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    WIPFELD

    Gemeinde will WLAN-Standorte „prüfen“

    Neben der Prüfung möglicher Standorte für WLAN an öffentlichen Plätzen, stand für den Wipfelder Gemeinderat in der jüngsten Sitzung noch einmal der Antrag für die Ortskernsanierung auf dem Plan. Zudem wurde mit der zweiten Bürgermeisterin Maria Lindner eine Kandidatin für die endgültige Vorschlagsliste der anstehenden Schöffenwahl festgelegt. Zudem gab Bürgermeister Tobias Blesch bekannt, dass sich der Schulverband Schwanfeld um Gelder aus dem Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur bewerben will.

    Laut einem Rundschreiben des Bayerischen Gemeindetages können sich bayerische Kommunen ab sofort für das Förderprogramm „WiFi4EU“ bewerben. Dieses hat zum Ziel, bis 2020 europaweit allen Bürgern einen kostenlosen Internetzugang in öffentlichen Gebäuden und Plätzen zur Verfügung zu stellen. Nach der Registrierung sei es der Gemeinde möglich, so Blesch, sich um einen Gutschein im Wert von 15 000 Euro zu bewerben. Maximal 15 Gutscheine seien für jedes Land vorgesehen. Nach Bewilligung des Gutscheins müsse innerhalb von eineinhalb Jahren der Hotspot in Betrieb und für mindestens drei Jahre die laufenden Kosten durch die Gemeinde übernommen werden.

    Zwar hatte man im Zuge des Investitionsprogramms „BayernWLAN“ im Gemeinderat noch keinen Bedarf gesehen, doch warf Blesch ein, da am Main durch Verlegung von Stromkabeln sowieso Tiefbaumaßnahmen in Gang gesetzt würden, man dieses nochmals prüfen könne, auch im Hinblick auf mögliche Verwendung für die Wipfelder Fähre. Zudem habe die Überlandzentrale Lülsfeld angeboten, kurzfristig mögliche Standorte für die Gemeinden zu prüfen. Das Gremium beschloss, die Standorte Marktplatz, Fähre sowie den Wohnmobilstellplatz prüfen zu lassen.

    Für die angehende Schöffenwahl war auf die Aufforderung des Landesgerichts mit Maria Lindner bei der Gemeinde ein Vorschlag eingegangen. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, diesen Vorschlag anzunehmen. Lindner, die bereits von 2008 bis 2018 als Schöffin tätig war, erreichte somit die erforderliche Zweidrittelmehrheit; Bürgermeister Blesch bedankte sich auch für die bereits zehn Jahre lang geleistete Arbeit Lindners.

    Mit Blick auf die Maßnahmen zur Barrierefreiheit im Wipfelder Ortskern informierten Blesch und Lindner über ein Gespräch mit Projektleiterin Vroni Werthmann von der Planungsschmiede Braun (Würzburg). In diesem wurde nach der Bürgerbeteiligung und der Gemeinderatssitzung vom 15. März noch einmal deutlich gemacht, dass ein Vollausbau nicht zum Tragen komme und man sich stattdessen auf andere Varianten konzentrieren wolle. Zudem sei zu überlegen, ob man nicht die Bushaltestelle an der Nikolaus-Müller-Straße umgestalten solle, um einen beruhigten Platz mit Aufenthaltsmöglichkeiten im Ort und in der Nähe des Kembachs zu schaffen. Zudem würde das Literaturhaus so besser zur Geltung kommen, fügte Lindner hinzu.

    Zuletzt gab der Bürgermeister bekannt, dass sich der Schulverband Schwanfeld um Gelder für Investitionen am zukunftsfähigen Grundschulstandort Schwanfeld bemühen werde. Denkbar seien hier verschiedene Varianten in Umfang und Preis. Diese reichen von einer Maßnahme zur Barrierefreiheit und Sanierung der sanitären Anlagen (ungefähr 750 000 Euro), bis hin zu einer reinen Sanierungskation (ungefähr 275 000 Euro).

    Dem Antrag des Gesangvereins „Liederkranz“ auf Durchführung des Promenadenweinfestes und Nutzung des Festplatzes an der Mainlände (16./17. Juni) wurde zugestimmt. Ebenfalls bewilligte der Gemeinderat einen Zuschuss zur Schaffung eines barrierefreien Zugangs zum Wipfelder Pfarrheim. Dieser wird auf 2500 Euro gedeckelt.

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