• aktualisiert:

    Herlheim

    Es ist für uns eine Zeit angekommen

    Beim Adventskonzert in der Pfarrkirche erfreute der Gesangverein das Publikum mit seinen Beiträgen. Ebenso der Musikverein (im Hintergrund). Foto: Brigitte Pfister

    Einige besinnliche Stunden erlebten die Besucher des Adventskonzerts in der Pfarrkirche Sankt Jakobus. In dieser Zeit konnten sie befreit durchatmen und die vorweihnachtliche Hektik vergessen. Nicht nur Herlheimer, sondern auch Gäste aus umliegenden Orten waren der Einladung der Herlheimer Musikanten, des Gesangvereins und des Ortskirchenrats gefolgt. Sie wurden mit einem abwechslungsreichen Programm durch verschiedene Musiker- und Sängergruppen sowie mit nachdenklichen Texten belohnt, wofür die Akteure begeisterten Applaus ernteten.

    Mit "Jingle Bell Rock" eröffneten die Herlheimer Musikanten unter Leitung von Erwin Pfister das Programm, ehe Pfarrer Andreas Engert die Anwesenden willkommen hieß. Die drei brennenden Kerzen stehen für das Gehörte in den Gottesdiensten in dieser adventlichen Zeit, so der Geistliche in seinen Begrüßungsworten.

    Gleich darauf begeisterte das Duo Emilia & Hannes (Emilia und Hannes Braun) mit "Bonnie & Clyde", wobei Hannes den Gesang mit dem Keyboard begleitete. Es kann alles gelingen, wenn man wie Bonnie und Clyde zusammenhält, lautete die Aussage dieses lyrischen Songs. Dem folgten "Only you" und später "Can you feel the love tonight", beides Ohrwürmer aus den vergangenen Jahrzehnten.

    Mit den sanften Tönen ihrer Veeh-Harfen begeisterte die Gruppe "Zauberklang" mit Karin Götz, Ingrid Mannl, Helene Rappert, Gertrud Wiesmann und Irmgard Bumm. "Jedes Licht im Advent", "Es ist für uns eine Zeit angekommen", "Trommeljunge" und "Im Stall von Bethlehem leuchtet ein Licht" lauteten die wunderschönen Beiträge bei zwei Auftritten.

    Mit unterschiedlichen, mal temperamentvollen und dann auch wieder ruhigen und gedämpften Musikstücken erfreuten die Musikanten im Verlauf des Konzerts immer wieder die Zuhörer. So bezauberte die "Elisabeth Serenade" mit ihrer eingängigen Melodie die Zuschauer ebenso wie "Any dream will do", mit dem die Musiker sich ins Land der Musicals begaben. Melancholisch wurde es beim populären Weihnachtsklassiker "Last christmas".

    Die Nachwuchsmusikerinnen Emilia Johanni und Ayana Ludwig überzeugten das Publikum bei ihren zwei Auftritten mit ihren Querflöten von ihrem Können. Mit "Gloria in Excelsis Deo", "Hört ihr die Engel singen", "The first noel", "Maria durch ein Dornwald ging" und "Suite" präsentierten sie, teilweise zweistimmig, wohlbekannte, aber auch weniger populäre Weisen.

    Der Chor des Gesangvereins unter Leitung von Norbert Kraus trug mit den ursprünglich aus England und der Slowakei stammenden Liedern "Wind im Olivenzweig" und "Goldenes Blatt vom Himmelsbaum" wunderschöne, weniger bekannte Weihnachtslieder vor. Beim zweiten Auftritt versetzten die Sänger die Besucher mit "Rivers of Babylon" zu den israelitischen Gefangenen an den babylonischen Flüssen, wie Lotte Kraus bei leichtem Hintergrundgesang erklärte. International wurde es auch bei "Joy to the world" ("Freue dich, Welt"), dessen Strophen abwechselnd in englischer und deutscher Sprache dargeboten wurden.

    "Last Unicorn" und "Have yourself a merry little christmas" waren die wunderschönen Beiträge des Trios "Browns and friends". Hannes und Ruth Braun sowie Stephi Hess verstanden es, diese Klassiker aus Zeichentrick und Musical mit ihren Singstimmen, unterstützt durch das Keyboard, dem Publikum sehr stimmungsvoll nahezubringen.

    Durch besinnliche Texte und Gedichte wurde der Adventsnachmittag abgerundet. So lautete die Moral des Textbeitrags von Katharina Graf-Herbig, dass wichtiger als der äußere Schein an Weihnachten das Zusammensein sei. Ähnlich war das Resümee von Bernhard Fratz, der von einem kleinen Wichtel berichtete. Dieser verglich das Benehmen der Menschen in der Adventszeit in der Gegenwart mit dem in der Vergangenheit. Er freute sich, als er eine Familie beobachtete, die sich Zeit füreinander nahm.

    Ehe mit Begleitung der Musikanten das gemeinsame Abschlusslied "Im Advent" erklang, bedankte sich Pfarrer Andreas Englert bei Mitwirkenden und Besuchern und lud zum gemütlichen Beisammensein mit Bewirtung ins Seitenschiff der Kirche ein, was dann auch reichlich genutzt wurde. Extra für die vielen anwesenden Kinder ließen die Musikanten aber zuerst noch "In der Weihnachtsbäckerei" erklingen. Dem folgte mit "Feliz Navidad" eine weitere Zugabe.

    Mit den sanften Tönen ihrer Veeh-Harfen begeisterte die Gruppe "Zauberklang" beim Adventskonzert in der Herlheimer Pfarrkirche. Im Bild: (von links) Gertrud Wiesmann, Irmgard Bumm, Helene Rappert, Ingrid Mannl und Karin Götz. Foto: Brigitte Pfister
    Dass sie ihre Instrumente beherrschen und wunderschöne Melodien spielen können, bewiesen Emilia Johanni (links) und Ayana Ludwig beim Herlheimer Adventskonzert. Foto: Brigitte Pfister

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!