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    Waigolshausen

    Freche Früchtchen: Nachwuchs-Narren aus Waigolshausen im TV

    Amelie Büttner und Fabio Korn haben es in die Nachwuchssendung des BR "Wehe wenn wir losgelassen" aus Veitshöchheim geschafft. Warum sie dem 23. Februar jetzt entgegen fiebern.
    Amelie Büttner und Fabio Korn in ihren Faschingskostümen als Zitrone und Apfel, mit denen sie in der Veitshöchheimer Fernseh-Sitzung auftraten. Mit den Kindern freuten sich die Mütter Katrin Korn (links) und Steffi Büttner (rechts) sowie Fabios kleiner Bruder Marino, der ebenfalls für eine kurze Szene auf der Bühne stand.
    Amelie Büttner und Fabio Korn in ihren Faschingskostümen als Zitrone und Apfel, mit denen sie in der Veitshöchheimer Fernseh-Sitzung auftraten. Mit den Kindern freuten sich die Mütter Katrin Korn (links) und Steffi Büttner (rechts) sowie Fabios kleiner Bruder Marino, der ebenfalls für eine kurze Szene auf der Bühne stand. Foto: Silvia Eidel

    Als zwei flotte Früchtchen stehen Amelie Büttner und Fabio Korn auf großer Bühne: Die beiden Zwölfjährigen vom Faschingsclub Waigolshausen wurden für die Narren-Nachwuchssendung "Wehe wenn wir losgelassen" des Bayerischen Fernsehens in Veitshöchheim ausgewählt. Eine spannende Erfahrung für die Kinder und ihre Mütter.

    Gespannt sind sie auch, wie ihr Auftritt bei der Ausstrahlung der aufgezeichneten Sendung am Faschingssonntag, 23. Februar, um 20.15 Uhr, im BR-Fernsehen letztendlich gezeigt wird. "Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung", denkt Mutter Steffi Büttner zurück an den aufregenden Sonntag, 9. Februar, in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen.

    Vor allem, dass sich ihre beiden Kinder getraut haben, vor großem Publikum und vielen Kameras im Apfel- und Zitronenkostüm auf der Bühne zu spielen, macht die Mütter stolz. "Das gibt so viel Selbstbewusstsein", weiß Katrin Korn. Während Fabio zugibt, schon ein wenig aufgeregt gewesen zu sein, meint Amelie, der Auftritt sei doch kaum anders gewesen als auf ihrer Waigolshäuser Faschingsbühne. "Sie ist da so cool", lacht ihre Mutter Steffi.

    Die Begeisterung für die Fastnacht teilen die befreundeten Familien Korn und Büttner sowieso. Wobei Katrin Korn schon im Vorstand des Faschingsclubs Waigolshausen FCW agierte, mit ihrem Mann als Prinzenpaar regierte, in der Garde tanzte und Tanzmariechen trainierte. Dass ihre Söhne Fabio und Marino in den Fasching quasi hineingeboren wurden, versteht sich von selbst.

    Der erste Auftritt mit neun Jahren – als Prinzenpaar

    Ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten Amelie und Fabio im Jahr 2017 mit neun Jahren als Kinder-Prinzenpaar in Waigolshausen. Noch besser gefielen den beiden allerdings ihre Rollen bei ihrer ersten gemeinsamen Büttenrede 2018. Damals interviewte Amelie als "Chantal Chayenne Schmidhuber" ihren Freund Fabio als Promi-Fußballer Thomas Müller. "Das war so lustig", weiß sie noch. Später sei sie dann öfter als "Chantal" angesprochen worden.

    Die Büttenrede stammte aus der Feder ihrer Mutter Steffi, gelernte Journalistin und heute beim Markt Werneck unter anderem für den Kulturfrühling zuständig. "Damals habe ich den Text ohne Reime geformt, ich dachte, das sei einfacher", denkt sie zurück. Jetzt sei sie vom Gegenteil überzeugt, weshalb die Büttenrede in Veitshöchheim, ein Zwiegespräch zwischen einem immer fröhlichen, positiv gestimmten Apfel (Fabio) und einer sauren, miesepetrigen Zitrone (Amelie), auch in Reimform geschrieben ist. "Das ist leichter zu merken", meint Fabio, der wie Amelie die sechste Klasse des Schweinfurter Celtis-Gymnasiums besucht.

    Eine Bütt mit Tiefgang und feinem Humor

    Im Gegensatz zur ersten Bütt ist die Früchtchen-Geschichte, mit der die Kinder schon 2019 in Waigolshausen auf der Bühne standen, tiefsinniger, hintergründiger. "Ich mag keinen Brachialhumor", erklärt Steffi Büttner, "ich bin ein Fan von Peter Kuhn." Ihrer Ansicht nach dürfe sich eine Kinder-Bütt durchaus auch mit ernsteren Themen beschäftigen: mit dem Umgang von Kindern untereinander, mit Selbstzweifeln oder Selbstakzeptanz. "Man ist gut, so wie man ist", fasst sie das Thema ihrer Bütt zusammen.

    Alleine hat sie den Text aber nicht verfasst, betont sie. Gemeinsam mit ihrer Freundin Katrin entwickelte sich der Handlungsstrang, gemeinsam wurden Ideen geboren oder wieder verworfen, wurden Schreibblockaden überwunden oder Reime gefunden.

    Den Text schickte Steffi Büttner auf gut Glück an den Fastnacht-Verband Franken. Dazu geraten hatte ihr Hans Driesel, langjähriger Präsident der Schwarzen Elf in Schweinfurt und Kenner der Fränkischen Fastnacht, nachdem er sich mit ihr über die Bütt unterhalten hatte. Prompt wurden die Kinder zum Casting in die Kitzinger Fastnachtsakademie eingeladen.

    Über 25 Bewerber traten beim Casting an

    Mit über 25 weiteren Bewerbern stellten sie sich in einem großen Saal der Jury. Einen Tag später meldete sich Fastnachts-Präsident Marco Anderlik und bestätigte ihre Teilnahme in Veitshöchheim.

    Bei der einzigen Probe am Freitag vor der Kinder-Sitzung klappte der Auftritt zwar nicht perfekt, erzählen die Mütter. "Aber da wurde nicht rumkritisiert, da wurde kein Druck ausgeübt oder zigmal eine Szene wiederholt", wundern sie sich noch heute über die lockere Atmosphäre der Fernsehleute. "Die Kinder sollten authentisch sein."

    Am Sitzungs-Sonntag dann hieß es für Amelie und Fabio, lange hinter der Bühne zu warten und Zeit zu überbrücken: Erst eine Durchlaufprobe am Vormittag, dann am Nachmittag die Fernsehaufzeichnung. Ganz souverän meisterten die beiden jungen Waigolshäuser, unterstützt von Fabios achtjährigem Bruder Marino, dann ihren Auftritt. "Das hat richtig Spaß gemacht", sagen sie und strahlen richtig dabei.

    Die Sendung "Wehe wenn wir losgelassen" wird im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt am Sonntag, 23. Februar, um 20.15 Uhr und am Rosenmontag, 24. Februar, von 14.30 bis 16 Uhr wiederholt.

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