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    SCHWEINFURT

    Geschichten über das Leben

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    „Urmel schlüpft aus dem Ei“ nach Max Kruse mit den Complizen Hannover (4. April) für Kinder ab 3 Jahren. Foto: Andreas Braun

    Die 28. Schweinfurter Puppenspieltage finden im 46. Jahr ihres Bestehens unter der künstlerischen Leitung von Christian Kreppel von Dienstag, 2. bis Samstag, 6. April statt. In diesen Tagen werden auf der Studiobühne des Theaters in 13 Vorstellungen neun unterschiedliche Produktionen für alle Altersstufen gezeigt.

    Das Hohenloher Figurentheater Herschbach zeigt am Dienstag, 2. April, um 9 und 11 Uhr für Kinder ab 4 Jahren „Der verzauberte Brunnen“ nach den Brüdern Grimm (Spieldauer rund 50 Minuten ohne Pause). Die Figuren stammen von Jürgen Maaßen, für das Bühnenbild zeichnet Rolf Cofflet verantwortlich, für die Kostüme Johanna Sperlich. Es spielen Johanna und Harald Sperlich.

    „Der verzauberte Brunnen“ ist ein klassisches Kasperspiel mit Musik nach dem Grimm?schen Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Kasper und Seppel belauschen im Wald die beiden jungen Teufel Vitzliputzli und Asmodeus: Der eine hat den Brunnen der Stadt vergiftet, der andere bewirkt, dass die Prinzessin Tausendschön Tag und Nacht mit offenen Augen schläft. Wer ihr helfen will, benötigt die drei goldenen Haare des Oberteufels. Kasper und Seppel stürzen sich ins Abenteuer, um die Stadt und die Prinzessin zu retten.

    „Der kleine Vampir“ nach Angela Sommer-Bodenburg wird ebenfalls vom Hohenloher Figurentheater Herschbach am Dienstag, 2. April, um 15 Uhr gespielt. Das Stück für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene dauert etwa 50 Minuten ohne Pause. Die Figuren- & Bühnenausstattung stammt von B. und G. Weinhold. Es spielen Johanna und Harald Sperlich.

    Anton liest gerne Gruselgeschichten – vor allem über blutrünstige Vampire. Rüdiger und seine Schwester Anna sind jedoch ganz anders als die Vampire, die der Junge bisher aus seinen Büchern kannte. Zu dritt erleben sie die tollsten Abenteuer und meistern diverse Gefahren: Johanna und Harald Sperlich spielen den Kinderbuchklassiker „Der kleine Vampir“ mit Maskenschauspiel und Tischmarionetten auf einer raffinierten Drehbühne.

    Das Stück „Schweinchen Wilbur und seine Freunde“ nach Elwyn Brooks White für Kinder ab 4 Jahren präsentiert am Mittwoch, 3. April, um 9, 11 und 15 Uhr das Theater con cuore Schlitz mit einer Dauer von rund 50 Minuten ohne Pause. Es spielen Virginia und Stefan P. Maatz. Inszeniert hat das Stück Detlef Heinichen/Theatrium. Bühnenbild und Figuren stammen von Matthias Hänsel, Musik und „eine Stimme“ kommen von Detlef Heinichen.

    Nach dem Kinderbuchklassiker „Wilbur und Charlotte“ erzählt „Schweinchen Wilbur und seine Freunde“ die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Wilbur und der Spinne Charlotte. Wilbur wartet traurig in einem fremden Stall bei Nässe und Kälte vergeblich auf seine Spielkameradin, das Mädchen Fern, das ihn großgezogen hat. Zu allem Überfluss erzählt ihm das alte Schaf, dass er ja sowieso bald geschlachtet wird. Seine Verzweiflung ruft Charlotte auf den Plan, die von nun an versucht, Wilburs Leben mit Geschick und Klugheit zu retten.

    Die Complizen Hannover zeigen den Klassiker „Urmel schlüpft aus dem Ei“ nach Max Kruse am Donnerstag, 4. April, für Kinder ab 3 Jahren um 9 und 11 Uhr (50 Minuten ohne Pause). Für die Inszenierung und das Figurenspiel zeichnet Ulrich Schulz verantwortlich.

