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    SCHWEINFURT

    Grönemeyer-Konzert: Das Stadion ist gerüstet

    Grönemeyer-Konzert: Am Sonntag tritt Herbert Grönemeyer im Willy-Sachs-Stadion auf. Bis zu 20 000 Zuschauer passen hinein.

    Geschäftiges Treiben herrscht derzeit im Willy-Sachs-Stadion. Am Sonntagabend wird dort Musiker Herbert Grönemeyer auftreten und bis dahin muss alles fertig sein. „Wir liegen super im Rahmen“, sagt der technische Leiter Stephan Haas von der Firma Argo-Konzerte. Seit Donnerstag werkeln etwa 30 Techniker, um die 30 mal 16 Meter große und insgesamt 16 Meter hohe Bühne rechtzeitig fertigzustellen.

    Grönemeyer Vorbericht

    Herbert Grönemeyer gibt am Sonntag ein Konzert im Willy-Sachs-Stadion. Wir waren heute schon mal vor Ort und haben uns für euch den Aufbau zeigen lassen. Es gibt übrigens noch Karten! Hier der komplette Vorbericht inkl. Tipps für die Anreise: https://www.mainpost.de/8754266 (Video: Lukas Will)

    Posted by Schweinfurter Tagblatt on Freitag, 29. Mai 2015

    Am Freitagvormittag steht schon ein Großteil des Gerüsts. „Wir sind gerade dabei das Dach fertigzumachen“, erklärt Haas. Acht 40-Tonnen-Tieflader haben die Bauteile angeliefert. Doch das ist noch nicht alles: Hinzu kommen 18 weitere Lastkraftwagen, die Veranstaltungstechnik anliefern. Allerdings kommen diese nicht durch das Marathon-Tor. Deshalb wird ein Kran anrücken, um die Technik in das Stadion zu hieven. Das geschieht allerdings erst am Sonntag innerhalb von acht Stunden mit zusätzlichen 60 Mitarbeitern, denn tags zuvor spielt Grönemeyer in Bonn. „Das ist sportlich, funktioniert aber und hat sich schon hundertfach bewährt“, sagt Haas.

    Ausgelegt ist die Bühne für Konzerte mit bis zu 60 000 Zuschauern und so wird das Schweinfurter Stadion bestens ausgestattet sein, wenn Grönemeyer die Zusatzshow zu seiner „Dauernd jetzt Tour“ spielt. Man muss nicht mal in der ersten Reihe stehen, um Grönemeyer zu sehen. Auch von ganz hinten wird der deutsche Sänger gut zu sehen sein, denn an den Bühnenseiten werden große Bildschirme aufgehängt, die knapp sechs Meter breit sind.

    Tontechnisch ist ebenfalls alles auf höchstem Niveau. Lautsprecher beschallen nicht nur den Innenraum, sondern auch die Tribüne mit den Sitzplätzen. Trotzdem soll es in der Umgebung des Stadions verhältnismäßig ruhig bleiben, denn der Schall lasse sich inzwischen recht genau begrenzen. „Für die Anwohner ist das eine tolle Geschichte. Sie kriegen zwar sicherlich ein bisschen was ab, aber da werden wir uns im Rahmen der behördlichen Auflagen bewegen“, versichert der technische Leiter.

    Für die Sicherheit sorgen circa 150 Ordner. Bei medizinischen Notfällen stehen etwa 60 ehrenamtliche Johanniter bereit. „Wo viele Menschen zusammenkommen, passiert auch viel“, berichtet Einsatzleiter Olaf Mauer. „Mit Ohnmachtsanfällen wie bei Teeniebands werden wir es beim Grönemeyer-Konzert nicht zu tun haben.“ Allerdings könnten die Sanitäter es mit vielen Notfällen zu tun bekommen, die nicht direkt etwas mit dem Konzert zu tun hätten, beispielsweise Herzinfarkte. Die Johanniter haben Erfahrung in solchen Geschichten, denn sie betreuten in dem Stadion schon ähnlich große Auftritte von den Scorpions oder Die Toten Hosen.

    „Mit Ohnmachtsanfällen werden wir es beim Grönemeyer-Konzert nicht zu tun haben.“
    Olaf Mauer (Einsatzleiter Johanniter)

    Bis zu 20 000 Zuschauer sind für das Konzert zugelassen. Noch gebe es genügend Karten, heißt es von Veranstalterseite, sodass es eine Abendkasse geben wird. Dass das Konzert zeitgleich mit dem Abschaltfest zum Kernkraftwerk Grafenrheinfeld zusammenfällt sei „totaler Zufall“, sagt Cornelia Wagner von Argo-Konzerte. Einlassbeginn ist am Sonntag um 17 Uhr. Um 19.30 Uhr wird als Vorband die Berliner Sängerin Balbina spielen, die wie Grönemeyer deutsche Popmusik macht. Grönemeyer selbst wird dann ab etwa 20.15 Uhr auftreten. Das Konzert soll bis 23 Uhr beendet sein.

    Übrigens: Fußballfreunde müssen keine Angst zu haben, dass die Menschenmassen den Untergrund zertreten. „Unsere sechs Mann starke Crew verlegt jetzt den Boden. Die Rasenschutznetze lassen UV-Licht und Wasser durch. Plastikmatten verteilen dann das Gewicht, sodass der Rasen nicht beschädigt wird. Das ist eine Spezialanfertigung“, sagt Haas. „Theoretisch könnten die Fußballer am Montag wieder spielen.“ Bis dahin soll die Bühne abgebaut sein. Haas muss nach seiner Aufgabe in Schweinfurt sofort weiter nach Nürnberg, um beim Festival Rock im Park mitzuhelfen – und bald darauf für ein Helene-Fischer-Konzert im Grundig-Stadion.


    Tipps für die Anreise

    • Öffentlicher Nahverkehr: Die Eintrittskarte berechtigt am Veranstaltungstag ab 14 Uhr zur Hin- und Rückfahrt mit den Linienbussen der Stadtwerke Schweinfurt. Ausgenommen sind Bahn- und Buslinien des Regionalverkehrs. Ein Sonderbus fährt Konzertbesucher nach der Veranstaltung von der zusätzlich eingerichteten Haltestelle am Willy-Sachs-Stadion in die Innenstadt beziehungsweise zum Hauptbahnhof.
    • Mit dem Auto: Kostenpflichtige Parkflächen stehen auf den unmittelbar an das Veranstaltungsgelände grenzenden Ledward Barracks zur Verfügung. Hauptzufahrt über die Niederwerrner Straße.
    • Straßensperrungen: Der Kasernenweg ist von 13 Uhr bis ca. 24 Uhr für den Verkehr gesperrt. Am Ander-Kupfer-Platz, direkt vor dem Willy-Sachs-Stadion, ist Halteverbot. Zum Ende der Veranstaltung wird die Niederwerrner Straße zwischen John-F.-Kennedy-Ring und Richard-Wagner-Straße voraussichtlich voll gesperrt. Zu beachten sind außerdem die weiteren Verkehrshinweise und Sonderregelungen vor Ort. Der Veranstalter bittet darum, die Anweisungen der Ordner zu befolgen.

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