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    Oberlauringen

    Gartenbau: Festakt zum 125. Jubiläum des Landesverbandes

    Erinnerung an einen großen Sohn des Dorfes: Die Stele für Albrecht Eyring auf dem Areal der Kirchenburg. Foto: Kreisverband

    "Wir wollen das Festjahr dort abschließen, wo der Gründer des Landesverbandes geboren ist." So sieht der Schweinfurter Kreisverband für Gartenbau und Landespflege mit seinen 49 Ortsvereinen die Veranstaltung in Oberlauringen am Samstag, 9. November. Er lädt anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Landesverbandes zu einer Festveranstaltung in den Geburtsort von Albrecht Eyring ein.

    "Er war einer von uns", bekräftigt Frank Bauer, der Vorsitzende des Kreisverbandes, und fügt hinzu: "Wir können stolz auf ihn sein."

    Albrecht Eyring wurde 1844 als Sohn eines Amtmannes der Truchsesse von Wetzhausen hier geboren und wuchs im Dorf am Haßbergtrauf auf. Er absolvierte die Ausbildung zu einem evangelischen Pastor und wirkte als solcher in Mittelfranken. Gegen Ende seiner beruflichen Laufbahn war er als Kirchenrat in Herrnbrechtheim eingesetzt.

    Der Fokus seines Engagements für den heutigen Verein für Gartenbau und Landespflege lag in seinem Einsatz für den Obstbau. Obstbäume pflanzen, aber auch deren Pflege, dies der Bevölkerung zu vermitteln war sein Anliegen. "Er hat erreicht, dass Baumwarte an der staatlichen landwirtschaftlichen Lehranstalt in Triesdorf ausgebildet wurden", berichtet Frank Bauer.

    Mit großer Weitsicht erkannte Albrecht Eyring, dass eine Vernetzung der einzelnen Obst- und Gartenbauvereine, Vorläufer der heutigen Vereine für Gartenbau und Landespflege, in Bayern notwendig ist. Obwohl vor 125 Jahren Reisen in Bayern viel Zeit in Anspruch nahmen und die Kommunikationsmöglichkeiten im Vergleich zu heute als sehr eingeschränkt betrachtet werden müssen, gelang es ihm, 1894 die damals schon bestehenden sieben Bezirksverbände zu einem Landesverband als Dachverband zusammenzuführen.

    Um die Leistung Albrecht Eyrings zu würdigen, ließ der Schweinfurter Kreisverband vor einigen Jahren in Oberlauringen eine Stele auf dem Areal der Kirchenburg zu seinem Gedenken setzen. Der Steinmetz Manuel Katzenberger hat sie aus Schleeriether Sandstein gemeißelt, und der Üchtelhäuser Künstler Peter Vollert schuf in Bronze das Logo der Vereine für Gartenbau und Landespflege, das die Stele zusammen mit stilisierten Blätterranken ziert.

    Das Festprogramm für Albrecht Eyring am Samstag, 9. November, startet am Morgen mit der  Bezirksversammlung der unterfränkischen Vereine für Gartenbau und Landespflege in der Oberlauringer Kirchenburg. Am Nachmittag wird die Bevölkerung um 15. 30 Uhr zu einer Ortsführung durch das Rückert-Dorf eingeladen. Treffpunkt ist an der Kirchenburg. Hier wird um 17 Uhr ein Baum zur Erinnerung an diesen Tag gepflanzt, und eine halbe Stunde später beginnt der Festvortrag in der Heilig-Kreuz-Kirche des Dorfes. Klaus Neumann, Professor an der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin und Präsident der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft, spricht zum Thema "Bewahrung der Schöpfung".

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