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    Schweinfurt

    Für wen beim Internationalen Museumstag etwas geboten ist

    In Schweinfurt und Umgebung gibt es zahlreiche Museen. Nicht nur über Gotik, Gips und Gärten können Besucher beimAktionstag am 19. Mai etwas erfahren.
    Der Internationaler Museumstag findet diese Jahr zum 42. Mal statt. Auch Ausstellungen aus Stadt und Landkreis Schweinfurt nehmen daran teil.
    Der Internationaler Museumstag findet diese Jahr zum 42. Mal statt. Auch Ausstellungen aus Stadt und Landkreis Schweinfurt nehmen daran teil. Foto: Martina Müller

    Der Internationale Museumstag findet am Sonntag, 19 Mai, statt. Ziel des Aktionstages ist es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6500 Museen in Deutschland sowie der Museen weltweit aufmerksam zu machen. Auch in Schweinfurt und Umgebung nehmen zahlreiche Museen daran teil. Der Aktionstag wird zum 42. Mal veranstaltet und steht dieses Jahr unter dem Motto "Zukunft lebendiger Traditionen". Eine Auswahl:

    Für Dichter und Denker

    In Oberlauringen verbrachte der Dichter Friedrich Rückert seine seine Kindheit. In der Ausstellung des Friedrich-Rückert-Poetiums liegt der Schwerpunkt auf seinen poetischen "Erinnerungen aus den Kinderjahren eines Dorfmannsohns". Er wird aber auch als Wissenschaftler und Vater, sowie als Muse der Musik präsentiert. Führungen starten um 13.30 und um 15 Uhr.

    Mit Conrad Celtis, Eulogius Schneider, Engelbert Klüpfel und Nikolaus Müller entstammten Wipfeld vier Literaten. Interaktive Medienstationen sollen die Werke der Dicher hörbar machen. Zum Beispiel ist ein Singspiel von Celtis zu hören, das letztmals vor 500 Jahren aufgeführt und vom Kammerchor der Universität Würzburg neu vertont wurde. Führungen durch das Literaturhaus Wipfeld finden nach Bedarf statt.

    Für Ingenieure und Handwerker

    Technik prägte die Geschichte der Stadt Schweinfurt.
    Technik prägte die Geschichte der Stadt Schweinfurt. Foto: Oliver Schikora

    Im Kleinen Industriemuseum kann man Fertigungstechnik erleben, die Schweinfurt zur Hauptstadt der Wälzlager gemacht hat. Führungen finden nach Bedarf zwischen 14 und 18 Uhr statt. Ehemalige und aktive Mitarbeiter der Firmen FAG, beziehungsweise Schaeffler, und SKF stehen für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist kostenlos.

    Wie kommt Gips in den Baumarkt? Wozu lässt sich Gips verwenden? Und wie kommt Gips in der Natur vor? Diese und weitere Fragen möchte das Gipsinformationszentrum in Sulzheim beantworten. Das Museum hat von 13 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

    Für Historiker und Veteranen

    Das Deutsche Bunkermuseum in Schweinfurt bietet ab 11 Uhr Sonderführungen an. „Gerne bieten wir Geschichtsinteressierten anlässlich des Internationale Museumstags unsere interessante Erlebnisführung an“, sagt Nils Brennecke, Kurator und Eigentümer des Bunkermuseums. Ihm zufolge zeigt das Museum die größte Ausstellung zum Luftschutz in Deutschland. Die Führung dauert etwa 90 Minuten. „Wir können pro Führung aufgrund der beengten Verhältnisse lediglich 40 Teilnehmer zulassen“, sagt Brennecke. Bei größerem Interesse biete er im 90-Minuten-Takt Führungen an.

    Das Museum Stammheim gibt einen Einblick in verschiedene zeitgeschichtliche Epochen unter besonderem Fokus auf militärische Ereignisse und Kriege. Der historische Bogen spannt sich von 1793 bis zum Fall der Mauer im Jahre 1990. Die diesjährige Sonderausstellung des Privatmuseums erinnert an die Straßenkämpfe in der Weimarer Zeit.

