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    Schweinfurt

    Gesucht: Ideen und Aktionen für die Schweinfurter Mobilitätswoche

    Der Termin für die Mobilitätswoche 2020 steht: 16. bis 22. September. Am 20. September findet ein Familienfest statt. Mitmachen kann, wer eine Idee oder eine Aktion hat.
    Wie kann sich der Verkehr in der Stadt entwickeln? Werden weniger Autos unterwegs sein? Antworten will die Schweinfurter Mobilitätswoche geben. Das Foto zeigt die Marienbachkreuzung.
    Wie kann sich der Verkehr in der Stadt entwickeln? Werden weniger Autos unterwegs sein? Antworten will die Schweinfurter Mobilitätswoche geben. Das Foto zeigt die Marienbachkreuzung. Foto: Gerd Landgraf

    Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit finden längst nicht mehr an einem, sondern an verschiedenen Orten statt, weshalb der Mensch sehr mobil geworden ist und es auch bleiben will. Dass allerdings jedes zweite Verlassen der eigenen vier Wände zu einem durch einen Verbrennungsmotor angetriebenen Auto führt, kann im Zeichen des Klimawandels nicht die Zukunft sein.

    Einen Blick in eine andere Zukunft wollen die Organisatoren der Europäischen Mobilitätswoche in Schweinfurt in der Zeit vom 16. bis 22. September bieten (Mittwoch bis Dienstag). In zweiter Ausgabe (nach 2019) sollen Aktionen erneut einen leichten Zugang zum Thema bieten und gleichzeitig spannend, interessant und anschaulich informieren. Gesucht sind jetzt noch neue Ideen, Mitstreiter und Sponsoren.

    Stadt unterstützt Agenda-Gruppe

    Die Organisation liegt wiederum in den Händen von Manfred Röder, Sprecher der Arbeitsgruppe "Klimafreundliche Mobilität" der Lokalen Agenda 2030 der Stadt Schweinfurt. Mut für einen zweiten Durchgang hat ihm das Ergebnis eines SPD-Antrags an den Stadtrat gemacht. Zwar stehen nicht die von Stadträtin Marietta Eder geforderten 30 000 Euro im städtischen Haushalt, aber immerhin 5000 Euro, womit die Grundkosten für diverse Genehmigungen, aber etwa auch für Stromanschlüsse und Stromverbrauch gedeckt sind, "denn wir können doch insbesondere von all den ehrenamtlich Aktiven keine Teilnehmergebühren verlangen", sagte Röder im Gespräch mit der Redaktion.   

    Genauso wichtig ist für den Organisator die zugesagte Untersützung der Verwaltung im Rathaus, die in erster Linie aus dem Bauverwaltungs- und Umweltamt kommen soll. Anvisiert ist schließlich eine ganze Woche voller "Aktionen für Alle", bei denen Kontakte geknüpft werden und man die vielfältigen Varianten einer klimafreundlichen Mobilität kennenlernt.  

    Familienausflug mit dem E-Bike.
    Familienausflug mit dem E-Bike. Foto: Gerd Landgraf

    Manfred Röder: "Unter dem Motto 'Mobilität für Alle' wollen wir heuer alle Arten der Bewegung mitnehmen – vom Wandern über das Radln bis zum Autofahren, vom Bobbycar bis zum Rollator, von Sharing-Modellen bis zum ÖPNV." Auch will die Agenda-Arbeitsgruppe die Rahmenbedingungen für eine klimafreundliche Bewegung thematisieren, also etwa die Aufenthaltsqualität in der Stadt, die Chancen für mehr Grün in der Bebauung und die klimafeundliche Bereitstellung von Energie.

    Im Mittelpunkt der Woche soll wieder der Sonntag als Familientag stehen, an dem in der Innenstadt ein buntes Programm zur Mobilität und der Nachhaltigkeit geboten wird. Begleitende Fachveranstaltungen, Vorträge und Diskussionsrunden werden auf die Woche verteilt, die auch für aktive Mittagspausen oder mobile Abendevents genutzt werden kann. Aktivitäten wie Laufen, Radeln oder Spielen sollen eingebunden werden.

    Wer macht mit?

    Gedacht ist an kleine und große Maßnahmen in Sportvereinen oder Wandergruppen, an betriebliche Präventionsprogramme und an die Beteiligung von Schulen und Kindergärten. Vorstellen kann sich die Agenda-Arbeitsgruppe zudem einen Abend der offenen Türen in Autohäusern und Fahrradgeschäften, Vorträge über den ÖPNV, Car- und Bikesharing, Informationen zur Energie- und zur Verkehrswende, Filmbeiträge, ein Verkehrssicherheitstraining, eine Fußgänger-Rallye und Fahrradtouren. 

    Schwerpunkt der Aktionen wird zwar die Stadt Schweinfurt sein, doch wird der Landkreis ebenfalls einbezogen – auch mit Aktionen in den Gemeinden. Weitere Informationen gibt es bei Manfred Röder, Tel. 0160 98 01 63 60, oder über manfred.roeder@arcor.de via Mail.

    Die Europäische Mobilitätswoche ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 wollen Kommunen in ganz Europa zeigen, dass nachhaltige Mobilität möglich sei, Spaß mache und im Alltag gelebt werden könne. Ziel ist es, den Verkehr vor Ort dauerhaft klima- und umweltverträglicher zu machen.

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