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    Werneck

    Ettleben bekommt Kita: Neubau für vier Gruppen

    Noch steht viel Grün auf dem Bauplatz für den Kindergartenneubau beim Riedleinsweg in Ettleben. Der Gemeinderat gab jetzt grünes Licht für die Kindergartenplanung, die eine viergruppige Einrichtung für 3,7 Millionen Euro Baukosten vorsieht. Foto: Gerald Gerstner

    Das vor zwei Jahren begonnene Projekt Kindergartenneubau Ettleben kommt seiner Umsetzung wieder ein Stück näher. In der jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat der von Architekt Benedikt Gerber vorgestellten Planung zu. Gut 3,7 Millionen Euro soll der viergruppige Neubau mit rund 1000 Quadratmetern an Nutzfläche kosten. Architekt Gerber rechnet sehr schnell mit Baurecht. Wahrscheinlich könne der Bauantrag schon im September beim Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt werden.

    Gebaut wird der Kindergarten auf einem 3900 Quadratmeter großen Baufeld am südlichen Ortsrand am Wegkreuz Riedleinsweg und Brückenweg. Für das gemeindliche Grundstück im Außenbereich musste zunächst ein Bebauungsplan "Am Riedleinsweg" aufgestellt werden, der nach zeitaufwendigen Bauleitplanverfahren mittlerweile rechtskräftig ist. Der eingeschossige Neubau sei auf Höhe der Wege geplant und liege somit 75 Zentimeter über der Hochwasserlinie des rechnerisch ermittelten 100-jährigen Überschwemmungsbereichs der Wern, sagte Gerber.

    Dem Wunsch des kirchlichen Trägers nach einem Inklusionskindergarten geschuldet waren "intensive Gespräche" mit dem Träger, der Caritas, dem Landratsamt und der Gemeinde, sagte Baumgartl. Im Ergebnis wurde ein Konzept gefunden, das mit 630 Quadratmeter Raumprogramm deutlich mehr Fläche vorsieht. Ohne anerkannte Inklusionseinrichtung zu sein, könne so Inklusion wirksam praktiziert werden. Förderfähig seien gemäß dem Summenraumprogramm nur maximal 491 Quadratmeter, sagte Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl.

    Wie Architekt Gerber ausführte, ist der Neubau L-förmig zu den beiden Wegen angeordnet und gliedert sich in zwei nach Süden ausgerichtete Hauptgebäude mit dazwischenliegenden Verbindungsbauten. Geplant sind zwei Regelgruppen mit insgesamt 50 Plätzen und zwei Krippengruppen mit zusammen 24 Plätzen. Zum Raumprogramm zählen Ruheräume und ein Kinderwagenraum für die Krippe, ein zentraler Mehrzweckraum, Speiseraum und Küche, ein Intensivraum, ein Personal- und Leiterinnenzimmer sowie ein Lagerraum.

    Zugrunde gelegt hat das Architekturbüro mit Blick auf die angespannte Lage im Baugewerbe großzügig gerechnete Mittelwerts-Preise aktueller Ausschreibungsergebnisse. In den 3,7 Millionen Euro Baukosten enthalten sind die Außenanlagen inklusive Spielgeräte und die erforderlichen Parkplätze. Hinzu kommt aber die Erschließung des Baugrundstücks mit Kanal und Wasser bis hin zu Strom. Da dies nicht Teil der Planung ist, konnte Gerber auf Nachfrage keine Kosten nennen.

    Gerechnet wird mit zirka 1,66 Millionen Euro staatlicher Förderung. In Anspruch nehmen will die Gemeinde aber zusätzlich ein Sonderförderprogramm für neu geschaffene Gruppen, sie will so weitere 400 000 Euro Zuschuss bekommen. "Förderanträge müssen allerdings bis Ende August vollständig eingereicht sein", sagte Baumgartl.

    Das einstimmige Bau-Votum des Gemeinderates gilt auch für den Fall, dass die Diözese einen Zuschuss in Höhe von 650 000 Euro versagen sollte. Einen Förderantrag hat die örtliche Kirchenverwaltung gestellt. Aufgrund des verkündeten Baumoratoriums der Diözese würden derzeit aber alle mündlichen Förderzusagen in Frage stehen, machten Baumgartl und Gerber deutlich.

    In einem weiteren Beschluss erkannte der Gemeinderat für den Kindergartenneubau 24 Krippenplätze und 50 Kindergartenplätze als bedarfsnotwendig an. Besucht wird die eingruppige Einrichtung aktuell von 21 Regelkindern und 14 Kindern unter drei Jahren, die mit einer Zweifach-Belegung gerechnet werden. Eine Sondergenehmigung des Jugendamtes über 40 Plätze soll für die Bauzeit noch einmal verlängert werden, so Baumgartl.

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