    „Urmel schlüpft aus dem Ei“ ist ein wirrwarrwitziges Musical mit einem der liebenswertesten Geschöpfe der deutschen Kinderliteratur. Auf der Insel Titiwu bringt der Professor Habakuk Tibatong Tieren das Sprechen bei. Dann passiert etwas Unerwartetes: ein Eisberg wird an den Strand geschwemmt. Ein Ei befindet sich darin. Der Professor und seine Tiere brüten es aus. Heraus schlüpft ein Urmel. Eine Sensation.

    Das Figurentheater für Erwachsene mit Livemusik „Die Schachnovelle“ nach der Novelle von Stefan Zweig (1881-1942) wird am Donnerstag, 4. April, um 19.30 Uhr für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene (Dauer 1,15 Stunden ohne Pause) von der Bühne Cipolla in Kooperation mit Metropol Ensemble, KulturStadtLev/Forum Leverkusen & bremer shakespeare company aufgeführt. Für die Inszenierung, Bühnenbau, Spielfassung, Schau- & Puppenspiel zeichnet Sebastian Kautz verantwortlich. Komposition, Sounddesign, Violoncello & Bandoneon liegen in der Verantwortung von Gero John. Puppenbau, Kostümbild, Bühnenmalerei werden von Melanie Kuhl umgesetzt, das Lichtdesign liegt in der Hand von Frank Barufke, Harry Großmann, Sebastian Kautz und Florian Wilke.

    Die Handlung spielt an Bord eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Buenos Aires. Ein millionenschwerer Ölmagnat und ein geldsüchtiger Schachweltmeister liefern sich manische Brettspielgefechte, während der mysteriöse Dr. B. mit den Geistern seiner Vergangenheit kämpft. Als Vermögensverwalter einer renommierten Kanzlei geriet er in die Hände diktatorischer Mächte, die ihm mittels monatelanger Einzelhaft und zermürbender Verhöre diverse Bankgeheimnisse zu entlocken versuchten. Was ist grausamer: körperliche oder seelische Folter? Wieviel Einsamkeit erträgt ein Mensch? Stefan Zweigs Meisternovelle ist ein Plädoyer für Selbstbestimmung und für Kreativität. Ein paar gedruckte Zeilen helfen Dr. B. zu überleben. Doch die ersehnte Rettung durch geistige Beschäftigung schlägt ins fatale Gegenteil um, als er beginnt, im Kopf Schach gegen sich selbst zu spielen. Immer wieder auf sich selbst zurückgeworfen, heißt es unweigerlich irgendwann „Matt!“

    Das Theater Kuckucksheim Heppstädt zeigt am Freitag, 5. April, um 11 Uhr für Kinder ab 6 Jahren „Momo“, ein Figurentheater nach Michael Ende (Dauer rund 60 Minuten). Es spielen Benjamin Seeberger und Stefan Kügel. Die Inszenierung und Musik kommt von Dietmar Staskowiak, die Regieassistenz hat Nando Seeberger. Ausstattung und Puppen von Frauke Lehmann-Hössle, Lisa Palesche und Benjamin Seeberger.

    Der alte Beppo und der fantasievolle Gigi sind arm, aber glücklich – besonders, wenn Momo bei ihnen ist. Aber dann tauchen die „Grauen Herren“ auf, die mit ihren leeren Versprechen allen die Zeit rauben. Das eben wird trist und Momo gerät ins Visier der Grauen. Dieses Abenteuer wäre für sie ohne Meister Hora und die Schildkröte Kassiopeia wohl kaum zu meistern … Ein modernes Märchen über die Kostbarkeit gemeinsam erlebter Zeit.

    „We are the Champions – Mir sinn die Größdn“, eine fränkische Viecherei mit saustargen Songs steht am Freitag, 5. April, um 19.30 Uhr (Dauer 90 Minuten) für Erwachsene auf dem Programm. Der Text kommt von Helmut Haberkamm, es spielen Benjamin Seeberger, Stefan Kügel und Nando Seeberger. Die Regie führt Dietmar Staskowiak, die Musik spielen die „Rockoldies“ Dietmar Staskowiak und Band Schleuse. Für die Bühne ist Benjamin Seeberger und Team verantwortlich, für die Puppen Frauke Lehmann Hössle.

