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    SENNFELD

    „Gibts nicht“, gibts bei Wiener Bike Parts fast nie

    Man darf von einer logistischen Meisterleistung sprechen, die Sennfeld zum Nabel des Fahrradteilehandels in Deutschland, Österreich und Schweiz gemacht hat. In der Max-Planck-Straße 8 hat das Traditionsunternehmen E. (Engelbert) Wiener Bike Parts seinen Sitz unter dem Dach der Winora Group. 180 Mitarbeiter (Winora gesamt: 400 Beschäftigte) sorgen dafür, dass täglich bis über 5000 Pakete mit dem jeweils bestellten Inhalt auf den Weg gebracht werden. Und weil Geschäftsführer Christoph Mannel gleichzeitig der Geschäftsführer aller zum Accell Konzern gehörenden Fahrradteilehandelsfirmen ist, darf sich Sennfeld auch als Sitz des größten Fahrradteilehandels in Europa rühmen.

    Die Eigenmarke XLC

    Beim Firmenbesuch hat die Redaktion nicht nur mit Christoph Mannel, sondern auch mit Burkard Schuster gesprochen, dem Geschäftsführer der international ausgerichteten Komponentenmarke XLC Bike Pats der Winora Group. XLC ist seit 15 Jahren auf dem Markt und hat ebenfalls Sitz in der Max-Planck-Straße. Die Winora-Eigenmarke XLC entwickelt und vertreibt 2500 Fahrradkomponenten und Bike-Accessoires, die von Partnerfirmen gefertigt werden.

    In acht Kategorien will XLC mit funktionellen, modischen sowie komfortablen Produkten und neuesten Technologien ambitionierte Sportler wie auch den City-Radler überzeugen. Im Angebot sind Bekleidung und Helme, Gepäckträger, Packtaschen und Anhänger, Werkzeuge und Pflegemittel, Lenker, Sättel und Pedale, Bereifung, Bremsen, Ketten und Steuersätze und das Zubehör von der Glocke über die Beleuchtung bis zum Computer.

    Wachstum angepeilt

    XLC schickt sich augenblicklich an, weltweit aktiv zu werden. Präsent ist man bislang in 40 Ländern, vor allem in Europa. Allein im deutschsprachigen Raum sind bei den Händlern zehn Kilometer XLC-Präsentationswände aufgebaut. Wachstumschancen werden im hochwertigen Angebot gesehen. Im mittleren Preissegment sieht sich die Winora-Eigenmarke bestens aufgestellt, vor allem durch das Preis-Leistungsverhältnis.

    XLC Bike Parts und E. Wiener Bike Parts gehören zu Winora und Winora zu der niederländischen Accell Group, dem größten Fahrradhersteller Europas mit den Fahrradmarken Ghost, Winora, Staiger, Haibike, Sinus, Greens, Batavus, Tunturi, Lapierre, Loeke, Sparta, Koga und Nicholas Bikes sowie die Teilehändler E. Wiener Bike Parts, Batavus Bäumker, Juncker Bike Parts, Redline und Seattle Bike Supply. Der Jahresumsatz der Accell Group lag zuletzt bei 1,03 Milliarden Euro (1,3 Millionen verkaufte Fahrräder, davon 60 Prozent E-Bikes). Ein Viertel des Umsatzes stammt aus dem Teilehandel – davon 120 Millionen aus Sennfeld.

    Katalog mit 1700 Seiten

    In dem 4,8 Kilogramm schweren Katalog von E. Wiener Bike Parts (1700 Seiten) hat der Händler die Wahl unter 45 000 verschiedenen Artikeln von 200 Herstellern aus der Fahrradbranche. Verschickt wurden im Frühjahr die Kataloge an 7000 Händler in Deutschland, Österreich und Schweiz. Insgesamt brachten es die diesmal bestellten Kataloge auf ein Gewicht von 47 Tonnen.

    Weil alle 45 000 Artikel zu jeder Zeit verfügbar sein müssen (bei Bestellungen aus Deutschland bis 19 Uhr erfolgt die Auslieferung am nächsten Tag), ist personell der Einkauf stärker als der Verkauf besetzt. Ware wird täglich containerweise angeliefert. An die Händler abgeschickt werden am Tag bis über 5000 Kartons. In weiter entfernte europäische Länder ist eine Auslieferung binnen 48 Stunden versprochen.

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