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    Sennfeld

    Gemeinde Sennfeld: Kostenloser Strom für E-Autos und E-Bikes

    Als kostenlosen Service für die Bürger und als Beitrag zur Energiewende bietet die Gemeinde Sennfeld bereits drei Doppel-Ladestationen für Elektro-Autos an. Bald werden noch sechs E-Bike-Ladestationen hinzukommen, die ebenfalls kostenfrei zu nutzen sind. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig.

    In der jüngsten Sitzung des Gremiums erinnerte Bürgermeister Oliver Schulze an den Ratsbeschluss bei der Aufstellung der gemeindlichen E-Ladestationen, dass zunächst für zwei Jahre das kostenlose Laden ausprobiert werden sollte. Denn vermutet wurde, dass der Verwaltungsaufwand bei den Abrechnungen teurer sei als die Stromkosten.

    Von Februar 2018 bis September 2019 wurden nun nach Angaben des Stromversorgers Cramer-Mühle an den Elektroauto-Stationen am Schwimmbad, in der Bergstraße und in der Hauptstraße insgesamt 7642 Kilowattstunden verbraucht. Der Gemeinde entstanden Kosten von 2081 Euro. Schulze informierte, dass eine weitere E-Ladestation für Autos bei der Sanierung der Lindenstraße angedacht sei.

    Um auch die Zahl der E-Bike-Ladestationen im Landkreis zu erhöhen, bietet das Landratsamt Schweinfurt die Möglichkeit von günstigeren Sammelbestellungen an, so der Bürgermeister. Pro Ladestation fallen 2278 Euro an. Fünf Standorte hat die Verwaltung gemeinsam mit der Cramer-Mühle vorgesehen: Am Plan im Bereich Parkplatz Hauptstraße 19, am Gemüsepavillon, im Bereich Haltestelle Ärztehaus, am See und am Familienbad.

    Auf Hinweis von Helga Jurisch nahm der Gemeinderat eine weitere, sechste Ladestation an der Schule beziehungsweise Turnhalle dazu. Und Holger Merz schlug vor, Ärzte und Firmen anzusprechen, ob sie ebenfalls E-Bike-Stationen aufstellen würden, die man dann nachordern könnte. Eine kostengünstige Sammelbestellung für Gemeinden über das Landratsamt sei nur in diesem Jahr möglich, so Schulze.

    Ob die Frequentierung am Gemüsepavillon eine E-Bike-Ladestation rechtfertige, fragte Jürgen Bandorf nach. Dort führe der Radweg vorbei, dort würden im Sommer die Touristen kommen, für die die E-Bike-Station dann ein zusätzlicher Grund zum Aufenthalt sein könne, meinte Schulze.

    Für rund 13 600 Euro beschloss der Gemeinderat die Anschaffung der sechs Ladestationen. Für den Stromverbrauch der E-Bikes sollen für das Haushaltsjahr 2020 circa 3000 Euro veranschlagt werden. Eine kostenlose Ladung für Autos und Fahrräder ist zunächst bis Ende 2021 vorgesehen.

    Den Stand der Dinge zum Ausbau des Friedhofs fragte Michael Klüpfel nach. Die sogenannten Sternenkinder werden links am Eingang in einem Staudenbeet einen Ruheplatz erhalten, informierte der Bürgermeister.

    Ob bei der Freizeitanlage auch eine Streuobstwiese angelegt werden könnte, wollte Helmut Büschel wissen. Das sei bereits von der Unteren Naturschutzbehörde aufgrund der dortigen Auenlandschaft abgelehnt worden, wusste Jürgen Bandorf.

    Abgelagerte Erde an Bäumen in der Dachsgrube und am Parkplatz der Freizeitanlage würden die Bäume schädigen, brachte Helmut Heimrich vor. Der Bauhof solle sich darum kümmern. Er wünschte zudem wieder eine Sitzbank im Bereich Haus am See, zumal ältere Menschen auf ihrer "Rollatorstrecke" hier eine Pause einlegen möchten. Bürgermeister Schulze ließ wissen, dass die Gemeinde auch für weitere Bänke bereits Angebote einhole.

    Seit kurzem werden von der Gemeinde die Räume der ehemaligen Gaststätte auf der Sport- und Freizeitanlage (frühere SKF-Anlage) für private Zwecke vermietet, informierte Schulze auf Nachfrage von Klaus Birkmeyer. Maximal eine Veranstaltung pro Wochenende könne es geben, für 250 Euro würden die Räume zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde investiere derzeit nichts für Renovierungen, zunächst solle das Ergebnis der Machbarkeitsstudie abgewartet werden.

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