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    Röthlein

    Großgemeinde Röthlein soll noch schöner werden

    Die Dorfplätze in Heidenfeld sind endlich fertig und tragen zum attraktiven Ortsbild bei, doch gerade in den Seitenbereichen der Dorfstraße gibt es noch erhebliches Potenzial zur Attraktivitätssteigerung. Dies könnte jetzt dank des ISEK realisiert werden. Foto: Daniela Schneider

    Einen Schritt nach dem anderen gehen: So definiert Städteplanerin Christiane Wichmann (Architekturbüro Perleth) die Aufgaben, die zukünftig in punkto Städtebauförderung auf Verwaltung, Gemeinde und Planer zukommen.

    Schon in der jüngsten Bürgerversammlung hatte sie Ideen für eine attraktivere Gestaltung der drei Ortsteilkerne vorgestellt, für die verschönernden Maßnahmen könnten verschiedene Förderprogramme greifen.

    Doch die Zeit drängt. Bis 31. Oktober muss der förmliche Antrag der Regierung von Unterfranken vorliegen. Und so stand jetzt im Gemeinderat der Grundsatzbeschluss an.

    Planerin Wichmann stellte das Prozedere kurz vor. Bereits ein Ortstermin im April ergab: Alle drei Ortsteile haben das Potenzial für die Aufnahme ins Bayerische Städtebauförderungsprogramm. Beantragt wird das Ganze als Einzelmaßnahme mit dem Titel "Erstellen eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für das Gesamtgemeindegebiet mit vorbereitenden Untersuchungen (VU) in den Ortskernen Röthlein, Heidenfeld, Hirschfeld". Es ist ein erster Schritt zu ortsverschönernden städtebaulichen Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen.

    Wichmann stellte den Antrag kurz vor. Darin enthalten sind neben Formalien auch die Lagepläne aller drei Ortsteile mit dem Umgriff der Maßnahmen, eine erste Bedarfsmitteilung für 2020 mit den voraussichtlichen Kosten, ein Zeitplan und ein Gemeinderatsbeschluss, der abschließend einstimmig über die Bühne ging.

    Wichmann wies gleich darauf hin, dass die Teilnahme am ISEK ein fortlaufender Prozess mit wiederkehrenden Modalitäten und vielen, permanent zu aktualisierenden Pflichtdokumenten ist; jedes Jahr gibt es eine neue Bedarfsermittlung, zudem muss jede einzelne Maßnahme per Zuwendungsantrag mit eigenem Gemeinderatsbeschluss erneut bestätigt werden.

    Weiter erklärte sie, dass die Erstellung eines ISEK die Fördergrundlage für sämtliche Programme der Städtebauförderung ist, das ISEK stellt also das wichtigste Werkzeug für die Fördermittelgeber dar. Es sei ein anspruchsvolles Verfahren, das allerdings im Laufe der Zeit Routine bekomme, beruhigte Wichmann den Gemeinderat.

    Wie die Stadtplanerin erläuterte, ist mit einer Bestätigung der Aufnahme ins Städtebauförderung wohl Anfang 2020 zu rechnen, anschließend ist der Zuwendungsantrag für das ISEK zu stellen. Doch  die Verwaltung sollte gleich parallel aktiv werden und Leistungsbeschreibungen und Angebote zügig angehen, zudem sollte sie Eigentumsansprüche abklären und die nötige Form der Bürgerbeteiligung gegebenenfalls per Gemeinderatsbeschluss festlegen.

    Je nachdem, wie ein Ort aufgestellt ist, wären Arbeitskreise, Zukunftswerkstätten und Online-Befragungen möglich.

    Wird Grunderwerb nötig, kann zur Sicherung zukünftiger Fördergelder auch ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn gestellt werden.

    Zur Vorplanung der Baumaßnahmen muss die Gemeinde in Vorleistung gehen. Das macht Armin Götz Sorgen, ist aber, wie Geschäftsleiter Simon Göbel erklärte, üblich und wurde unter anderem schon bei der Sanierung von Rathaus und Bibliothek praktiziert, wie Peter Gehring einwarf. Ein Vorteil: Die Verwaltung hat das Projekt dann schon mal quasi "in der Schublade" und findet möglicherweise einen anderen Fördertopf.

    Florian Kress fragte nach konkreten Projekten. Wichmann hat da zwar schon einige Ideen. Und der Gemeinderat hat Entscheidungen über die Aufnahme von Projekten in die erste Bedarfsermittlung getroffen (Stichworte: der Mehrgenerationenspielplatz in Röthlein, die Aufwertung der Seitenbereiche der Dorfstraße in Heidenfeld und des Pfarrkirchenumfeldes in Hirschfeld). Konkret wird das Ganze aber erst, wenn Röthlein im Programm ist.

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