    Für Archäologen und Kunstversteher

    Bandkeramik ist die Bezeichnung für steinzeitliche Kulturen, die Bänder als Verzierung für Tongefäße verwendeten. Im Bandkeramikmuseum in Schwanfeld erhalten Besucher einen Einblick in die Lebensweise von Bauern vor rund 7500 Jahren. Der Veranstalter weist darauf hin, dass viele Ausstellungsstücke angefasst und ausprobiert werden können. Auch für Kinder sei das Museum daher geeignet. Um 14 Uhr findet eine Führung statt.

    Das 7500 Jahre alte Skelett eines sechsjährigen Jungen wurde 1985 bei Ausgrabungen in Schwanfeld gefunden.
    Das 7500 Jahre alte Skelett eines sechsjährigen Jungen wurde 1985 bei Ausgrabungen in Schwanfeld gefunden. Foto: David Ebener

    „Kunst und Geist der Gotik“ finden Besucher im Museum Johanniskapelle in Gerolzhofen. Zu sehen sind Skulpturen und Reliefs so bekannter Künstler wie Tilman Riemenschneider und Hans Schäufelin, aber auch Holztafelgemälde, Glocken und eine gotische Bibel. Das Museum hat von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

    Für Botaniker und Naturfreunde

    Das Steigerwald-Zentrum in Oberschwarzach macht den Wald zum Museum. Für Familien und Kinder gibt es dem Veranstalter zufolge abwechslungsreiche Stationen, an denen Besucher etwas über die verborgene Lebenswelt zwischen den Bäumen und Wurzeln erfahren können. Der Waldtag findet von 11 bis 18 Uhr statt. 

    Ein Apothekergarten liegt in den Bachauen der Steinach im Ortskern von Schonungen. Dort können Besucher rund 140 heimische Arzneipflanzen kennenlernen. Von Duftpflanzen über Gehölze und Stauden findet sich in den Beeten alles, was gesund machen soll. Schilder informieren über die medizinischen Einsatzgebiete der Pflanzen und deren Wirkung. Führungen finden um 12, 14 und 16 Uhr statt. Wer wissen will, wie der Wirkstoff in die Kapsel kommt, erfährt das im Kleinen Apothekenmuseum in Mainberg.

    Freier Eintritt in folgende Museen in Schweinfurt:
    Auch viel städtische Mussen beteiligen sich an dem Museumstag. Der Eintritt ist an diesem Tag frei:
    • Kunsthalle Schweinfurt, Führung um 11 Uhr und 14.30 Uhr
    • Naturkundliches Museum, Führung um 15.30 Uhr
    • Museum Otto Schäfer, Führung um 15 Uhr
    • Museum Georg Schäfer
    • Gunnar-Wester-Haus
    Weitere Informationen zum Museumstag
    Ein ausführliches Programm der teilnehmenden Museen im Landkreis Schweinfurt finden Sie hier. Der Flyer liegt unter anderem in Rathäusern, Touristeninformationen und den teilnehmenden Museen aus. Welche Einrichtungen darüber hinaus an der Aktionstag teilnehmen, ist auf der Webseite www.museumstag.de aufgelistet.

    Richtigstellung: Die Sonderausstellung „Homo sapiens – ohne Emotionen kein Mensch“ von Meinrad Dufner kann am 19. Mai in der Museum Johanniskapelle in Gerolzhofen nicht besichtigt werden. Die Ausstellung endete bereits am 14. April. Bestände der katholischen Pfarrei Gerolzhofen, Leihgaben aus verschiedenen Museen und aus der Kunstsammlung der Diözese Würzburg können Besucher dort am Internationalen Museumstag von 14 bis 17 Uhr dennoch besichtigen.

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