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    Schonungen

    Feuerwehr-Kommandant: Vom Brandherd zum Kreißsaal

    Wenn es brennt, müssen sich die Feuerwehrleute sputen. Mit Blaulicht und Martinshorn geht es auf kürzestem Weg zum Brandherd – und manchmal auch ganz flott von diesem weg.
    Vom Löscheinsatz direkt in den Kreißsaal: Feuerwehr-Kommandant Dennis Reulein mit Tochter Mila.
    Vom Löscheinsatz direkt in den Kreißsaal: Feuerwehr-Kommandant Dennis Reulein mit Tochter Mila. Foto: Lisa Reulein

    Als am Karfreitag die Mainberger Feuerwehr von der Integrierten Leitstelle (ILS) wegen einer Rauchentwicklung im Wald zwischen Mainberg und Schweinfurt alarmiert wurde, blieb die Suche zunächst ohne jeden Erfolg. Am Karsamstag dann nahm der Mainberger Kommandant selbst Brandgeruch und Rauch wahr. Er erkundete die Gegend erneut und entdeckte ein unkontrolliertes Feuer auf der Terrasse einer Gartenhütte.

    Brennenden Unrat gelöscht

    Daraufhin ordnete der Feuerwehrmann die Alarmierung der Wehren von Mainberg und Schonungen an. Nach Anfahrt über die Peterstirn in Schweinfurt verschafften diese sich in unwegsamem Gelände Zutritt zum Brandherd, löschten den brennenden Unrat und kontrollierten schließlich mit einer Wärmebildkamera, ob das Feuer wirklich aus ist. So weit, so erfolgreich, wie es die Schonunger Stützpunktfeuerwehr auf ihrer Homepage berichtet.

    Brandeinsatz der Feuerwehr Schonungen im Wald zwischen Schweinfurt und Mainberg.
    Brandeinsatz der Feuerwehr Schonungen im Wald zwischen Schweinfurt und Mainberg. Foto: Feuerwehr Schonungen

    Dann aber folgte ein weiterer Einsatz, sicher noch deutlich dringlicher als die Brandbekämpfung von Unrat auf der Terrasse einer Gartenhütte. Der stellvertretende Kommandant der Schonunger Wehr, Dennis Reulein, erhielt mehrere Anrufe seiner hochschwangeren Frau, bei der immer schmerzhafter werdende Wehen eingesetzt hatten.

    Mit Feuerwehrauto ins Leo

    Damit hatte der Zugführer im Einsatz nun neben den Löscharbeiten auch noch die baldige Geburt seines zweiten Kindes zu organisieren, so die Feuerwehr Schonungen. Die Lösung: Reuleins Mutter passte daheim auf die zweieinhalbjährige Tochter auf, während seine schwangere Frau wiederum von ihrer Mutter ins Leopoldina-Krankenhaus nach Schweinfurt gefahren wurde.

    Den werdenden Vater chauffierten die Kameraden dann mit ihrem Tanklöschfahrzeug umgehend und so diskret wie möglich – als ohne Sirene und Blaulicht – noch in seiner Feuerwehrkleidung rechtzeitig und direkt vor der Tür des Leopoldina-Krankenhauses. Eine Stunde später wurde laut Einsatzbericht der Feuerwehr die frohe Botschaft aus der Kinderklinik übermittelt: "Eine neue Feuerwehrfrau wurde geboren!" Die Kleine heißt Mila.

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