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    Gernach

    Große Aufgaben für die Kirchenstiftung St. Aegidius

    Nach den Informationen über die geplanten Baumaßnahmen gab es angeregte Gespräche und Diskussionen unter den Gästen der Informationsveranstaltung. Foto: Erhard Scholl

    Die Außenrenovierung und Ertüchtigung des Glockenstuhles sowie die Neuanschaffung von drei Glocken und Renovierung der vierten Glocke der St. Aegidius-Kirche in Gernach waren Thema der Sitzung des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung Gernach im TSV-Sportheim. Zu Beginn hatte Pfarrer Thomas Amrehn auf die Bedeutung der Glocken hingewiesen. Geplant ist, mit den Renovierungsarbeiten im April zu beginnen. Bis Allerheiligen soll alles fertig sein; ob die neuen Glocken dann schon läuten, ließ der Seelsorger noch offen.

    Die Gesamtkosten der Außenrenovierung belaufen sich auf etwa 325 000 Euro, informierte Thomas Amrehn. Sein Dank galt der Gemeinde für den Zuschuss von 110 000 Euro, die Landesstiftung für Denkmalschutz hat 24 000 Euro in Aussicht gestellt; man hoffe jedoch noch auf eine Erhöhung dieses Zuschusses. 5000 Euro hat das Landesamt für Denkmalschutz zugesagt, die gleiche Summe kommt vom Bezirk Unterfranken. Die Diözese Würzburg wird im kommenden Jahr 100 000 Euro zuschießen, ein Jahr später noch einmal 50 000 Euro.

    Erfahrung mit Kirchenrenovierungen

    Diese Summe muss mit Darlehen zwischenfinanziert werden. Man bitte auch die Banken um Zuschüsse. Die Kirchenstiftung müsse nach augenblicklicher Lage für 26 000 Euro geradestehen. Das Architekturbüro Benedikt Gerber habe Erfahrung mit Kirchenrenovierungen und da etwa 50 Prozent der Auftragssumme schon vergeben sind, sei man zuversichtlich, im vorgesehenen Kostenrahmen zu bleiben, war die Antwort des Seelsorgers auf die entsprechende Frage von Bruno Back.

    Den größten Anteil an den Baukosten schlucken die Natursteinarbeiten, so der Seelsorger auf die kritische Frage von Werner Mauder, warum die Gesamtkosten für die Außenrenovierung so hoch liegen. Die Verpressarbeiten, um die Risse im Gemäuer abzusichern, seien auch ein erheblicher Kostenfaktor.

    Auf 85 000 Euro werden die Gesamtkosten für die Instandsetzung des Glockenstuhls, die Anschaffung von drei neuen Glocken und die Renovierung der vierten Glocke aus dem Jahr 1908. Der Nachkriegszeit ist es geschuldet, dass die nach dem Krieg neu angeschafften Glocken aus Gußstahl angefertigt und später schwarz überstrichen wurden, sodass man Roststellen und Sprünge nicht mehr orten kann. Die erst im Jahr 1908 angeschafften Glocken wurden unter dem Protest der Bevölkerung im zweiten Weltkrieg vom Turm entfernt und eingeschmolzen. Allein das Abnehmen der Glocken schlage mit 7000 Euro zu Buche, informierte der Pfarrer.

    Unterstützung für die Kirche

    Zieht man den Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 15 000 Euro und andere noch zu erwartende Zuschüsse in Höhe von 4500 Euro von der Gesamtsumme ab, hat die Kirchenstiftung Gernach etwa 65 000 Euro zu tragen. Hier hatte der Seelsorger eine Reihe von Vorschlägen, wie man sich an der Finanzierung dieser Summe beteiligen könne: Man kann - als Verein oder als Einzelperson - eine Glocke stiften. Dafür liegen die Kosten zwischen 8000 und 10 000 Euro. Stifter werden auf einer Gedenktafel oder an der Glocke selbst verewigt.

    Eine weitere Möglichkeit ist eine Messstiftung in Höhe von 500 Euro: Über den Zeitraum von zehn Jahren wird dann dem Stifter zweimal jährlich in einer Messfeier gedacht. Auch die Gewährung eines zinslosen Darlehens kann helfen: Man kann den Geldbetrag und auch die Modalitäten des Darlehens selbst festlegen, die Diözese Würzburg garantiert die Rückzahlung des Darlehens. Im Notfall kann man auch früher über das Darlehen verfügen. Ein weiterer Weg: Drei Jahre lang jeweils 300 Euro spenden oder eine einmalige Spende. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Karin Johe-Nickel bedankte sich bei Pfarrer Thomas Amrehn für seinen Einsatz für die Renovierung der Kirche.

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