    Drei völlig am Boden zerstörte Franken stoßen zufällig auf die uralte Geschichte von den vier Tieren, die ausgemustert werden sollen, weil sie nutzlos geworden sind – also machen sie sich auf, um in Bamberg Stadtmusikanten zu werden, denn etwas Besseres als den Tod finden sie überall. Diese „vier Viecher“ entpuppen sich als Nothelfer und Vorbilder: Sie sind Underdogs wie die Drei – aber sie tun was. Sie brechen auf und suchen das Weite: die Freiheit und ein neues Leben. Beim Spiel mit dieser „dierisch schönen Gschicht“ finden die „kabudden Helden“ das, was sie bitter nötig haben: Mut und Stärke, Hoffnung und Freude.

    Das Theater Zitadelle Berlin-Spandau kommt mit dem Stück „Lotta zieht um“ von Astrid Lindgren (Dauer 45 Minuten) am Samstag, 6. April, um 15 Uhr für Kinder ab vier Jahren, inszeniert von Daniel Wagner, gespielt von Regina Wagner, ausgestattet von Ralf Wagner und Volker Schrills. Die Figuren stammen von Mechthild Nienaber und Ralf Wagner, die Technik liegt in der Hand von Ralf Wagner.

    Lotta hat es nicht leicht mit den Erwachsenen aus der Krachmacherstraße. Wie kann man eine Fünfjährige auch dazu zwingen, einen kratzigen Pullover anzuziehen? Kurzerhand zerfetzt Lotta das ungeliebte Kleidungsstück mit einer Schere. Als ihr klar wird, dass es deshalb Ärger mit der Mutter geben wird, zieht sie um. Lotta ist ein ungewöhnliches Mädchen und sagt immer: „Ich kann praktisch alles, was ich will.“ Das beweist sie ihren Eltern, wenn sie allein auf dem Dachboden der Nachbarin wohnt.

    Den Abschluss bilden am Samstag, 6. April, um 19.30 Uhr „Die Berliner Stadtmusikanten“ für Jugendliche und Erwachsene (Dauer 80 Minuten) mit dem Theater Zitadelle Berlin-Spandau. Pierre Schäfer inszeniert. Die Puppen stammen von Mechtild Nienaber, die Ausstattung von Ralf Wagner, die Musik von Stefan Frischbutter. Für die Kostüme sind Evelyne Höpfner und Ira Hausmann verantwortlich. Es spielen Regina Wagner und Daniel Wagner.

    Wer kennt sie nicht: Kuh, Wolf, Katz und Spatz, die etwas Besseres finden wollen als den Tod. In diesem Fall wartet er auf sie im Altersheim. Doch die Vier wollen noch einmal richtig auf die Pauke hauen und so ziehen sie los, nach Berlin, um dort Stadtmusikanten zu werden. Denn Wolf und Katz können wunderbar singen, die Kuh war eine große Ballerina, und erst der Spatz. Eine verblüffende Interpretation des bekannten Märchens mit skurrilen Tieren und Live-Musik.

    Karten für die Nachmittags- und Abendvorstellungen ab Samstag, 2. März, Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 5 10 – oder www.theater-schweinfurt.de. Karten für die Schulvorstellungen (9 und 11 Uhr) sind vormittags ab Montag, 25. Februar nur telefonisch unter Tel. (0 97 21) 51 49 52 erhältlich.

    „Der kleine Vampir“ nach Angela Sommer-Bodenburg für Kinder ab 6 Jahren mit dem Hohenloher Figurentheater (Dienstag, 2. April). Foto: Hohenloher
    „Der verzauberte Brunnen“ nach den Brüdern Grimm, Hohenloher Figurentheater (2. April). Foto: Hohenloher

    Bearbeitet von Kirsten Mittelsteiner

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