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    Geldersheim

    Geldersheim unterstützt Leseprojekt

    Seit 2012 hat die Gemeinde Geldersheim eine Bürgerstiftung. Aus dem Stiftungskapital – aktuell beträgt es 35 500 Euro – und eingehenden Spenden werden Sport, Kultur, Brauchtum, Jugend und Senioren gefördert. Da sich die steuerlichen Bedingungen dafür geändert haben, muss die Satzung modifiziert werden.

    Bürgermeister Oliver Brust erläuterte in der jüngsten Gemeinderatssitzung, worum es geht. Bislang wurden Zuwendungen an die Stiftung unter 200 Euro und ohne Hinweis auf einen Verwendungszweck als Spende verbucht und zeitnah für den Stiftungszweck eingesetzt. Spenden, die darüber lagen, flossen ins Stiftungsvermögen und vermehrten das Kapital. Dieser Grenzbetrag wird nun von 200 auf 500 Euro erhöht. Außerdem stimmte der Gemeinderat zu, dass Zuweisungen über 500 Euro nicht mehr komplett ins Stiftungskapital fließen, sondern nur 80 Prozent davon. Die restlichen 20 Prozent werden als Spende vereinnahmt. Das ist neu. Bürgermeister Brust verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass ja auch Verwaltungsgebühren für die Stiftungstreuhand anfallen, die bezogen auf das Stiftungskapital berechnet werden. Diese  Gebühren werden aus dem ausschüttungsfähigen Betrag beglichen.

    Einstimmig beschloss das Gremium, das 2018 gestartete Leseprojekt der Bergrheinfelder Mittelschule und Bibliothek mitzufinanzieren. Es ist bis Ende des Jahres befristet und soll aufgrund der guten Resonanz fortgeführt werden. Die Personal- und Sachkosten sollen nun aber auf die Mitgliedsgemeinden im Schulverband anteilig ihrer Schülerzahlen umgelegt werden. Für Geldersheim fallen 2100 Euro an. "Das zahlen wir gerne", war die einhellige Meinung, weil mit dem Projekt die Lesemotivation der Jugend gefördert werde.

    Senioren müssen keine Miete zahlen

    Ebenso einstimmig beschloss der Gemeinderat, dass die kommunalen Mehrzweckräume künftig auch für Seniorenveranstaltungen mietfrei genutzt werden dürfen. Für sportliche und kulturelle Veranstaltungen für Jugendliche ist dies bereits der Fall, gleiches Recht sollen nun Senioren haben. Hintergrund ist, dass die katholische Kirchenverwaltung ihre Räumlichkeiten im Pfarheim ab 2020 nicht mehr zur Verfügung stellt, weil diese renoviert werden.

    Formsache war der Beschluss über den Bebauungsplan "Am Viehgrund" in Stettbach. Als Nachbargemeinde von Werneck wird Geldersheim dazu gehört. Der Gemeinderat hat keine Einwände gegen diese Planung.

    Auch die Kommunalwahl 2020 war noch einmal Thema: Geschäftsleiter Hans-Jörg Rustler wurde zum Gemeindewahlleiter bestellt. Sein Stellvertreter ist Michael Mangold.

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