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    Donnersdorf

    Fachkräftemangel und ausufernde Bürokratie

    Landrat Florian Töpper und weitere Experten waren zu Besuch bei der IPM Industrieprodukte Meißner GmbH. Es ging um die aktuellen Sorgen eines mittelständischen Unternehmens.
    Bei der Führung durch die Produktionshalle von IPM: (von links) Geschäftsführer Winfried Meißner mit seinen Söhnen Stefan und Andreas Meißner, Simon Suffa (IHK Würzburg-Schweinfurt), Frank Deubner (Wirtschaftsförderung), Gerhard Barthel (Agentur für Arbeit), der Donnersdorfer Bürgermeister Klaus Schenk, Landrat Florian Töpper, Christian Frank (Abteilungsleiter Zentrales im Landratsamt) und Thomas Stelzer (Agentur für Arbeit).
    Bei der Führung durch die Produktionshalle von IPM: (von links) Geschäftsführer Winfried Meißner mit seinen Söhnen Stefan und Andreas Meißner, Simon Suffa (IHK Würzburg-Schweinfurt), Frank Deubner (Wirtschaftsförderung), Gerhard Barthel (Agentur für Arbeit), der Donnersdorfer Bürgermeister Klaus Schenk, Landrat Florian Töpper, Christian Frank (Abteilungsleiter Zentrales im Landratsamt) und Thomas Stelzer (Agentur für Arbeit). Foto: Johannes Vogt

    Vierteljährlich besucht Landrat Florian Töpper regionale Unternehmen, um sich vor Ort ein Bild von den Sorgen und Problemen der kleinen und mittelständischen Arbeitgeber des Landkreises zu machen. Dieser Tage besuchte er, zusammen mit hochrangigen Vertretern verschiedener Gremien, die Firma IPM Industrieprodukte Meißner GmbH in Donnersdorf. Neben mehreren Mitarbeitern des Landratsamtes und Bürgermeister Klaus Schenk waren auch die IHK und die Agentur für Arbeit vertreten. In dem dreistündigen Treffen stand neben der Vorstellung des Unternehmens mit Besichtigung der Fertigungshalle der direkte Austausch mit den Unternehmern im Mittelpunkt.

    Geschäftsführer Winfried Meißner und seine beiden Söhne Andreas und Stefan, die bereits ebenfalls den Familienbetrieb mit leiten, freuten sich die Anwesenden begrüßen zu dürfen. Gerade rechtzeitig war die Erweiterung des Bürotraktes fertig geworden, der von 200 auf 400 Quadratmeter vergrößert wurde, und konnte so direkt für den hohen Besuch genutzt werden. IPM ist seit 1998 ein Spezialist im Bereich der Förder- und Montagetechnik.

    In der Präsentation ging Stefan Meißner neben der beeindruckenden Entstehungsgeschichte von IPM - vom elterlichen Bauernhof hin zu einer eigenen großen Produktionshalle - auch auf die Herausforderungen ein, mit denen sich ein mittelständisches Unternehmen heute konfrontiert sieht. Die Dokumentationspflichten und Auflagen seien ein enormer bürokratischer Aufwand, für den man eigens Personal anstellen müsse. Auch der Brandschutz habe bei der Erweiterung des Bürotraktes einiges an Arbeitsaufwand abverlangt.

    Abwerbe-Druck der Großindustrie

    Bei der anschließenden Besichtigung der Produktionsstätte gingen die Geschäftsführer auch auf die aktuelle Problematik des Arbeitsmarktes ein: Bei annähernder Vollbeschäftigung sei es sehr schwierig, qualifiziertes Personal zu finden - und dieses dann auch halten zu können. Vor allem mit den Schweinfurter Industrie-Riesen als Arbeitgeber-Konkurrenten komme es leider immer wieder vor, dass Mitarbeiter auch abgeworben werden. Man versuche hier, mit dem familiären Charm der Firma, einem guten Betriebsklima und mit allerhand zusätzlichen Aufwendungen wie verschiedener Events und Zusatzangeboten konkurrenzfähig zu bleiben. Auch das Verzichten auf befristete Arbeitsverträge sei der Geschäftsführung eine Herzensangelegenheit.

    Im Moment suche man einen Azubi und einen bereits fertig gelernten Industriemechaniker. Über mangelnde Auftragszahlen könne man sich jedoch nicht beschweren - die Bücher seien voll.

    Bessere Infos über Fördergelder

    Auf die Frage, wo noch seitens des Landratsamtes und der verschiedenen Ämter besser unterstützt werden könnte, gab Stefan Meißner an, dass man sich einen höheren Informationsfluss bezüglich der möglichen Fördermaßnahmen wünscht. Es sei eine ausgezeichnete Sache, dass so viel gefördert werde, jedoch ginge vieles davon an den mittelständischen Unternehmen vorbei, da diese zum einen nicht das Personal und zumeist auch nicht das nötige Know-How haben, um über sämtliche aktuellen Bezuschussungen Bescheid zu wissen.

    Bei der Unternehmenspräsentation von IPM in Donnersdorf: (von links) die Geschäftsführer von IPM Andreas, Stefan und Winfried Meißner, Frank Deubner (Wirtschaftsförderung des Landratsamtes), Landrat Florian Töpper, Christian Frank (Abteilungsleiter Zentrales im Landratsamt), Thomas Stelzer (Agentur für Arbeit), Simon Suffa (IHK Würzburg-Schweinfurt), Gerhard Barthel (Agentur für Arbeit) und Bürgermeister Klaus Schenk.
    Bei der Unternehmenspräsentation von IPM in Donnersdorf: (von links) die Geschäftsführer von IPM Andreas, Stefan und Winfried Meißner, Frank Deubner (Wirtschaftsförderung des Landratsamtes), Landrat Florian Töpper, Christian Frank (Abteilungsleiter Zentrales im Landratsamt), Thomas Stelzer (Agentur für Arbeit), Simon Suffa (IHK Würzburg-Schweinfurt), Gerhard Barthel (Agentur für Arbeit) und Bürgermeister Klaus Schenk. Foto: Johannes Vogt
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