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    Röthlein

    Eventmanager will Bürgermeister werden

    Bernd Wehner aus Röthlein möchte neuer Rathauschef werden. Foto: Peter Leutsch

    2020 wird auch in Röthlein ein neuer Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Albrecht Hofmann tritt nicht mehr an. Die CSU hat bereits den Hirschfelder Peter Gehring nominiert. In der Abstimmung unterlag Bernd Wehner, der nun über die Freie Bürgerliste (FBL) des amtierenden Bürgermeisters antreten möchte.

    Wehner ist Quereinsteiger, hat kommunalpolitisch noch keine Erfahrungen. Das sei nicht unbedingt ein Nachteil, findet der Röthleiner; vielmehr könne er unabhängig vom Parteibuch agieren und den Herausforderungen des Amtes unbefangen begegnen. Momentan stellt der Berufsmusiker ein Wahlkampfteam zusammen, die Nominierungsveranstaltung ist Mitte September geplant. Dann will er auch die Gemeinderatsliste der FBL präsentieren.

    Was reizt Wehner am Bürgermeisterposten? Er möchte etwas bewegen, gemeinsam mit Gemeinderat und Bürgern zukunftsfähige Ideen für die Großgemeinde voranbringen. Als Musikproduzent und Eventmanager liegt dem studierten Grundschullehrer das Organisieren und Krisenmanagement im Blut. Das hat er auch als einer der gerade erst wiedergewählten Vorstände des TSV Röthleins bewiesen, die 2017 die Vereinsauflösung verhindert haben.

    Was will Wehner als Bürgermeister bewegen? Die demografische Entwicklung ist ihm ein wichtiges Anliegen. Ganz oben auf der Agenda stehen die Schaffung von seniorengerechtem Wohnraum und einer Kurzzeitpflegeeinrichtung; das fehle in der Großgemeinde ebenso wie adäquate Angebote für die Jugend. Hier möchte Wehner engeren Kontakt pflegen, gerne auch mit regelmäßigen Jugendbürgerversammlungen oder einem Jugendgremium. Sein Augenmerk richtet sich auch auf die großgemeindlichen Neubürger, über 400 waren es 2018. Vorstellen könnte sich Wehner eine Art Begrüßungstreffen, gerne gemeinsam mit einem neuen, gemeindeteilübergreifenden Vereinsring, um das "Einleben" zu erleichtern.

    Das gemeinschaftliche Miteinander ist für Wehner essentiell. Er sieht die Großgemeinde als "Ganzes" und möchte im Falle seiner Wahl die "vielen Potentiale aus allen drei Ortsteilen nutzen und verknüpfen". Nach erfolgreicher Nominierung plant Wehner eine "Zuhör-Tour" in allen drei Ortsteilen, um sich ein Bild davon zu machen, wo in der Großgemeinde der "Schuh drückt".

    Wehner ist 57 Jahre alt, verheiratet und lebt seit 1986 in Röthlein.

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