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    Gerolzhofen

    Gemeinsam auf der Treppe des Lebens

    Beeindruckend: die Stele von Saleh Nemr. Foto: Schmid

    Im Rahmen des Schulfestes vermachte der syrischstämmige Bildhauer und Künstler Saleh Nemr der Grundschule Gerolzhofen eine Holzstele, die die Treppe des Lebens darstellt. Aufgestellt wurde das Geschmeide, dessen Sockel der Oberschwarzacher Gebhard Herzog baute, in der Aula des Grundschulgebäudes in Oberschwarzach. So der Wortlaut einer Pressemitteilung.

    „Die Stele zeigt eine um die Zahl Eins aufstrebende Treppe, sie zeigt aufstrebende Kinder, sie zeigt Menschen im Laufe ihrer Leben“, erklärte Nemr.

    Weiter heißt es in der Mitteilung: Die Stele führt eindrucksvoll vor Augen, dass ein Mensch niemals allein unterwegs sein kann, sondern dass es viele sind, die gemeinsam, miteinander auf dem Weg sind. Jeder hat sein Tempo, jeder hat seine Art, jeder hat sein Ziel. Die Stele erzählt von der Welt, sie erzählt vom Leben, sie erzählt dabei auch von der Schule, sie erzählt davon, wie Leben gelingt. Auf der Treppe des Lebens sind Rückschritte ebenso möglich wie Ruhepausen, wenn nur das Ziel immer vor Augen bleibt.

    Der Konnex zur Schule ist einerseits durch die Menschen, andererseits durch Zahlen und Buchstaben gegeben, die das Werk zieren. Dass die Buchstaben aus aller Herren Länder sind, zeigt eine weitere Option heutigen Lebens auf. Das Leben heute ist ein globales. Das Leben heute gelingt umso besser, je mehr Internationalität als Chance und weniger als Bedrohung begriffen wird.

    Rektor Helmut Schmid freute sich außerordentlich über die Kunstgabe. Mit der Installation verband er Wünsche: „Ich wünsche mir, dass alle Kinder dieser Schule einen Weg gehen, der immer nach oben führt. Ich wünsche mir, dass bei diesem Weg aber auch einmal Stillstand oder ein Schritt zurück möglich sind. Ich wünsche mir, dass alle Kinder diesen Weg auf ihre Art gehen, dass jedes Kind seine Stärken stärkt und an seinen Schwächen arbeitet. Und schließlich: Ich wünsche mir, dass dieser Weg immer ein gemeinsamer Weg sein möge, denn nur gemeinsam gelingt Schule, gelingt Leben richtig gut. Mögen wir uns täglich daran erinnern, wenn wir dieses Schulhaus betreten.“

    Saleh Nemr (47) lebt nunmehr seit vier Jahren in Deutschland. In Gerolzhofen hat er seine persönliche und berufliche neue Heimat gefunden. Der bereits in Syrien ausgezeichnete Künstler machte in Deutschland mehrfach auf sich aufmerksam. Seine Holzskulptur „Weg über das Meer“ in der Eingangshalle des Geomaris wurde ebenso beachtet wie seine Ausstellungen im Alten Rathaus oder zuletzt seine Beteiligung an SennArt in Sennfeld.

    Saleh Nemr stiftete der Grundschule eine Stele. Foto: Schmid

    Bearbeitet von Wolfgang Hüßner

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