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    Schweinfurt

    Eurobike erneut mit Sram, erstmals mit Pexco und ohne Winora

    An vier Tagen hatte die Eurobike am Bodensee 60 000 Besucher aus 99 Ländern. Ganz groß trat der Neuling Pexco aus Schweinfurt auf. Sram gewann den begehrten Gold Award.
    Gleich beim ersten Mal auf der Eurobike zählte Pexco mit den zwei Ständen für die Marken R. Raymon und Husqvarna Bicycles zu den ganz großen Ausstellern. Foto: Gerd Landgraf

    Zwei der größten und meist besuchten Stände auf der weltweit wichtigsten Fahrrradmesse Eurobike in Friedrichshafen (4. bis 7. September) stellten die Firmen Sram und Pexco aus Schweinfurt. Die Messeleitung hatte den Entwickler der innovativsten Schaltungen aus der Romstraße im Gewerbegebiet Maintal bereits in den Vorankündigungen zum "besten Beispiel für die Digitalisierung in der Fahrradtechnik" und Pexco (Rudolf-Diesel-Straße 35) mit den Marken Husqvarna Bicycles sowie R. Raymon zu dem Namhaftesten unter den 150 neuen der insgesamt 1400 Aussteller aus 60 Ländern gekürt. Nach vielen Jahren erstmals nicht dabei war der Sennfelder Fahrradhersteller Winora, der seine Modelle für das Jahr 2020 bereits Ende Juli bei einer Hausmesse in Mainz präsentiert hatte.     

    Sram Vorreiter bei der Digitalisierung

    Sram konnte den Bodensee heuer mit einer begehrten Auszeichnung verlassen, dem Gold Award der Messe. Die 50 Frauen und Männer am Messestand waren an den vier Tagen dauernd gefragt. Fachhändler und Publikum interessierten sich vor allem für die funkgesteuerten Schaltungen am Renn-, Gravel- und Mountainbike, an deren Vorbauten die Kabel für den Antrieb verschwunden sind. Auch ist mit der Sram AXS-Technologie die Digitalisierung in der Fahradtechnik im vollen Umfang angekommen. Laut Messeleitung habe Sram mit der Signalübertragung zwischen den Fahrradkomponenten (etwa Federung, Schaltung, Motor) in der Branche eine neue Ära eingeleitet.   

    Per Smartphone und App lässt sich die Schaltung von Sram individuell einstellen. Foto: Gerd Landgraf

    Die AXS-Technologie erlaubt dem Fahrer, aber auch den Fahrern individuelle Einstellungen bei den Fahrradkomponenten. Genutzt wird die Technik in erster Linie bei den Schaltungen, die sich auf den Fahrer und auf dessen Vorlieben abstimmen lassen. 

    Aus dem Konzern mitgebracht hatte Sram zudem die ersten Zipp-Laufräder für das Mountainbike. Wie beim Rennrad ist Carbon das Material für Laufräder, die erst ab einem vierstelligen Euro-Betrag zu haben sind. Mit Verbesserungen in Detail bei Federungen, Sattelstützen, Gabeln und Dämpfern untermauerte RockShox aus der Sram Corporation den Anspruch auf die Rolle des Weltmarktführers. Passend zu den höchsten Ansprüchen liefert Sram Scheibenbremsen mit bis zu vier Kolben.  

    Pexco mit zwei Marken

    Das erst zwei Jahre alte Unternehmen Pexco der Unternehmerfamilien Puello und Pierer glänzte mit einem Vollsortiment der Marke R. Raymon, bei dem Wert auf das traditionelle Fahrrad, also auf Räder ohne Motor, gelegt wird. Das Angebot stand gleichberechtigt neben dem motorisierten Varianten. Neben den technischen Details, darunter die neuen Yamaha-Motoren, die es in drei Varianten für alle Sparten gibt, und die aus Geländeneigung, Trittgeschwindigkeit, Trittstärke und Geschwindigkeit die jeweils nötige Kraft aus dem Akku ziehen, konnte R. Raymon bei den Händlern durch viel Farbe am Bike und eine attraktive Preisgestaltung punkten.     

    Nach nur zwei Jahren ist Husqvarna Bicycles auch international angekommen. Foto: Gerd Landgraf

    "Auch mit Husqvarna Bicycles sind wir in kürzester Zeit angekommen und international etabliert", freute sich in Friedrichshafen Produktmanager Florian Niklaus. Husqvarna deckt ebenfalls das ganze Spektrum der Fahrradtypen – für das Gelände wie für den Straßenverkehr – ab, allerdings ausschließlich mit motorisierten Modellen. Versprochen sind "keine Kompromisse bei Leistung und Sicherheit und doch bezahlbare Preise".  

    Der 3,5 Kilogramm leichte Sachs RS 925 gehört mit 112 Newtonmeter zu den stärksten Fahrradmotoren.  Foto: Gerd Landgraf

    Nur der Name kommt aus Schweinfurt

    Fast magisch angezogen war das Publikum bei einem weiteren Stand, bei dem jedoch nur der Name aus Schweinfurt stammt: die "Sachs Micro Mobility" von ZF. Deren Motor ist mit 112 Newtonmeter ein wahres Drehmomentwunder. Auf großes Interesse stieß zudem das Sachs ABS-System für das Fahrrad. 

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