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    Frankenwinheim

    Frankenwinheim übt Solidarität beim Hochwasserschutz

    Im Juni 2019 hatte man vorsorglich schon einmal Schutzmaßnahmen beim Hochwasser an der Weidach ergriffen. Foto: Stefan Polster

    Bürgermeister Herbert Fröhlich stellte dem Ratsgremium das geplante Baugebiet Nützelbach II in Gerolzhofen vor. Die 41 Bauplätze verteilen sich auf 5 Hektar Fläche. Frankenwinheim ist als Anliegergemeinde beim Bebauungsplanverfahren eingebunden. Die Gemeinde Frankenwinheim nimmt den Entwurf zur Kenntnis und hat keine Einwände. Dieser Stellungnahme wurde mit 9:0 zugestimmt.

    Kontrovers wurde die Aufstellung eines integralen Hochwasserrückhaltekonzeptes diskutiert. Mit der Planung soll die Hochwassersituation für den Bereich der Region MainSteigerwald ermittelt werden, und Rückhaltepotenziale und deren Auswirkung aufgezeigt werden. Natürlich sollen auch die Kosten bei einer späteren Umsetzung ermittelt werden. Eingebunden sind die Gemeinden Kolitzheim, Volkach, Gerolzhofen, Oberschwarzach, Lülsfeld, Dingolshausen, Sulzheim, Michelau und Frankenwinheim. Auslöser für die Erarbeitung des Konzeptes waren die Hochwasser 2013 vor allem in Zeilitzheim und 2016 in Michelau und Dingolshausen.

    Die Schätzkosten für die Konzepterstellung wurden mit 240 000 Euro beziffert. Davon werden 75 Prozent gefördert. Die Einzugsflächen für die Gewässer Volkach und Schwarzach wurden für den Verteilschlüssel vom Wasserwirtschaftsamt ermittelt. Auf Frankenwinheim entfällt dabei an Anteil von 11 Prozent dies entspricht 26 400 Euro und nach Abzug der Förderung ein Eigenanteil von 6600 Euro. Die Diskussion umspannte Meinungen von Solidarität mit allen Gemeinden, auch wenn Brünnstadt und Frankenwinheim bisher verschont geblieben sind, bis hin zu: "Wir sollen bezahlen wenn woanders etwas passiert." Auch wenn ein hoher Förderanteil winkt, so war man über die Gesamtkosten nur für das Konzept über 240 000 Euro geschockt. In Brünnstadt sieht die Gemeinde aufgrund der Entfernung und Lage zu dem Gewässer Volkach wenig Probleme mit Hochwasserschäden jedoch in Frankenwinheim kann es für die Anwohner der Weidach problematisch werden. Einige Hochwasserschutzmaßnahmen wurden bereits durch die Raiffeisenbank vorgenommen. Letztendlich stimmte der Gemeinderat mit 8:1 Stimmen für die Konzepterstellung.

    Einer informellen Bauanfrage an der Schallfelder Straße stimmte der Gemeinderat mit 9:0 Stimmen zu. Die Voranfrage umfasst den Abriss einer Stallung und den Neubau eines Wohnhauses.

    In der letzten nichtöffentlichen Sitzung wurde ein Architektenvertrag mit dem Architektenbüro Jäcklein für die Erweiterung des Kindergartens abgeschlossen. Die Errichtung der Straßenbeleuchtung für das Neubaugebiet Schlossgarten II ging an die ÜZ sowie Reparaturarbeiten am Kirchturmdach gingen an die Firma Pöschl-Erk.

    Bürgermeister Fröhlich informiert über einen Härteausgleich für Straßenausbaubeiträge die nach 2014 abgerechnet wurden. Die betroffenen Bürger wurden angeschrieben und der Informationsflyer verteilt. Sobald nähere Informationen von der Staatsregierung vorliegen erfolgt weitere Information.

    Der Antrag der Freiwilligen Feuerwehr über einen Mannschaftstransportbus wurde nicht in der öffentlichen Sitzung behandelt. Die drei anwesenden Feuerwehrkameraden zogen daraufhin enttäuscht ab. Die Ablehnung für die Behandlung in der öffentlichen Sitzung wurde damit begründet, dass für die Anschaffung keine Mittel im Haushalt vorgesehen sind und hierüber eine interne Beratung notwendig sei

    Eigentlich erfreulich: Es gibt viele Kinder in Frankenwinheim. Deshalb ist der erst 2015 komplett sanierte und erweiterte Kindergarten zu klein und es wird an einen Anbau gedacht. Die Planungen wurden an das Architektenbüro Jäcklein in Volkach vergeben. Im Bild links die Außenhalle, an dieser Stelle soll ein Neubau für eine weitere Kindergartengruppe und Sozialräume entstehen, rechts der Renovierte Kindergarten mit dem Anbau. Foto: Stefan Polster

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