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    EBRACH

    Großer Zulauf bei offenen Gefängnistoren

    Ein voller Erfolg war der Handwerkermarkt der Justizvollzugsanstalt (JVA) im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre Jugendstrafvollzug in Ebrach“. Bei offenen Gefängnistoren konnten sich die zahlreichen Besucher nach der offiziellen Eröffnung und Begrüßung durch Gefängnisleiter Gerhard Weigand ein Bild von der Arbeit mit Gefangenen in den Handwerks- und Arbeitsbetrieben machen.

    In allen Betrieben wurde vorgestellt, welche Produkte und Dienstleistungen von den Gefangenen hergestellt werden. Die Handwerksmeister und Betriebsleiter standen in ihren Bereichen den vielen Interessierten Rede und Antwort und so mancher Besucher musste sein Bild vom „Knast“ überdenken. Dass in Ebrach so viel Augenmerk auf die Berufsausbildung der Gefangenen gelegt wird und dabei derart hochwertige Produkte hergestellt werden, das beeindruckte viele der Marktgäste.

    So konnte man sich in Sachen Landwirtschaft über ökologischen Ackerbau und Viehzucht informieren, in der Schlosserei über maßgefertigte Gartenzäune und Hoftore, in der Schreinerei über Möglichkeiten im Möbelbau, bei den Elektrikern oder Heizungsbauern über moderne Haustechnik, bei den Malern über kreative Oberflächengestaltung oder in der Kfz-Werkstätte über die umfangreiche Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Auch der Stand der arbeitstherapeutischen Betriebe fand großen Anklang und viele Besucher deckten sich mit verschiedensten Dekoartikeln oder Nistmöglichkeiten ein. Ein Stand des Internetanbieters „Haftsache“, der ausschließlich Produkte aus bayerischen Justizvollzugsanstalten im Sortiment führt, rundete das Angebot ab.

    Für Kinder war mit einer riesigen Hüpfburg, Fahrzeugen der Firma „BIG“ als einem der Kooperationspartner der JVA, einem Streichelgehege mit jungen Galloway-Rindern und dem Bepflanzen eigener Kräutertöpfchen viel Abwechslung geboten. Auch für die erwachsenen Marktbesucher gab es verschiedene Möglichkeiten, sich aktiv zu betätigen. Beim Nachhausegehen kamen viele auf das Angebot der Metzgerei und Bäckerei zurück und nahmen sich Portionswürste und Brot mit.

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