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    GOCHSHEIM

    Gochsheim ist bereit für die Kirchweih

    Kirchweih wird am Wochenende in Gochsheim gefeiert. Die Planpaare auf einer kleinen Werbetour, das Foto ist in Wipfeld e... Foto: Martina Angermüller

    Vor 369 Jahren feierte das Reichsdorf mit dem ersten Friedensfest 1649 nach dem Dreißigjährigen Krieg die Wiedererlangung der Reichsfreiheit. Es war quasi das Geburtsjahr der Kirchweih, die heutzutage jedes Jahr am ersten Septemberwochenende, gefolgt von der Nachkirchweih acht Tage später, gefeiert wird.

    Im Jahr 2017 brachte dieser Brauch der Gemeinde sogar einen Eintrag in die Verzeichnisse des Immateriellen Kulturerbes Bayerns und der Bundesrepublik Deutschland ein. Die „Kärm“ wird geprägt von vielerlei Traditionen, die penibel eingehalten werden.

    Im Zentrum stehen natürlich die Planpaare. Wie beliebt der Tanz auf dem Plan ist, zeigt die Tatsache, dass sich auch heuer wieder sieben Paare gefunden haben, um den Tanz mit der genau festgelegten Zeremonie auf dem Plan zu eröffnen.

    Am Kirchweihsonntag marschieren die Planpaare am Nachmittag, angeführt vom Planhüpfer Philipp Wagner und der Musikkapelle ein, um nach dem von Planschenk Christian Ganzinger kredenzten Plantrunk mit je einer Tour Walzer, Rheinländer, Schottisch und zum Schluss einem Dreher den Plan für jedermann zum Tanzen freizugeben. Gefeiert wird rund um den Plan mit einem breiten Angebot an lukullischen Genüssen und Rummelplatz. Die Gemeinde fühlt sich den Planpaaren sehr zum Dank für die schöne Kirchweih verpflichtet und ehrt die Paare früherer Zeiten.

    Diejenigen, die schon vor 50, 60, 65 oder gar 70 oder 75 Jahren den Plan eröffneten, werden im Vorfeld der Kirchweih zu einem gemeindlichen Empfang im Bürgersaal des historischen Rathauses mit dem traditionellen Kirchweihessen Leberklöß mit Sauerkraut eingeladen. Am Rande gibt?s noch zwei kleine Jubiläen zu feiern: Die Broschüre zur Kirchweih erscheint heuer zum 20. Mal und seit 35 Jahren gestalten die Mönchstockheimer Musikanten den musikalischen Rahmen.

    Bearbeitet von Herbert Markert

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