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    Hesselbach

    Gottesdienstbeauftragte "ein besonderer Brief Gottes"

    Ehrung für 25jährigen Dienst: Im Bild Renate Schmitt (von links), Johanna Niklaus, Waltraud Scheller, Gemeindereferentin Barbara Gößmann-Schmitt, Resi Rudolph und Pfarrer Ludwig Troll. Foto: Roland Frühwacht

    "Die manchen das richtig klasse", "Ich bin ein Fan von denen" und "Die geben sich so viel Mühe". Das war im Gottesdienst, in dem Renate Schmitt, Waltraud Scheller und Resi Rudolph für ihren 25 jährigen Dienst als Gottesdienstbeauftragte geehrt wurden. Ein solch positives Feedback von Kirchenbesuchern auf die Frage von Johanna Niklaus "Wie findet ihr es, dass diese Frauen Wort-Gottes-Feiern halten?" ist mehr als bemerkenswert.

    Ausgesandt wurden die drei Frauen damals von Weihbischof Helmut Bauer in der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön, die die fünf Pfarreien Ebertshausen, Hesselbach, Hoppachshof, Reichmannshausen und Üchtelhausen, sowie die Katholiken in Zell, Weipoltshausen und Madenhausen und in den Weilern Thomashof und Ottenhausen umfasst. Insgesamt sind zehn Gottesdienstbeauftragte hier eingesetzt.

    Ausgebildet wurden die drei Gottesdienstbeauftragten von Dekan Gregor Mühleck und dem ehemaligen Pfarrer von Hesselbach Hermann Steinert. Johanna Niklaus, deren Heimatpfarrei Hesselbach ist, war bis zu ihrer Pensionierung als Gemeindereferentin im Dekanat Schweinfurt-Nord zuständig für die Ausbildung und Begleitung von Gottesdienstbeauftragten. In der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön übernimmt sie seit Jahren ehrenamtlich deren geistliche Begleitung.

    In achtwöchigen Treffen mit ihnen geht es für Johanna Niklaus nicht nur darum einen geistlichen Impuls zu geben, sondern auch die kommende Zeit des Kirchenjahres in den Blick zu nehmen. Johanna Niklaus erklärt, dass in den fünf Kirchen der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön die Liturgie bei kirchlichen Hochfesten, wie zum Beispiel Ostern oder Weihnachten, immer von einem der beiden Priester oder von einem Gottesdienstbeauftragten gehalten wird.

    Resi Rudolph, Waltraud Scheller und Renate Schmitt machen bei den von ihnen gehaltenen Wort-Gottes-Feiern oft von der Möglichkeit Gebrauch, örtliche Gegebenheiten zu berücksichtigen. Ihnen stehen, wie allen Gottesdienstbeauftragten, Lesepredigten zur Verfügung, aber persönliche Worte des eigenen   Glaubenszeugnissen kommen bei den Gottesdienstbesuchern gut an.

    Pfarrer Ludwig Troll dankte den drei Frauen für ihre Bereitschaft seit einem Vierteljahrhundert ehrenamtlich im kirchlichen Dienst zu arbeiten. Sie werden besonders für die lebendige Gottesdienstgestaltung von den Gottesdienstbesuchern geschätzt. Pfarrer Ludwig Troll bezeichnete sie als Vorbilder für ein gelebtes Christentum und nannte die Wort-Gottes-Feiern eine wertvolle Ergänzung zu den Eucharistiefeiern. Er sehe den Dienst der Gottesdienstbeauftragten als Hilfe und Bereicherung bei den pastoralen Aufgaben in den Pfarreien.

    In der Dialogpredigt erläuterten Johanna Niklaus und Gemeindereferentin Barbara Gößmann-Schmitt, warum die drei Geehrten als "ein besonderer Brief Gottes" an die Menschen wegen ihres Dienstes als Gottesbeauftragte zu sehen seien.  Die Frage, warum sie gerne Wort-Gottes-Feiern leitet, beantwortet Resi Rudolph spontan: "Damit die Kirche im Dorf bleibt". Das sei wichtig in Zeiten des Priestermangels. "Wir haben uns als Frauen für diese Aufgabe eingebracht, lange bevor es "Maria 2.0" gab und sind mit vollem Herzen dabei", setzt sie  hinzu.

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