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    Dittelbrunn

    Gemeindewald trotzt (noch) der Trockenheit

    Die Trockenheit des Jahres 2019 bekam auch der Dittelbrunner Gemeindewald zu spüren, davon berichtete Revierförster Bernd Müller am Ratstisch. Das "Schadausmaß" betrage etwa die Hälfte des Jahreshiebsatzes. Durch den geringen Anteil an Nadelbäumen und Buchen gegenüber den robusteren Eichen (60 Prozent) halte sich das Problem aber noch in Grenzen.

    Dank sauberem Wirtschaften sei der Borkenkäfer-Befall gering gewesen. Auch von einer Schwammspinner-Invasion war Dittelbrunn bislang nicht betroffen. In diesem Jahr soll dessen Massenvermehrung in der Region ihren Höhepunkt erreichen. Dabei spielten allerdings Vorschädigungen und andere, schwer vorhersehbare Faktoren eine Rolle, so der Hüter der Dittelbrunner Bäume. Weißes Bohrmehl weist auf einen noch nicht identifizierten Holzschädling hin.

    Aggressiver Pilz

    Im Bauholz breitet sich die Rußrindenkrankheit im Ahorn-Jungbestand aus: Dies ist ein aggressiver Pilz, bei dem sporenbefallene Bäume nicht ungeschützt berührt werden sollten.

    Grundsätzlich schlage man, so Müller, mehr Festmeter als 1997 geplant (vier Festmeter pro Hektar und Jahr), habe aber einen Durchschnitts-Zuwachs von fünf Festmetern in der Region. In der Jahresbetriebsplanung 2020 wird mit 1000 Festmeter Holzernte gerechnet, 600 Douglasien  und Eiben sollen der Naturverjüngung dienen.

    Die Forstexperten sammeln derzeit Erfahrungen bezüglich der klimaresistenten Wälder, mit alternativen Arten und Herkunftsregionen. "Ressourcenverbrauch verringern und den Lebensstil ändern": Das ist für den Förster ein Ansatz beim komplexen Thema Klimawandel, neben der Risikostreuung durch Biodiversität.  

    Geplante Einnahmen von 62 900 Euro stehen in diesem Jahr Ausgaben von 67 400 Euro entgegen. Wolfgang Fuhl fragte nach dem Grund fürs Defizit. Müller verwies unter anderem auf den relativ geringen Anteil an Wertholz. Ein Minus bedeute keinen Verlust für die Bevölkerung, betonte Bürgermeister Willi Warmuth, der in der Erholungsqualität des Waldes einen Standortvorteil sah. Man müsse den Wald auch mal Wald sein lassen: "So ein Baum ist auch nur ein Mensch."

    Maroder Treppenaufgang

    Einen Ortstermin soll es vor einem Entscheid zur Erneuerung des maroden Treppenaufgangs Hindenburg-Liebleinstraße geben: am Dienstag, 4. Februar, 14.30 Uhr. Auch die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen. Bruno Wiesler hatte als Behindertenbeauftragter der Gemeinde einen Architekten kontaktiert und Barrierefreiheit, etwa durch Rampen für Fahrräder und Kinderwägen, Kontrastfarben und Beleuchtung, gefordert. Der VdK-Ortsvorsitzende betonte gegenüber dieser Redaktion, dass es ihm nicht um beheizbare Stufen gehe, anders als in der Beschlussvorlage zu lesen.

    Irritationen gab es auch bei Gemeinderat Lukas Hartung (FW) nach einem Rathaus-Gespräch über die Vergabe zweier Großplakat-Standorte, die bereits durch CSU und SPD belegt sind. Aus deren Fraktionen hieß es, die Vergabe werde über die Kreis-Geschäftsstellen geregelt. Warmuth sah einen normalen Vorgang. Hartung forderte klare Vergaberegeln und Fristvorgaben.

    Willi Warmuth trat zuletzt kursierenden Gerüchten entgegen, wonach der Tegut-Markt Hambach Ende März schließen werde. Die Filialleitung habe entschieden widersprochen, die Revitalisierung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Das Thema "Bufdi-Helfer für die Schule" sei ebenfalls nicht vom Tisch, teilte der Bürgermeister auf Nachfrage von Rainer Patzke mit.

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