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    WAIGOLSHAUSEN

    Fünf Hektar für den Artenschutz

    Kurz vor der Planfeststellung, also der Genehmigung, steht das Bauprogramm bei der Flurbereinigung Hergolshausen, berichtete Andreas Kaiser vom Amt für Ländliche Entwicklung bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Flurbereinigung ist Teil des Verfahrens „Hergolshausen 2“, das auch eine Waldbereinigung und die Dorferneuerung umfasst. Geplant ist laut Kaiser, dass nach der Ernte 2019 mit dem Bau der neuen Flurwege begonnen wird.

    Erforderlich war jetzt noch der Abschluss einer „Übernahmevereinbarung von neu geschaffenen öffentlichen und gemeinschaftlichen Anlagen“ zwischen der Gemeinde und der Teilnehmergemeinschaft Hergolshausen 2, die hierfür bereits ihre Zustimmung erteilte. Die Vereinbarung legt fest, dass die Gemeinde nach der Fertigstellung Eigentümer sowohl der befestigten als auch der Grünwege wird und für ihren Unterhalt zuständig ist. Gleiches gilt für einige kleine Ausgleichsflächen sowie für fünf Hektar Fläche, die im Zuge der Flurbereinigung für den Artenschutz zur Verfügung gestellt werden soll. Abgezweigt wird die Fläche je zur Hälfte durch den Abzug im Verfahren und aufgelöste Grünwege.

    Verteilt sind die landschaftspflegerischen Maßnahmen auf acht Flächen. In einem Entwicklungs- und Pflegekonzept soll genau festgelegt werden, was angebaut wird. Geplant ist, die Flächen an einen Landwirt zu verpachten, der für die nachhaltige Bewirtschaftung einen wirtschaftlichen Ausgleich erhält. Wie Kaiser sagte, werde das Amt die Gemeinde bei der Umsetzung noch viele Jahre begleiten und fachlich zur Seite stehen.

    Hochgerechnet auf 25 Jahre, kann die Gemeinde mit circa 62 000 Euro Entschädigung für die Unterhaltung rechnen. Der Gemeinderat gab einstimmig grünes Licht für den Abschluss der Vereinbarung.

    Für Diskussion sorgte die Vergabe der Schlosserarbeiten für einen behindertengerechten Zugang bei der alten Schule in Theilheim. Unklar blieb für das Gremium, wie die an zwei Gebäudeseiten angelegte Rampe als Ganzes gestaltet ist und ob sie mit dem Altgebäude harmoniert. Da die Vergabefrist eine Vertagung der Entscheidung nicht zuließ, soll Bürgermeister Peter Pfister zusammen mit den örtlichen Gemeinderäten Rücksprache beim Architekten halten und dann entscheiden.

    Ermächtigt wurde Pfister vom Rat, eine Vergabe an die Firma Metallbau Schmitt aus Traustadt zu veranlassen. Sie war mit 27 760 Euro günstigster Anbieter und blieb auch unter der Schätzung von 31 000 Euro. Der Auftrag beinhaltet ein Edelstahlgeländer für die Rampe sowie ein neues Bushäuschen in Stahlbauweise am Standort der abgerissenen Garage.

    Einstimmig erteilt hat der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen für ein Bauvorhaben in der Von-Erthal-Straße in Theilheim. Dort sollen in einem seit kurzem leer stehenden Haus drei Wohneinheiten entstehen. Geplant sind die Erneuerung des Dachstuhls, ein Dachausbau mit einer Gaube und ein Heizraum. Die Nachbarn haben dem Vorhaben zustimmt. Nachgewiesen werden muss pro Wohneinheit ein Autostellplatz. Wegen der schon jetzt kritischen Parksituation in der Straße soll die Gemeinde das im Auge behalten, sagte Emile Brehm.

    Nicht betroffen sieht sich die Gemeinde von den geplanten Neubaugebieten in den Nachbarorten Eßleben und Stettbach. Auf eine Stellungnahme im Rahmen der laufenden Bebauungsplanverfahren des Marktes Werneck verzichtete der Rat deshalb einstimmig.

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