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    Zell

    Feuerwehrtag: Wie die Floriansjünger Leben retten

    Mit der Rettungsschere geht es dem Dach des Fahrzeugs an den Kragen. Foto: Ursula Lux

    "Schwerer Autounfall, zwei Personen eingeklemmt im Fahrzeug, noch ansprechbar, aber sie haben Schmerzen." Kreisbrandinspektor Johannes Grebner löst den Alarm aus, die Sirenen in Zell aber laufen diesmal nur auf halber Lautstärke, denn es haben sich viele Zuschauer vor dem Feuerwehrhaus versammelt. Die Zeller und die Üchtelhäuser Feuerwehrleute zeigen, wie die Rettungsarbeiten der Wehren in einem solchen Fall aussehen.

    Die erste eingeklemmte Person wurde aus dem Unfallfahrzeug gerettet. Foto: Ursula Lux

    Es ist das zweite Mal, dass sich die beiden benachbarten Wehren gemeinsam zu einem Tag der Feuerwehr treffen. Nach Üchtelhausen sind sie diesmal in Zell. Wer es sich vorher noch im Schatten der Bäume gut gehen ließ, steht jetzt vorne und beobachtet die Arbeit der Wehr, die Grebner erklärt. Jung und Alt sind fasziniert von der Professionalität und der Präzession der Feuerwehrleute. Während die Kleinen eher das Auto beobachten, "die machen ja alles kaputt", haben die Erwachsenen ganz andere Gedanken: "Gut machen die das schon, aber ich hoffe, ich brauche die nie", meint einer der Zaungäste.

    Um Nachwuchs werben

    Bürgermeisterin Birgit Göbhardt lobt ihre Wehrmänner und Wehrfrauen ausgiebig: "Das ist kein Spiel, sondern harte Arbeit", betont sie und erklärt, schließlich lernten die das alles in ihrer Freizeit und setzen bei Einsätzen nicht selten ihre Gesundheit aufs Spiel. Sie wirbt für die Wehr. In Üchtelhausen hätten die Kinder und Jugendlichen die besten Voraussetzungen gute Feuerwehrleute zu werden, schließlich habe man mit Grebner einen Kreisbrandinspektor und mit Christoph Steger einen Kreisbrandrat in den eigenen Reihen.

    Einerseits sollten die Feuerwehrtage der Bevölkerung zeigen was ihre Wehren können und leisten, andererseits wolle man natürlich auch immer wieder neue Mitglieder werben, erklärt Kommandant Julian Glückert. Deshalb haben die Zeller auch bereits eine Kinderfeuerwehr gegründet um sich so den eigenen Nachwuchs heranzuziehen. Am Tag der Feuerwehr hat die ihren eigenen Stand, an dem Windlichter gebastelt oder Glitzer-Tattoos aufgelegt werden.

    Bei der Jugendfeuerwehr dagegen brennt's. "Smartfire" das Feuerlöschgerät darf ausprobiert werden, dabei bekommt so mancher die Wucht eines Brandes zu spüren.

    Mit ein bisschen Unterstützung von Kreisbrandrat Christoph Steger klappt das Löschen schon ganz gut. Foto: Ursula Lux

    Auch die UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung) des Landkreises ist vor Ort und zeigt ihre Drohne mit Wärmebildkamera. Und als besondere Überraschung rückt nach der Schauübung auch noch das Drehleiterfahrzeug aus Gochsheim an. Viermal fährt der Korb in die Höhe, mit an Bord die Gewinner einer Verlosung, die ebenfalls das Team der Kinderfeuerwehr organisiert hat. Die Drehleiter sei ein Hightech-Gerät und könne nicht ständig auf und ab fahren, erklärt Grebner, deshalb wurden diese Aufstiegschancen verlost.

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