 900 MWh Strom aus alternativen Anlagen erzeugt worden. Der Gesamtstromverbrauch in der Gemeinde habe bei 14 636 MWh gelegen. Die Erzeugung dieses Stromes setze sich aus Biomasse, Fotovoltaik und Wasserkraft zusammen, so der Bürgermeister.

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