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    Schweinfurt

    Flucht und Vertreibung: Intergrationspreis für Lesekoffer der Caritas

    Im Bild von links bei der Übergabe des Integrationspreises: Jochen Lange, Judith Gläser, Jutta Münch und  Gerhard Eck. Foto: Hardenacke, Reg. v. Ufr.

    Die „Fachstelle für Gesellschaftlichen Zusammenhalt" des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt wurde für das Projekt „Lesekoffer Flucht und Vertreibung" mit dem Integrationspreis der Regierung von Unterfranken ausgezeichnet, heißt es in einer Pressemitteilung. Die feierliche Preisübergabe fand in Würzburg im Großen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken statt. Die beiden Festredner, Regierungsvizepräsident Jochen Lange und Staatssekretär im Staatsministerium des Innern, Gerhard Eck, lobten das Engagement der Preisträger und betonten den wichtigen Einsatz aller für eine gelingende Integration. Dies hob auch die Geschäftsführerin des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt, Jutta Münch, in ihrer Laudatio hervor. Allerdings sah sie auch den Freistaat in der Bringschuld und forderte bayernweite „Fachstellen für Gesellschaftlichen Zusammenhalt". In Zeiten wachsender Ressentiments und zunehmender Ausgrenzung brauche es „Brückenbauer". 

    In ihrer Dankesrede konzentrierte sich die Leiterin der „Fachstelle für gesellschaftlichen Zusammenhalt", Judith Gläser, vor allem auf die gute Zusammenarbeit mit den Schweinfurter Schulen. Die jetzige Jugend habe sie in ihren Workshops und Trainings als sehr interessiert und engagiert erlebt, weshalb sie positiv in die Zukunft schaue. Allerdings sah sie auch Probleme im momentan üblichen Sprachgebrauch, der die Potenziale des interkulturellen Austauschs nicht ausreichend aufgreift. Judith Gläser plädierte für mehr Verständnis füreinander und ein Zuhören auf Augenhöhe.

    In entspannter Atmosphäre gab es im Anschluss die Möglichkeit zum Austausch. Unter den vielen Ehrengästen waren unter anderem auch MdB Paul Lehrieder, die Mitglieder des Landtags Barbara Becker, Patrick Friedl und Helmut Kaltenhauser, der ehemalige Regierungspräsident Paul Beinhofer und die zweite Bürgermeisterin der Stadt Schweinfurt, Sorya Lippert, so dass der Abend mit Gesprächen bei Wein und Häppchen ausklang.

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

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