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    Schweinfurt

    Europäische Mobilitätswoche im Herbst auch in Schweinfurt

    Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche, die vom 16. bis 22. September auch in Schweinfurt stattfindet, kann man auch Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride ausprobieren. Foto: Patrick Pleul

    Die Bedeutung von Klimaschutz, regenerativen Energien und E-Mobilität ist in der Bevölkerung angekommen, das sieht man nicht nur an den Wahlergebnissen der Grünen. Doch die Einsicht, dass der Mensch mitschuld an der Erwärmung der Erde ist, und die Erkenntnis, was man persönlich in Sachen Klimaschutz tun kann, hat auch damit zu tun, ob man positive Beispiele geboten bekommt.

    Vom 16. bis 22. September wird das zum ersten Mal in Schweinfurt so sein. Manfred Röder und seine Frau Elisabeth Krempl organisieren mit vielen weiteren Mitstreitern der Agenda-Gruppen die Europäische Mobilitätswoche in Schweinfurt. Bisher gab es das nur in Würzburg, ansonsten hat sich noch keine andere unterfränkische Kommune an dem seit 2002 europaweit stattfindenden Konzept beteiligt.

    Die vielfältigen Möglichkeiten klimafreundlich mobil zu sein

    Röder jedenfalls ist Feuer und Flamme für das Projekt. Die erst Anfang des Jahres gegründete Agenda-Gruppe "klimafreundlich mobil", wolle auf die Menschen zugehen und zeigen, welche Möglichkeiten es gibt für nachhaltige Mobilität, so Röder. Der frühere Ingenieur bei ZF arbeitete viele Jahrzehnte an Hybridtechnologien für Fahrzeuge und geht mit gutem Beispiel voran: Er hat auf seinem Haus eine Photovoltaik-Anlage, die genügend Strom für sein Fahrzeug mit Plug-in-Hybrid-Motor liefert. So fährt er in der Stadt emmissionsfrei nur elektrisch angetrieben, "wir kommen überall klar."

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    Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche werden laut einer Mitteilung des Bundesumweltamtes "innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben: So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr durchgeführt." Kommunen würden so ihren Bürgern "zeigen, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann." Die Kampagne gibt es seit 17 Jahren, europaweit nehmen laut Manfred Röder 4000 Kommunen teil.

    Vielfältiges Programm vor allem am 22. September geboten

    Das Potenzial in Schweinfurt für klimaneutrale Mobilität ist wie im ganzen Land groß. Röder hat die Zulassungszahlen zum 1. Januar für die Stadt: Demnach gab es da 40 494 Fahrzeuge. Darunter waren 92 reine Elektrofahrzeuge und 81 Plug-in-Hybrid-Autos. Im Bundesschnitt steht die Stadt damit sehr gut da, im Ganzen betrachtet sieht man aber, wie viel noch zu tun ist.

    Der Busbahnhof am Roßmarkt ist das zentrale Drehkreuz in Schweinfurt für den öffentlichen Personennahverkehr. Foto: Anand Anders

    Die Schweinfurter Stadtverwaltung ist mit Klimaschutzmanagerin Astrid Köhler sehr angetan von der Planung. Ab dem 16. September gibt es zunächst zahlreiche Fachvorträge und Filme zum Thema nachhaltige Mobilität und Klimaschutz. Außerdem hat Röder eine Podiumsdiskussion am 19. September ab 19.30 Uhr in der Rathausdiele organisiert, an der ZF-Standortleiter Hans-Jürgen Schneider, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, die Klimaschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Anja Weisgerber und Hans Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group, teilnehmen.

    Schon ab dem 9. September ist im Alten Rathaus eine Wanderausstellung von Bayern Innovativ zum Thema Elektromobilität zu sehen. Höhepunkt der Mobilitätswoche ist der Sonntag, 22. September. Dann gibt es auf dem Marktplatz in Schweinfurt ein ganztägiges Programm: Elektroauto-Hersteller stellen ihre Fahrzeuge aus, die man Probe fahren kann, es gibt einen E-Scooter-Testparcours, einen Mobilitäts-Parcours für Kinder und Jugendliche, eine Radler-Sternfahrt, eine Ausstellung von Fahrrädern, E-Bikes und Lastenrädern, aber auch jede Menge Beratungsangebote und Infostände vom städtischen Klimaschutzkonzept über das Radwegekonzept bis zu den Agenda-Gruppen oder den Stadtwerken, die ihre E-Ladesäulen und den ÖPNV vorstellen.

    Außerdem gibt es ein Preisrätsel mit hochwertigen Preisen, darunter eine mehrtägige Fahrradreise im Wert von 1000 Euro als Hauptpreis. Für Speis und Trank ist gesorgt. "Wir hoffen natürlich, dass es sich dauerhaft etabliert", so Manfred Röder, der auch darauf hinweist, dass die Veranstaltung als klimaneutrale Veranstaltung konzipiert ist. Das heißt, man wird den CO2-Fußabdruck ausrechnen und entsprechend kompensieren.

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