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    Gochsheim

    Gleis-Spaziergang: Grüne wollen Steigerwaldbahn wiederbeleben

    Bei einem Gleis-Spaziergang auf dem Bahnhofsgelände in Gochsheim untermauerten die Grünen ihre Forderung zur Wiedereröffnung der Steigerwaldbahn. Im Bild (von links) Landtagsabgeordneter und Kreisrat Paul Knoblach, Reginhard von Hirschhausen (Stadtrat Schweinfurt), Gerold Schömig (Gemeinderat Sennfeld) und Thomas Vizl (Stadtrat Gerolzhofen, Kreisrat). Foto: Foto Kreisverband B90/Grüne.

    Mit einem Gleis-Spaziergang haben die Schweinfurter Bündnisgrünen für die Wiederbelebung der Steigerwaldbahn geworben. Bei der Aktion auf den stillgelegten Gleisanlagen in Gochsheim präsentierten der Landtagsabgeordnete Paul Knoblach (Garstadt), der Sennfelder Gemeinderat Gerold Schömig, der Schweinfurter Stadtrat Reginhard von Hirschhausen sowie Stadt- und Kreisrat Thomas Vizl ( Gerolzhofen) das Pro-Steigerwaldbahn-Banner, informieren die Grünen in einer Pressemitteilung.

    Ohne eine Mobilitätswende komme man im Kampf gegen den Klimawandel nicht weiter, setzt sich Knoblach für die Wiederbelebung des Schienenverkehrs zwischen Kitzingen und Schweinfurt ein. In Gochsheim und Gerolzhofen haben sich Bürgerinitiativen dagegen gegründet. Die Interessen der hiesigen Grünen unterstützen auch die Bundesabgeordneten Manuela Rottmann (Hammelburg), Matthias Gastel (Stuttgart) und Cem Özdemir, heißt es in der Pressemitteilung. In einem Schreiben an den DB-Konzernbevollmächtigten für Bayern, Klaus-Dieter Josel, hätten sie aufgrund der Verkaufspläne der Bahn gerade zum jetzigen Zeitpunkt "Zweifel an der unternehmerischen Sorgfalt im Umgang mit dem DB Immobilien anvertrauten Bundesvermögen" geäußert. Die Grünen erinnern an die Beschlüsse der Kreistage Kitzingen und Schweinfurt sowie aktuell der Stadt Schweinfurt, die sich für die Erstellung einer Potenzialanalyse für die Reaktivierung durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) entschieden haben.

    Bahn soll Verkaufspläne stoppen

    Nicht nachvollziehbar ist für den örtlichen Landtagsabgeordneten Knoblach eine Aussage des DB-Konzernbevöllmächtigten Josel, dass es von Seiten der BEG keine Reaktivierungsüberlegungen gebe, weil die Kriterien dafür nicht erfüllt seien. Knoblach verweist auf ein Gutachten der Uni Würzburg, wonach die Teilstrecke Gerolzhofen-Schweinfurt mit bis zu 1700 prognostizierten Fahrgästen täglich wirtschaftlich betreibbar wäre. "Das sind deutlich mehr als die geforderten 1000 Reisenden täglich."

    Knoblach fordert die Bahn auf, den Verkaufsvorgang zu stoppen, bis geklärt ist, ob die Strecke entwidmet wird oder nicht. Kreisrat Thomas Vizl verweist auf die Bedeutung der vorhandenen Schieneninfrastruktur für die Regionalentwicklung: "Eine rund 50 Kilometer lange Strecke stellt einen hohen Wert für die Allgemeinheit dar."

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