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    Kreis Schweinfurt

    Feuerwehren im Dauereinsatz

    Auf einem Acker bei Donnersdorf ging am Donnerstag eine Strohpresse in Flammen auf und entzündete eine Fläche von rund einem Hektar. Foto: Johannes Vogt

    Die extreme Trockenheit und Hitze hat am Donnerstag im Landkreis Schweinfurt zu einer Vielzahl von  Flächenbränden geführt. Mehrere landwirtschaftliche Maschinen wurden dabei zerstört oder schwer beschädigt. 

    Erheblicher Schaden entstand beispielsweise beim Brand einer Strohpresse auf einem Acker zwischen Donnersdorf und Pusselsheim. Während der Feldarbeit schlugen gegen 15 Uhr plötzlich Flammen aus der an einem Traktor angehängten Maschine. Das Feuer griff auf bereits gepresste Strohballen, Stoppelfelder und auf einen Bereich über, auf dem Getreide noch auf dem Halm stand. Laut einem Sprecher der Integrierten Leitstelle Schweinfurt brannte eine Fläche von rund einem Hektar ab. Der entstandene Schaden wird von der Polizei Gerolzhofen auf rund 50 000 Euro geschätzt. Ein Großaufgebot von Feuerwehren aus Gerolzhofen, Donnersdorf, Knetzgau, Oberschwappach, Unterschwappach, Westheim und Kleinrheinfeld hatte das Feuer nach rund drei Stunden gelöscht. Die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge sorgten im Pendelverkehr für Wassernachschub.

    In den Stunden zuvor waren bei landwirtschaftlichen Arbeiten auf den Feldern des Landkreises Schweinfurt bereits mehrere Brände entstanden. Am Donnerstag kurz nach Mitternacht brannte am Ortsrand von Waigolshausen ein Mähdrescher ab. Die Feuerwehren aus Schwanfeld, Werneck, Waigolshausen und Theilheim waren für eineinhalb Stunden im Einsatz.

    Zur Mittagszeit ging dann bei Forst eine rund 2000 Quadratmeter große Wiesenfläche in Flammen auf. Alarmiert wurden die Wehren aus Schonungen und Forst sowie aus dem Nachbarlandkreis Haßberge die Wehr aus Ottendorf.

    Zwanzig Minuten später brannte zwischen Obereuerheim und Dürrfeld ebenfalls eine Acker. Die Integrierte Leitstelle schickte die Feuerwehren aus Gochsheim, Donnersdorf, Obereuerheim, Grettstadt, Untereuerheim, Dürrfeld und Schonungen zur Bekämpfung der Flammen. Die BRK-Bereitschaft Donnersdorf sicherte den Einsatz ab. 

    Um 15.30 Uhr ging die Meldung ein, dass bei Schwemmelsbach eine landwirtschaftliche Maschine brennt. Die Wehren aus Euerbach, Schwemmelsbach, Greßthal und Wülfershausen rückten aus. Um 17.55 Uhr dann der nächste Alarm: Diesmal brannte bei Marktsteinach eine Maschine. Alarmiert wurden Marktsteinach und erneut Schonungen.

    Für die Feuerwehr Gerolzhofen gab es am Abend, kurz nach der Rückkehr vom Einsatz bei Donnersdorf, eine erneute Alarmierung. Ein Bürger hatte im Gerolzhöfer Riemenschneiderweg gehört, dass im Nachbaranwesen ein Rauchmelder anschlug. Weil in dem betreffenden Anwesen niemand zuhause war, öffnete die Feuerwehr über die Drehleiter ein gekipptes Fenster im ersten Obergeschoss und überprüfte die Wohnung. Dort konnte keine Rauch und kein Feuer festgestellt werden. Es lag offenbar ein Fehlalarm des Rauchmelders vor.

    Die Integrierte Leitstelle hat am Freitag durch die Vielzahl der Einsätze das Personal aufgestockt. Auch der Rettungsdienst hatte eine merkliche Steigerung von hitzebedingten Einsätzen zu verzeichnen; Kreislaufkollaps und Hitzeerschöpfung waren hier die Schlagworte. Die ILS besetzte die Einsatzleitplätze nach ihrem Verstärkungskonzept mit Kräften aus der Verwaltung und der Rufbereitschaft.

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