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    Schweinfurt

    Gewerkschaft fordert 500 Euro Zulage und mehr Mitbestimmung

    Die Schweinfurter Gewerkschafter im Gesundheitswesen haben während eines Online-Meetings klare Vorstellungen und Forderungen für ihren Bereich entwickelt.

    Das teilt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung mit. "Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, insbesondere in den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Wohlfahrtsverbänden und Kirchen, sind systemrelevant", erklärt Dieter Rottmann als Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheitsdienste bei der Gewerkschaft Verdi. "Deshalb fordern wir für alle Beschäftigten in diesem Bereich eine Zulage von 500 Euro im Monat."

    Gewerkschaft fordert Klarstellung zu Gesundheitsnotstand

    Zudem brauche es eine Klarstellung, was bei einem Gesundheitsnotstand passiere. Das bayerische Kabinett kann diesen durch eine Gesetzesänderung ausrufen. Sollte es zu Hilfseinsätzen breiterer Kreise kommen, brauche es selbstverständlich auch für sie die entsprechende Schutzausrüstung, eine Einarbeitung und eine Einweisung, heißt es weiter.

    Ebenso müssten diese Beschäftigten "mindestens den Lohn nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst" bekommen, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Marietta Eder.

    Für die Zeit nach der Krise fordert die Gewerkschaft bereits einen grundlegenden Systemwechsel. "Höhere Löhne, mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Refinanzierung. Nur so ist auf Dauer eine gute Versorgung möglich", sagt Eder.

    Nicht alle Berufsgruppen haben die nötige Schutzausrüstung

    Zudem müsse es für alle Beschäftigten in den Krankenhäusern und Einrichtungen ausreichend Schutzmasken und Schutzkleidung geben. "Wir nehmen wahr, dass sich viele Arbeitgeber bemühen. Dennoch passiert es, dass nicht alle Berufsgruppen mit der nötigen Schutzausrüstung ausgestattet werden", fordert Eder. Verdi fordert auch Tests für die Beschäftigten.

    Wichtig ist den Gewerkschaftsvertretern die Mitbestimmung der Betriebs- und Personalräte oder der Mitarbeitervertretung. Deshalb müssten auch den Betriebs- und Personalräten alle nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden. 

    Die Gewerkschaft fordert zudem mehr Reinigungspersonal. Es werde häufig nur gereinigt, wenn eine Verschmutzung offen erkennbar sei. Hygiene sei in Krankenhäusern  von fundamentaler Bedeutung. Auch hier brauche es nach der Krise ein Umdenken.

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    Bearbeitet von Jürgen Sterzbach

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