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    Obbach

    Fahne der Feuerwehr Obbach erstrahlt in neuem Glanz

    Stolz präsentieren sie die Fahne, v.l. Euerbachs Bürgermeister Artur Arnold, 1. Vorstand der FFW Paul Riener, 1. Kommandant Andreas Wahls und Andreas Schäfer. Foto: Bastian Reusch

    Ihr 150-jähriges Jubiläum feierte die Feuerwehr Obbach am letzten Wochenende im Juni. Begangen wurde die Feierstunde mit einem Festzug durch das Dorf, mit Abschluss auf dem neu angelegten Festplatz unterhalb des Sportgeländes. Für die Feierlichkeiten wurde die 1969 von Georg Schäfer zum 100-jährigen Jubiläum gespendete Fahne der Freiwilligen Feuerwehr komplett restauriert und erstrahlt nun in neuem Glanz.

    Stolz präsentieren der erste Kommandant der Euerbacher Feuerwehr Andreas Wahl und sein Vorstand Paul Riener die frisch restaurierte Fahne. Als Schirmherr und Gönner ist auch Andreas Schäfer vom Ergebnis der Arbeit begeistert. Verbindungen zwischen der Industriellen-Familie Schäfer und dem Euerbacher Gemeindeteil gibt es schon lange, sind die Schäfers doch seit 1924 Eigentümer des Obbacher Hofgutes mitsamt Schloss. Ebenso lange bestehen die Verbindungen zur Obbacher Feuerwehr, die nicht nur einmal zum Schutze des Schlosses im Einsatz, sondern eine FAG-Gutsfeuerwehr war auch dort untergebracht. Beispielsweise im Jahr 1925, als durch eine mangelhafte Kaminisolierung im Rittersaal Feuer aufkam oder am siebten April 1945 als ein amerikanisches Geschütz die große Remise mit Getreideboden in Brand schoss, leisteten die Obbacher Feuerwehrleute vorbildliche Arbeit zum Schutze des alten Bauwerks.

    1969 stiftete Georg Schäfer der Freiwilligen Feuerwehr daraufhin die nun restaurierte Fahne. Schon allein deshalb hängt bei Andreas Schäfer auch ein gutes Maß Herzblut daran: "Man sieht auf der Fahne den Bären mit dem Rad, das ist ja unser Familienwappen." So ließen es sich große Teile der Familie Schäfer nicht nehmen vor zwei Wochen auch beim großen Festumzug dabei zu sein.

    So war man also bestens gerüstet für das 150-jährige Jubiläum, blieb allerdings noch die Frage nach einem geeigneten Festplatz. Den Rahmen bot der neue Festplatz der ehemaligen Solidarität. "Wir haben die Gelegenheit genutzt, einen Punkt auf unserer to-do-Liste abzuhaken. Wir haben das ehemalige Vereinshaus der aufgelösten Solidarität weggenommen, den Platz mit tatkräftiger Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr hergerichtet", beschreibt Euerbachs Bürgermeister Artur Arnold die Maßnahmen. Also hatte man auch einen passenden Festplatz für das Jubiläum.

    Insbesondere der Samstag hatte es in sich. Die Jugendfeuerwehr eröffnete das Fest mit einer Übung. Anschließend nahmen mit den Gästen von anderen Wehren und den örtlichen Vereinen insgesamt 23 verschiedene Gruppierungen nach dem Festgottesdienst am Festzug teil. Viele Ehrengäste inklusive Kreisbrandrat Holger Strunk, Landrat Florian Töpper und Bürgermeister Arnold fanden den Weg am letzten Juni Wochenende nach Obbach. Ihre Einsatzkraft konnten die Brandbekämpfer denn auch am Festtag unter Beweis stellen, denn gerade als Schäfer mit seiner Festansprache begann, gab es einen Alarm. "Da ist man dann schon in einem gewissen Zwiespalt, ob man jetzt einfach gehen soll", meint Kommandant Wahl. Allerdings stellte sich nach einer Schrecksekunde heraus, dass lediglich ein Misthaufen durch das heiße Wetter in Brand geraten war.

    Die Situation bei der Obbacher Feuerwehr ist momentan sehr gut, auch im Nachwuchsbereich. "Wir haben insgesamt 43 Aktive und 13 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Das ist ein schöner Fortschritt, zumal wir ja hoffentlich im nächsten Jahr auch ein neues Auto bekommen werden", zeigt sich Wahl stolz ob der aktuellen Entwicklungen. Die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren innerhalb des Feuerwehrkonzeptes der Großgemeinde funktioniere ebenfalls gut. Der Erfolg sei laut Vorstand Riener aber auch Ergebnis harter Arbeit: "Man muss bei den Jugendlichen auch präsent sein und gewisse Rahmenbedingungen schaffen, dann funktioniert das auch. Das Ergebnis sieht man jetzt, denn ohne Jugend gibt es halt keine Zukunft."

    Georg Schäfer und seine Frau Elisabeth stifteten im Jahre 1969 die Fahne für die FFW Obbach. Foto: Bastian Reusch

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