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    „Gesang von mir selbst“

    Radierung aus der Folge Gesang von mir selbst (Gesang 16) mit dem Selbstportrait von Helm Zirkelbach.
    Radierung aus der Folge Gesang von mir selbst (Gesang 16) mit dem Selbstportrait von Helm Zirkelbach. Foto: MOS
    Museum Otto Schäfer

    (kim) Der Künstler Helm Zirkelbach (*1962) stellte Anfang letzten Jahres neue Arbeiten im Kunstsalong des Kunstvereins Schweinfurt aus. Im Anschluss daran schenkte er dem Museum Otto Schäfer seine erste große druckgrafische Folge „Gesang von mir selbst“ (1993), der das Gedicht „Song of myself“ des großen amerikanischen Lyrikers Walt Whitman (1819

    1892) zu Grunde liegt.

    Für jede der 52 Strophen schuf er eine eigene Radierung. Dies war umso erstaunlicher, als er sich erst 1991 als Autodidakt mit der Kunst des Radierens beschäftigt hatte. Zufällig war Zirkelbach damals im Nachlass seines Vaters auf ein Reklamheftchen von Whitmans Gedichtsammlung „Leaves of Grass“ („Grashalme“) in deutscher Übersetzung von Johannes Schlaf gestoßen. In einer persönlich schwierigen Situation schenken ihm Whitmans Verse, die das Individuum feiern, Zuversicht: „Ich feiere mich selbst und singe mich selbst / Und was ich mir herausnehme, das sollst auch du dir herausnehmen / Denn jedes Atom, das mir gehört, gehört ebensogut auch dir!“

    Die Ausstellung wird rund die Hälfte dieser Blätter präsentieren, dazu auch die neueste Folge „Ein ewig Hugärtle“ und eine Arbeit aus den Préludes, einer Hommage an Frédéric Chopin“.

    Ausstellungseröffnung: Sonntag, 22. März, 11 Uhr. Die Ausstellung läuft bis 26. Juli. Öffnungszeiten: Sa., 14–17 Uhr, So. und Feiertage, 10–17 Uhr.

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    Bearbeitet von Kirsten Mittelsteiner

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